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dieser Zusammenkunft den Charakter einer Sitzung,eines Familienrates zu verleihen. Sie hatte dieFenstervorhänge geschlossen und trotz der beiden Pa-raffinlampen, die auf dem ausgezogenen, grüngedeck-ten Speisetisch brannten, zum Überfluß sämtlicheKerzen auf den großen vergoldeten Kandelabern ent-zündet. Außerdem hatte sie auf der Tafel eine MengeSchreibpapiers und gespitzter Bleistifte verteilt, vondenen niemand wußte, wozu sie eigentlich gebrauchtwerden sollten.
Das schwarze Kleid gab ihrer Gestalt eine mäd-chenhafte Schlankheit, und obgleich sie den Tod desKonsuls, dem sie während der letzten Zeit so herz-lich nahe gestanden, vielleicht von Allen am schmerz-lichsten empfand, obgleich sie noch heute bei demGedanken an ihn zweimal in bittere Thränen aus-gebrochen war, vermochte die Aussicht auf diesenkleinen Familienrat, diese kleine ernsthafte Unter-redung, an der sie mit Würde teilzunehmen gedachte,ihre hübschen Wangen zu röten, ihren Blick zu be-leben, ihren Bewegungen Freude und Wichtigkeitzu geben ... Tie Konsulin dagegen, ermattet vomSchrecken, vom Schmerz, von tausend Trauerforma-litäten und den Begräbnisfeierlichkeiten, sah leidendaus. Ihr Gesicht, von den schwarzen Spitzen derHaubenbänder umrahmt, erschien noch bleicher da-durch, und ihre hellblauen Augen blickten matt. Inihrem glattgescheitelten, rotblonden Haar aber warnoch immer kein einziges weißes Fädchen zu sehen
War auch dies noch die Pariser Tinktur oder