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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
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bei, von der sie sich niemals trennte, und griff mitihrer süßen Cantilene in seine Passagen ein, undsie spielten pompöse Duos, im Landschaftszimmer,beim Harmonium, an derselben Stelle, wo einstmalsdes Konsuls Großvater seine kleinen, sinnigen Melo-diken auf der Flöte geblasen hatte.

Erhaben!" sagte Tony, die weit zurückgebeugtin ihrem Lehnsessel saß...O Gott, wie findeich es erhaben!" Und ernst, langsam und gewichtig,mit auswärts gerichteten Augen fuhr sie fort, ihrelebhaften und aufrichtigen Empfindlingen auszu-drücken . . .Nein, wißt ihr, wie es im Leben sogeht. . . nicht Jedem wird ja immer eine solcheGabe zuteil! Mir hat der Himmel dergleichen ver-sagt, wißt ihr, obgleich ich ihn in mancher Nachtdarum angefleht . . . Ich bin eine Gans, ein dum-mes Ding . . . Ja, Gerda, laß dir sagen ... ichbin die Ältere und habe das Leben kennen gelernt... Du solltest täglich deinem Schöpfer aus denKnieen dafür danken, ein solch gottbegnadigtes Ge-schöpf zu sein. . .!"

. . . Begnadetes," sagte Gerda und zeigtelachend ihre schönen, weißen, breiten Zähne.

Später aber rückten Alle zusammen, um gemein-sam über die nächste Zukunft das Nötige zu berat-schlagen und Weingelöe dazu zu essen. Am Endedes Monats oder Anfang September, so ward be-schlossen, würden Sievert Tiburtius sowohl wie Ar-noldsens in die Heimat zurückkehren. Gleich nachder Weihnacht sollte Claras Trauung in der Säulen-