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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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dich zu hassen? Darf ich fragen, was du mir eigent-lich Gräuliches angethan hast?"

Aus irgendwelchen Gründen jedoch, wahrscheinlichganz allein aus übermäßiger Freude und bloßerLust am Reden, beharrte Tony störrisch dabei, daßGerda sie immer gehaßt habe, daß sie aber ihrer-seits und ihre Augen füllten sich mit Thränen diesen Haß stets mit Liebe vergolten habe. Hieraufnahm sie Thomas bei Leite und sagte zu ihm:

Tas hast du gut gemacht, Tom, o Gott, toiehast du das gut gemacht! Nein, daß Vater diesnicht mehr erlebt ... es ist zum Heulen, weißt du!Ja, hiermit wird Manches ausgewetzt . . . nicht zu-letzt die Sache mit jener Persönlichkeit, deren Namenich nicht gern in den Mund nehme. . ." Worauses ihr einsiel, Gerda in ein leeres Zimmer zu ziehenund ihr ihre ganze Ehe mit Bendip Grünlich infürchterlicher Ausführlichkeit zu erzählen. Auch plau-derte sie lange Stunden mit ihr von der Pensions-zeit, von ihren abendlichen Gesprächen damals, vonArmgard von Schilling in Mecklenburg und EvaEwers in München . . . Um Sievert Tiburtius uudseine Verlobung mit Clara bekümmerte sie sich bei-nahe gar nicht; aber die Beiden trachteten auch nichtdanach. Sie saßen meist stille Hand in Hand undsprachen sanft und ernst von einer schönen Zukunft.

Ta das Trauerjahr der Buddenbrooks noch nichtabgelausen war, so wurden die beiden Verlobungennur in der Familie gefeiert; Gerda Arnoldsen aberwar dennoch rasch genug berühmt in der Stadt,

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