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Leute; aber sie hießen doch ganz einfach „Budden-brook" und „Kröger", und das war außerordentlichschade. Tie Enkelin des noblen Lebrecht Krögererglühte in Bewunderung für Armgards Adel, undim Geheimen dachte sie manchmal, daß für sie selbstdieses prächtige „von" eigentlich viel besser gepaßthaben würde, — denn Armgard, mein Gott, siewußte ihr Glück nicht einmal zu schätzen, sie gingumher mit ihrem dicken Zopf, ihren gutmütigenblauen Augen und ihrer breiten mecklenburgischenAussprache und dachte gar nicht daran; sie war durch-aus nicht vornehm, sie machte nicht den geringstenAnspruch darauf, sie hatte keinen Sinn für Vor-nehmheit. Dieses Wort „Vornehm" saß erstaun-lich fest in Tonys Köpfchen, und sie wandte es mitanerkennendem Nachdruck auf Gerda Aruoldsen an.
Gerda war ein wenig apart und hatte etwasFremdes und Ausländisches an sich; sie liebte es,ihr prachtvolles rotes Haar trotz Sesemis Einspruchetwas auffallend zu frisieren, nnd viele fanden esalbern, daß sie die Geige spiele — wobei zu be-merken ist, daß „albern" einen sehr harten Aus-druck der Verurteilung bedeutete. Darin jedochmußte man mit Tony übereinstimmen, daß GerdaAruoldsen ein vornehmes Mädchen war. Ihre fürihr Alter voll entwickelte Erscheinung, ihre Gewohn-heiten, die Tinge, die sie besaß, alles war vornehm:Zum Beispiel die elfenbeinerne Toiletteneinrichtungaus Paris, die Tony besonders zu schätzen wußte,da sich auch bei ihr zu Hause allerlei Gegenstände