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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
Entstehung
Seite
358
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schon die Perücke? Das wußte Mamsell Jungmannallein, und sie wurde es nicht einmal den Damendes Hauses verraten haben.

Man saß am Ende des Speisetisches und wartete,daß Thomas und Herr Marcus aus dem Comptoirkämen. Weiß und stolz hoben sich die gemaltenGötterbilder auf ihren Sockeln von dem himmel-blauen Hintergründe ab.

Die Konsulin sagte:

Die Sache ist diese, mein lieber Justus ... ichhabe dich bitten lassen ... kurz zu sein, es handeltsich um Clara, das Kind. Mein lieber seliger Jeanhat die Wahl eines Vormundes, dessen die Dirn nochwährend dreier Jahre bedarf, mir überlassen ... Ichweiß, du liebst es nicht, mit Verpflichtungen über-häuft zu werden; du hast Pflichten gegen deine Frau,gegen deine Söhne ..."

Gegen meinen Sohn, Bethsy."

Gut, gut, wir sollen christlich und barmherzigsein, Justus. Wie wir vergeben unseren Schuldigern,heißt es. Gedenke unseres gnädigen Vaters imHimmel."

Ihr Bruder sah sie ein wenig verwundert an.Man hatte bisher nur aus des verstorbenen KonsulsMunde solche Redewendungen vernommen. . .

Genug!" fuhr sie fort,es sind so gut wiekeine Mühseligkeiten mit diesem Liebesamte verbun-den . . . Ich möchte dich bitten, die Vormundschaftzu übernehmen."

Gern, Bethsy, wahrhaftig, das thu' ich gern.