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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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den sind. Ten Segen davon darfst Tu jetzt schonverspüren: Ich empfinde vollkommene Genugtuung,daß Herr van der Kellen Dein Salair bereits indiesem Vierteljahr erhöht hat und Dir weiterhinNebenverdienste einräumen wird; ich bin überzeugt,daß Tu durch ein tüchtig Führen Dich dieses Ent-gegenkommens würdig gezeigt hast und zeigen wirst.

Bei alledem schmerzt es mich, daß Deine Gesund-heit sich nicht völlig auf der Höhe befindet. WasTu mir von Nervosität geschrieben, gemahnte michan meine eigene Jugend, als ich in Antwerpen ar-beitete und von dort nach Ems gehen mußte, umdie Kur zu gebrauchen. Wenn etwas Ähnliches sichfür Dich als nötig erweisen sollte, mein Sohn, sobin ich, versteht sich, bereit, Dir mit Rat und Thatzur Seite zu stehen, wiewohl ich für uns Anderederartige Ausgaben in diesen politisch unruhigen Zei-ten scheue.

Immerhin haben Deine Mutter und ich um dieMitte des Junius eine Fahrt nach Hamburg unter-nommen, um Deine Schwester Tony zu besuchen.Ihr Gatte hatte uns nicht ausgesordert, empfing unsjedoch mit großer Herzlichkeit und widmete sich unswährend der zwei Tage, die wir bei ihm verbrach-ten, so vollständig, daß er sein Geschäft vernach-lässigte und mir kaum Zeit zu einer Visite in derStadt bei Tuchamps' ließ. Antonie befand sich imfünften Monat; ihr Arzt versicherte, daß Alles innormaler und erfreulicher Weise verlaufen werde.

Noch möchte ich eines Briewes des Herrn van