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18 (1835) Reußen bis Rzewuski
Entstehung
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8 Revolution, französische (1787)

so tief in den Gang der französischen Staats«angelegenheiten clngriff. Da nun die Fi-vanznolh immer größer ward, die Parla-mente, welche Ludwig auf Rath seines er-sten Ministers, Maurepas (s. d.) 1774 wie-der hergestellt Halle, immer hartnäckigerneue Auflagen weigerten und dieZusammen-berufung der Reichsstände forderten, so be-rief der König 1786 an Turgots (s. d.) Stelle,der vergebens die Finanzen zu ordnen ge-strebt hatte, Necker (s. d.) als Direclorderselben. Neben ihm ward Taboureauzum Generalcontroleur erhoben. Ord-nungsliebe und Sparsamkeit machten Ne-cker bald dem Hofe eben so verhaßt,als die Oeffentlichkeit seiner Verwaltungdem Volke gefiel. 1787 erschien sein Ooiraxtsroncku au roi, ein Buch, welches dieMängel der Verwaltung veranschaulichen u.die schon aufgeregte Masse noch mehr er-hitzen half. Indessen ward er noch in dem-selben Jahre mit Zeichen der Ungnade ent-lassen. DaS Volk, welches in ihm seineeinzige Stütze sah, bedauerte seinen Rück-tritt allgemein und seine Nachfolger Jolierde Fleury und d'Ormsfsrn empfanden dentiefen Widerwillen desselben so sehr, daßsie bald ihre Entlassung nahmen undCalonne (s. d.) das Feld räumten. Diesergewandte Höfling vollendete durch seineleichtsinnige Verschwendung, durch überflüs-sige Ankäufe und kostspielige Unternehmendie Zerrüttung der Finanzen u. er war es,der dem Könige rielh, als weder Gewalt-streiche noch die sonst hergebrachten Künstedie Noth hemmen und das ungeheure De-ficit decken konnten, die Notablen (s. d.)des Reichs zu berufen. 1l. Von Beru,fung der Notadeln bis zur Beru-ung der Reichsstände, 22. Febr.787 bis 4. Mai 178S. Der Königentschloß sich nach einigem Bedenken zu die,sem Schritte, und so wurden die Notabeln22. Februar 1787 seit 1624 zum erstenMale wieder in Versailles zusammen be-rufen. Man theilte die 146 Versammeltenin 7 Bureaur ab, und hoffte durch dieseZersplitterung leicht zu siegen. An-fangs ging auch Alles gut, rasch wurdenmehrere drückende Lasten unter allgemeinemBeifalle adgeschafft, und tchvn glaubte manAlles gewonnen, da änderte sich plötzlichdie Scene, als Calonne zur Deckungdes Desüirs im Schatze, das er auf140 Millionen angab, bei der Unmöglich-keit neue Summen aufzuborgen (indem derSchatz seit 10 Jahren 1050 Millionen ein,lehnt Halle), mit dem Antrag auf ein«Grundsteuer ohne Ausnahme und auf eineStempellaxe hervortrat. Besonders heftigwidersprach Graf Somcnie von Brienne (s.d.), Erzbischof von Toulouse, und der Un-wille gegen Calonne ward so laut, daß er(8. Lprll) entlassen u. Lvmenie von Brienneauf Betrieb der Königin an seine Stelle

Revolution, französische (1788)

(1. Mai) als Finanzminister gesetzt warb.Gleich darauf (25. Mai) wurde die Ver-sammlung der Nokabeln entlassen. Hof u.Volk Hallen ihre Hoffnungen auf Briennegesetzt, allein vergebens, denn es zeigtesich bald, wie unfähig der neue Finanzmini-ster sei, und zwar so sehr, daß er, Hereiner Grundsteuer u. Stempeltaxe am hef-tigsten widersprochen hatte, jetzt selbst keinanderes Mittel den Staat zu retten kann-te, als eben diese Steuern. Die Edtcteüber ihre Erhebung wurden dem Parla-mente »wn Paris zur Einregistrirungüberschickt, und als diese (6. August bis2». Sept.) verweigert ward, vom Könige ineinem I.ir <is ssusrioo (. Nov.) befohlen.Dagegen aber protestirte das Parlamentund verlangte von Neuem Zusammenbe-rufung der Reichsstände. Erzürnt verwiegder König das Parlament nach Troyes, rich-tete aber damit so wenig, als mit der Er-hebung Brienne's zum Principalmmister et-wa« aus. Das schon gährende Volk wardunruhig, und Brienne begann, überzeugtvon der Nutzlosigkeit der Gewalt, mit demParlamente zu unterhandeln. Er versprachbaldige Zusammenberufung der Reichestände,das Parlament kehrte nach Paris zurück,und hätte Brienne nicht leichtsinnig selbstverrathen, was er mit feinem Versprecheneigentlich wollt«, so häkle die Regie-rung eine neue Anleihe von 450 MiU. Liv.durchgesetzt. Sv aber ward die Anleihe vonmehreren Mitgliedern verweigert, u- als derGroßsiegelbewahrer Lnmoignon sie ohne Stim»mensammlung einzuzeichnen befahl. Protest*««der Herzog Philipp von Orleans im Na,men der PairS dagegen. Er ward nachRinci verwiesen und 2 der hartnäckigstenParlamentsräthe verhaftet; allein die-ser Gewaltstreit schadete statt zu Helsen,denn heftiger als je drang das Parlamentauf Berufung der Reichsstände und Be-freiung der Gefangenen. Man gab darinnach und auch Orleans kehrte aus seinerVerbannung zurück. Nun wollte man di«anmaßlichen Parlamente vernichten, an ihreStelle souveraine Gerichtshöfe und an de-ren Spitze zu Paris eine Cour plsniers stel-len. Man betrieb diesen Plan auf dasgeheimnisvollste, und um die besonders da-zu in Versailles err chtete Druckerei warddreifache Wache gestellt. Dennoch aber ge-lang es d'Epresmenil (s. d.) Mitglied des pa-riser Parlaments, den Inhalt der vorberei-teten Edikte zu erfahren, und sämmtlicheParlamente schwuren sie nicht anzuerkennen.Zugleich erklärte das Parlament (l788 3.Mai) das Recht des Volks durch die Reichs»stände Abgaben zu bewilligen, u. das Rechtjedes Bürgers nur von seinen ordentli-chen Richtern gerichtet und diesem sogleichüberliste« zu werden, für Grundgesetze derMonarchie. D'Epresmenil und Montsal-