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Stimme: „Es entspricht wohl nicht Ihrem Ge-schmacke, mein Fräulein, was ich lese?" Woraufsie mit zurückgeworfenem Kopf etwas recht spitzigSarkastisches erwiderte, wie zum Beispiel: „Nichtim Geringsten!"
Aber er ließ sich nicht stören, er begann, vonseinen zu früh verstorbenen Eltern zu erzählen undberichtete von seinem Vater, der ein Prediger, einPastor, ein höchst christlicher und dabei in ebensohohem Grade weltläufiger Mann gewesen war ...Dann jedoch, ohne daß Tony seiner Abschiedsvisitebeigewohnt hätte, war Herr Grünlich nach Hamburgabgereist. „Jda!" sagte sie zu Mamsell Jungmann,an der sie eine vertraute Freundin besaß. „TerMensch ist fort!" Jda Jungmann aber antwortete:„Kindchen, wirst sehen ..."
Acht Tage später ereignete sich jene Scene imFrühstückszimmer ... Tony kam um 9 Uhr herunterund war erstaunt, ihren Vater noch neben der Kon-sulin am Kaffeetische zu finden. Nachdem sie sichdie Stirn hatte küssen lassen, setzte sie sich frisch,hungrig und mit schlafroten Augen an ihren Platz,nahm Zucker und Butter und bediente sich mit grü-nem Kräuterkäse.
„Wie hübsch, Papa, daß ich dich einmal nochvorfinde!" sagte sie, wahrend sie mit der Servietteihr heißes Ei erfaßte und es mit dem Theelöffelöffnete.
„Ich habe heute auf unsere Langschläferin ge-wartet," sagte der Konsul, der eine Cigarre rauchte