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Grundsätze an den Tag legte, er plauderte mit derKonsulin über Theater, Gesellschaften und Toiletten;er hatte auch für Tom, Christian und die armeKlothilde, ja selbst für die kleine Clara und MamsellJungmann liebenswürdige Worte ... Tony verhieltsich schweigsam, und er seinerseits unternahm esnicht, sich ihr zu nähern, sondern betrachtete sie nurdann und wann mit seitwärts geneigtem Kopfe undeinem Blick, in dem sowohl Betrübnis wie Ermunte-rung lag.
Als Herr Grünlich sich an diesem Abend ver-abschiedete, hatte er den Eindruck verstärkt, den seinerster Besuch hervorgebracht. „Ein vollkommen er-zogener Mann," sagte die Konsulin. „Ein christ-licher und achtbarer Mensch," sagte der Konsul. Chri-stian konnte seine Bewegungen und Sprache nun nochbesser nachahmen, und Tony sagte mit finsterenBrauen gute Nacht, denn sie ahnte undeutlich, daßsie diesen Herrn, der sich mit so ungewöhnlicherSchnelligkeit die Herzen ihrer Eltern erobert hatte,nicht zum letzten Mal gesehen habe.
In der That, sie fand Herrn Grünlich, wenn sienachmittags von einem Besuche, einer Mädchengesell-schaft zurückkehrte, eingenistet im Landschaftszimmer,woselbst er der Konsulin aus Walter Scott's „Wa-verley" vorlas — und zwar mit mustergültiger Aus-sprache, denn die Reisen im Dienste seines regenGeschäftes hatten ihn, wie er berichtete, auch nachEngland geführt. Tony setzte sich seitab mit einemanderen Buche, und Herr Grünlich fragte mit weicher