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wobei sie Tom und Gerda aubliuzelte und die Zungeau der Oberlippe spielen ließ; und aus Achtungvor der Historie überging sie keineswegs das Ein-greisen in die Familiengeschichte von Seiten einerPersönlichkeit, deren Namen sie eigentlich nicht gernin den Mund nahm. . .
Donnerstags um vier Uhr aber kamen die ge-wohnten Gäste: Justus Kröger kam mit seinerschwachen Gattin, mit der er sehr in Unfrieden lebte,weil sie selbst nach Amerika noch dem ungeratenenund enterbten Jakob Geld über Geld sandte. . .sie ersparte es ganz einfach vom Wirtschaftsgeldeund aß mit ihrem Manne beinahe nichts, als Buch-weizengrütze, da war nichts zu machen. Es kamendie Damen Buddenbrooks aus der Breitenstraße, diedenn doch der Wahrheit die Ehre geben und fest-stellen mußten, daß Erika Grünlich wieder nicht zu-genommen habe, daß sie ihrem Vater, dem Be-trüger, noch ähnlicher geworden sei, und daß desKonsuls Braut eine ziemlich auffällige Frisur trage...Und auch Sesemi Weichbrodt kam, stellte sich aufdie Zehenspitzen, küßte Gerda mit leise knallendemGeräusch auf die Stirn und sagte bewegt:
„Sei glücklich, du gutes Kend!"
Tann sprach bei Tische Herr Arnoldsen einenseiner witzigen und phantasievollen Toaste zu Ehrender Brautpaare, und hernach, während man denKaffee nahm, spielte er die Geige wie ein Zigeuner,mit einer Wildheit, einer Leidenschaft, einer Fertig-keit . . . aber auch Gerda holte ihre Stradivari her-