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1 (1901) Buddenbrooks : Verfall einer Familie ; Roman
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gehörten außer ihnen zum Personale der alten Herr-schaften.

Was man sagen mag, so ist es etwas Angenehmes,wenn beim Erwachen morgens in dem großen, mitHellem Stoff tapezierten Schlafzimmer die erste Be-wegung der Hand eine schwere Atlas-Steppdecketrifft: und es ist nennenswert, wenn zum erstenFrühstück vorn im Terrassenzimmer, während durchdie offene Glasthür vom Garten die Morgenlufthereinstreicht, statt des Kaffees oder des Thees eineTasse Chokolade verabreicht wird, ja, jeden Tag Ge-burtstagschokolade mit einem dicken Stück feuchtenNapfkuchens.

Dieses Frühstück freilich mußte Tony, abgesehenvon den Sonntagen, ohne Gesellschaft einnehmen,da die Großeltern lange nach Beginn der Schulzeitherunterzukommen pflegten. Wenn sie ihren Kuchenzur Chokolade verzehrt hatte, so ergriff sie die Bücher-mappe, trippelte die Terrasse hinunter und schrittdurch den wohlgepflegten Vorgarten.

Sie war höchst niedlich, die kleine Tony Budden-brook. Unter dem Strohhut quoll ihr starkes Haar,dessen Blond mit den Jahren dunkler wurde, natür-lich gelockt hervor, und die ein wenig hervorstehendeOberlippe gab dem frischen Gesichtchen mit den grau-blauen, munteren Augen, einen Ausdruck von Keck-heit, der sich auch in ihrer graziösen kleinen Gestaltwiederfand; sie setzte ihre schmalen Beinchen in denschneeweißen Strümpfen mit einer wiegenden undelastischen Zuversichtlichkeit. Viele Leute kannten und