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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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leider angelegen sein, die geistlichen Herren lächer-lich zu machen, sobald sich ihr Gelegenheit dazu bot.

Zuweilen, wenn die Konsulin an Migräne litt,war es Madame Grünlichs Sache, die Wirtschaftzu besorgen und das Menü zu bestimmen. EinesTages, als eben ein fremder Prediger, dessen Appetitdie allgemeine Freude erregte, im Hause zu Gastwar, ordnete sie heimtückisch Specksuppe an, dasstädtische Spezialgericht, eine mit säuerlichem Krautebereitete Bouillon, in die man das ganze Mittags-mahl: Schinken, Kartoffeln, saure Pflaumen, Back-birnen, Blumenkohl, Erbsen, Bohnen, Rüben undandere Tinge mitsamt der Fruchtsauce hineinrührte,und die niemand auf der Welt genießen konnte, dernicht von Kindesbeinen daran gewöhnt war.

Schmeckt es? Schmeckt es, Herr Pastor?" fragteTony beständig ...Nein? O Gott, wer hätte dasgedacht!" Und dabei machte sie ein wahrhaft spitz-bübisches Gesicht und ließ ihre Zungenspitze, wie siees zu thun pflegte, wenn sie einen Streich erdachteoder ausführte, ganz leicht an der Oberlippe spielen.

Ter dicke Herr legte mit Ergebung den Löffelnieder und sagte arglos:

Ich werde mich an das nächste Gericht halten."

Ja, es giebt noch ein kleines Apres," sagte dieKonsulin hastig ... denn einnächstes Gericht" warnach dieser Suppe undenkbar, und trotz einiger Arme-ritter mit Apfel-Gelee, welche nachfolgten, mußte derbetrogene Geistliche, während Tony vor sich hin