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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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alles gemacht hast! Es fehlt nichts, als daß meineFrau ein Paar Palmen für ihren Erker bekommt,und daß ich mich nach einigen brauchbaren Ölge-mälden umsehe. . . Aber nun erzähle mal! Wiegeht es dir, was hast du getrieben unterdessen!"

Er hatte seiner Schwester einen Stuhl zu sichherangezogeu, trank langsam seinen Thee undein Biscuit, während sie sprachen.

Ach, Tom," antwortete sie.Was soll ich trei-ben? Mein Leben liegt hinter mir. . ."

Unsinn, Tony! Tu mit deinem Leben... Aberwir langweilen uns wohl ziemlich stark?"

Ja, Tom, ich langweile mich ganz ungemein.Manchmal heule ich vor Langer Weile. Die Be-schäftigung mit diesem Hause hat mir Freude gemacht,und du glaubst nicht, wie glücklich ich über eure Rück-kehr bin. . . Aber ich bin nicht gern zu Hause,weißt du; Gott strafe mich, wenn das eine Sündeist. Ich bin nun im Dreißigsten, aber das ist nochnicht das Alter, um mit der letzten Himmelsbürgernoder den Damen Gerhardt oder einem von MuttersDunkelmännern, die der Witwen Häuser fresse«,Busenfreundschaft zu schließen . . . Ich glaube nichtan sie, Tom, es sind Wölfe in Schafspelzen. . .Otterngezücht. . . Wir sind alle schwache Men-schen mit sündigen Herzen, und wenn sie mitleidigauf mich armes Weltkind herabsehen wollen, so lacheich sie aus. Ich bin immer der Meinung gewesen,daß alle Menschen gleich sind, und daß es keinerMittlerschaft bedarf zwischen uns und dem lieben