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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
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und Abwesenheit machte, obgleich er stets aufmerk-sam prüfend bei der Sache war.

Thomas Buddenbrook, in so jungen Jahren be-reits der Chef des großen Handlungshauses, legtein Miene und Haltung ein ernstes Würdegefühl anden Tag; aber er war bleich, und seine Hände imBesonderen, an deren einer nun der große Erb-Siegelring mit grünem Steine glänzte, waren weißwie die Manschetten, die aus den schwarzen Tuch-ärmeln hervorsahen, von einer frostigen Blässe,die erkennen ließ, daß sie vollkommen trocken und kaltwaren. Tiefe Hände, deren schön gepflegte, ovaleFingernägel dazu neigten, eine bläuliche Färbungzu zeigen, konnten in gewissen Augenblicken, in ge-wissen, ein wenig krampfhaften und unbewußtenStellungen einen unbeschreiblichen Ausdruck vonabweisender Empfindsamkeit und einer beinahe ängst-lichen Zurückhaltung annehmen, einen Ausdruck, derden ziemlich breiten und bürgerlichen, wenn auchsein gegliederten Händen der Buddenbrooks bis dahinfremd gewesen war und wenig zu ihnen paßte . . .Toms erste Sorge war, die Flügelthür zum Land-schaftszimmer zu öffnen, um die Wärme des Ofens,der dort hinter dem schmiedeeisernen Gitter brannte,dem Saale zugutekommen zu lassen.

Tann wechselte er einen Händedruck mit Kon-sul Kröger und nahm, Herrn Marcus gegenüber,Platz an der Tafel, wobei er seine Schwester Tonymit erhobener Augenbraue ziemlich verwundert an-