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geboten wurde, jährlich ini Sommer die Stadt auflängere Zeit zu verlassen ... denn leider machtedas Befinden des Konsuls jetzt weitere Kur-Reisennotwendig.
„Man weiß nicht, was es heißt, alt zu werden!"sagte er. „Ich bekomme einen Kaffeefleck in meinBeinkleid und kann nicht kaltes Wasser daraufbrin-gen, ohne sofort den heftigsten Rheumatismus davon-zutragen ... Was konnte man sich früher erlauben?"Auch litt er manchmal an Schwindelanfällen.
Man ging nach Obersalzbrunn, nach Ems undBaden-Baden, nach Kissingen, man inachte von dortaus sogar eine so bildende wie unterhaltende Reiseüber Nürnberg nach München, durchs Salzburgischeüber Ischl nach Wien, über Prag, Dresden, Berlinnach Hause... und obgleich Madame Grünlich wegeneiner nervösen Magenschwäche, die sich neuerdingsbei ihr bemerkbar zu machen begann, in den Bäderngezwungen war, sich einer strengen Kur zu unter-werfen, empfand sie diese Reisen als eine höchst er-wünschte Abwechslung, denn sie verhehlte durchausnicht, daß sie sich zu Hause ein wenig langweilte.
„O, mein Gott, weißt du, wie es im Leben sogeht, Vater!" sagte sie, indem sie gedankenvoll dieZimmerdecke betrachtete ... „Gewiß, ich habe dasLeben kennen gelernt ... aber gerade darum ist eseine etwas trübe Aussicht für mich, hier nun immerzu Hause sitzen zu müssen wie ein dummes Ding.Du glaubst hoffentlich nicht, daß ich nicht gern beieuch bin, Papa ... ich müßte ja Schläge haben,