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vorfanden, die ihre Eltern oder Großeltern aus Parismitgebracht hatten und sehr wert hielten.
Tie drei jungen Mädchen schlossen rasch einenFreundschaftsbund, sie gehörten der gleichen Unter-richtsklasse an Md bewohnten gemeinsam den größtender Schlafräume im oberen Stockwerke. Welche amü-santen und behaglichen Stunden waren das, wennman um 10 Uhr zur Ruhe ging und beim Aus-kleiden plauderte — mit halber Stimme nur, dennnebenan begann NUa. Popinet von Dieben zu träu-men ... Sie schlief zusammen mit der kleinen EvaEwers, einer Hamburgerin, deren Vater, ein Kunst-schwärmer und Sammler, sich in München ange-siedelt hatte.
Tie braungestreiften Rouleaux waren geschlossen,die niedrige, rotverhüllte Lampe brannte auf demTische, ein leiser Tust nach Veilchen und frischerWäsche erfüllte das Zimmer und eine gemächliche,gedämpfte Stimmung von Müdigkeit, Sorglosigkeitund Träumerei.
„Mein Gott," sagte Armgard, die halb ausge-kleidet auf dem Rande ihres Bettes saß, „wie geläufigDoktor Neumann spricht! Er kommt in die Klasse,stellt sich an den Tisch und spricht von Racine ..."
„Er hat eine schöne, hohe Stirn," bemerkte Gerda,während sie sich vor dem Spiegel zwischen den bei-den Fenstern beim Schein zweier Kerzen die Haarekämmte.
„Ja!" sagte Armgard rasch.
„Und du hast auch nur von ihm angesangen, um