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an der Spitze ihrer Kriegshecre wehen, biset al« Reliquie in dem constlntinopolita-nischen Palaffe aufbewahrt wurde. (3oä.)
Labat (Jean Bapiiste), gcb. zu Pa-ris 1663, Dominicaner; lehrte Philosophiezu Nancy, ging 1693 als Missionär nachden Antillen, durchreiste 1705 Portugal,Spanien und Italien und st. zu Paris1738, Von ihm: I^ouvesn Voz-ago »uxI!o, 6s I'^meriqus, 6 Bde., Amsterdam1722, IS., Par. 174S, 8 Bde., 12.; teutschvon G. F. E. Schad, 7 Bde., Nürnberg1782—88; Voz-a^s en klrp-ßns et enItalie. 8 Bde., edcnd. 1730, 12.; teutschvon K. F. Tröltsche, ebend. 1758-62,M. K.; Uic>ur-eII« relation 6o 1'^.sriquooooi6ent»ls, 5 Bde., ebend. 1728, 12.,nach den Memoiren von la Brue; Vo^sxs6n clrsvslior lies Dlarolmis «n Dnineo,»ux Ile» voisines et ä Oa^enno »vso6es vartes et 6es sigure», 4 Bde., ebd.1730, 12.; R.el>rioli liisroriqus 6a
I'Ltlliopis oeciffentalo, 5 Bde., ebend.1732, 12.; aus dem Italienischen de« Ka-puziner« Carazzi übersetzt; iVlemoires 6nolievalisr 6'^rvieux, 6 Bde., 1735,12., au« dessen Reiseberichten über Asten,Syrien, Palästina, Aegypten und die Ber-berei. (Le.)
Lablltia (I. F-varer), Pflanzengattungnach Vor. benannt, au« der natürl. Fam.der Styraceen, zur 1. Ordn. der 4. Klaffedes Linn. Syst, gehörig. Arten: I. xs-6ui,ci>Iara und oe,,i1iüor», in WäldernSüd-Amerika's, bei uns noch wenig be-kannt.
Lllbbana (a. Gecgr.), Stadt in Me-sopotamien am vier de« Tigris, Ninivegegenüber; das nachherige Eskli Mosul.
Labbe, bei Pferden eine mißfällig hän-gend« Unterlippe, gewöhnlich bei alten Pfer-den oder sehr trägen; auch wohl Ursprung,licher Bildungsfehler: solche Pferde werdennicht zu feiner Zucht gewählt.
Labbe (Zool.), so v. w. Raubmeve.
Labbe (Philipp), geb. zu BourgeS1607, Jesuit; lehrte alte Sprache Philo-sophie und Theologie, st. zu Paris 1667.Sehr guter Compilator; vorzügliche Schrif-ten: Da Ii^ranrinao Instarise ivriplo-libus, Pari« 1648, Fol.; I4c>va biblio-rlisoa n,»nuscriptaiuin, ebend. 1653;Lilrlioiiiaca Hibliotlieoaruin, ebd. 1664,Fol.; Oniioorchj» cirronoloAio», tscir-riic» er iiiscoric,, 5 Bde., 1670, Fol.;Oonciliorum oollectio 17
Bde-, 1672, Fol.; Venedig 1723—32, 25Bde., Fol.! Io Oiironologisto krenqais,5 Bde-, 1665, 12. u. a. m. (Ae.)
Läbberdan (Zool.), so v. w. Laber-dan, s. unter Kabeljau.
Lclbberlot (SchiffSw.), da« 2. Fahr-zeug eine« Kriegsschiffes, um dem großenBoot (Barkasse) zur Unterstützung zu die-
Labe
nen, wenn Truppen auSgeschifft oder Gä-ter vom Lande geholt werden sollen.
Labbey de Pompirres (WilhelmXaver), geb. 1751; trat früh in Militär-dienste. Beim Ausbruch der Revolutionwar er Hauptmann in der Artillerie. Ange-klagt wegen antinationaler Gesinnungen, kamer in Haft, wurde jedoch frei gesprochen u.bekleidete mehrere öffentliche Civilstellen.1813 wurde er Mitglied des Oorps le-gislnrik. Seine, in der Sitzung der Kam-mer 1814 gehaltenen Reden über die Frei-heit der Presse, da« Budget, erwarben ihmimmer mehr den Beifall der Nation. 1815wählte ihn da« AiSne-Departement zu sei-nem Vertreter in der Deputirten - Kam-mer. 1819 ward er von demselben De-partement von Neuem gewählt und schloßsich hier besonder« an Dupont de l'Eure,Lafayctte und d'Argenson an. Hier spracher sich vorzüglich gegen das neue Wahl-gesetz, das er unconstitutionell nannte, undgegen die Verschwendungen der Ministeraus. Später (1822) nahm er sich der be-drohten Freiheit der periodischen Presse anund erhob sich gegen die drückenden Salz»auflagen u. die sogenannten geheimen Aus-gaben der Regierung. 1827 trat er offenals Ankläger des Villeleschen Ministerium«auf und trug dadurch nicht wenig zu des-sen Sturz bei. (El.)
Lab da, des Amphion Tochter, aus demHause der Bakchiadcn in Korinth; verhei-rathete sich, trotz de« warnenden Ausspru-ches eines Orakel«, daß ihr Sohn die Ty-rannis über Korinth erringen werde, mitEetion u. ward von ihm Mutter des Kyp-selos (s. d.).
LabdakismoS (gr.), so v. w. Lamb-dakismoS.
Läbdakos (Myth.), Sohn von Poly-doroS und Nykteis, Enkel des KadmoS;folgte seinem Vater als König von Lhebe,u. hinterließ einen einjährigen Sohn, Laios,unter der Vormundschaft des Nyktcus.
Läbdamm (Pharm.), so v. w. La-damm, s. Ladan gummi.
Labt (Louise), geh. 1526 zu Lyon.Durch Geist und Schönheit ausgezeichnet,erhielt sie von ihrem Vater eine sehr sorg-fältige Erziehung. Sie lernte Griechisch,Lateinisch, Italienisch und Spanisch; zu-gleich üble man sie auch in den männlichenKünsten, dem Reiten, Fechten rc. DasLetztere, verbunden mit ihrer persönlichenUnerschrockenheit, brachte sie dahin, alsMann verkleidet, Militärdienste zu nehmen.Sie focht 1543 unter den franz. Fahnenin Span en u. machte sich vier bald als Ca-pitän Loys bekannt. Zurückgekehrt nachFrankreich verhcirathete sie sich in Lyonan Pervin, Besitzer einer großen Sei-lerwerkstälte. Von jetzt an gab sie sichihrem Hange zu den Wissenschaften und