Labcatis
der Literatur hin. Ihr Hans wurde einSammelplatz der schönen Geister und Ge-lehrten; die Dichter wetteiferten, die schöneFrau zu besingen, Alles bracht« ihr seineHuldigungen. Gegen so viele Zuvorkom-menheiten soll die ftoile Oorstiers, wieman sie seit ihrer Verheirathung nannte,nicht immer fübllos geblieben sein u selbsteinige ihrer Schriften verralhen, daß ihreGrundsätze nicht die strengsten waren. Siest. 1566. Man hat von ihr 3 Elezieen, 24Sonetten (wovon das erste in ital. Sprachegeschrieben ist) und eine Art Drama: De-<io la soiio et ste I'-mour, welchesLafontaine den Stoff zu einer seiner schön-sten Fabeln gab. Es sind mehrere Ausga-ben von diesen Gedichten erschienen, ersteLyon 1555, neueste Brest 1815. (6i.)
Labeätis (a. Geogr.), großer See inlllz-ri» ßraecs. Bor Alters hießen dieBewohner der Ufer des Sees Labcätes.
Labec (Geogr.), 1) Markest, im Land-gericht Hemmau des RegenkreiseS (Baiern,liegt am schwarzen Lader, hat Schloß, Ei-senwerk, Pulvecmühle, 650 (770) Ew. 2)2 Flüsse in BaicrnS Regenkreffe; derkleineL. fällt bei Di-tstirt in die Altmühl, derschwarze L. bei Sinzing in die Donau.
Labedoyrre (Charles Angellque Fran-cois Hüchet, Gras von), geb. 1786 zu Pa-ris, Sprößling einer alten Familie; trat1806 in Kriegsdienste und wohnte mitAuszeichnung den Schlachten von Jena,Eylau und Friedland bei. 1803 und180g diente er als Adjutant bei demPrinzen Eugen BeauharnoiS, hierauf unterLaunes in Spanien, wo er bei Tudclaverwundet wurde. Sein« Tapferkeit imrussischen Filbzuge erwarb ihm das Com-mando des 112. Regiments. Bei der Re-stauration der Bourbons wurde sein Re-giment ausgelöst, er selbst kam als Com-mandcur des 7. Regiments nach Grenoblein Garnison. Jetzt kehrte Napoleon zu-rück u. L. führte ihm zueist sein Regiment zu.Napoleon ernannte ihn zum General u. zu sei-nem Adjutanten. Nach den Tagen von Water-loo kehrte L. nach Paris zurück u. wohntehier der stürmischen Sitzung der Pairs-kammcr bei, wo über des Kaisers 2. Ab-dankung debattirt wurde; dann folgte erdem Heere über die Loire. Nachdem diesaus einander gegangen, wollte er, da keineSicherbeir mehr für ihn in Frankreich war,sich nach Amerika begeben; schon hatte erdie nöthigen Püffe und Briefe, da zog ihndie Liebe zu seiner jungen Gattin und sei-nem Kinde noch einmal nach Paris. Sogeheim er die Reise machte, wurde er den-noch vercathen, vor ein Kriegsgericht ge-stellt u. den 19. Aug. 1815 erschossen. (G/.)
I-aböllum (dotan. Nomencl.), deruntere, dem Helm (s. d. 8) gegenütcrste-
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henbe, meist herabhängende Abschnitt ra-chenförmiger oder maskirter Blumen.
Laben, 1) so v. w. erquicken, sich l.erquickt werden; daher, was dies bewirkt:Labsal, Labung, Labetrunk, er-quickender, durststillender, kühlender Trank;2) von der Milch, sie zum Gerinnen brin-gen (f. Lab), sich l-, gerinnen; gelabteMilch, geronnene Milch.
LäbeoiLabeon, Jool.), bei Cuv. Gat-tung aus der Familie der Karpfen; es feh-len die gezähnten Stacheln und die Bart-fasern; die Lippen sind fleischig und sehrdick; außereuropäische Fische. Art: Fran-zenlippe (I. ümbrian», oz-prinu» iim-briarus), mit gefranzten Lippen, in denSüßwaffern von Malabar, bis 6 Pfundschwer.
8 übeo (wörtlich Großlippe, röm. Zu-name). Merkwürdig sind: 1) Antistiu«, s.Antistius 8) u. S). 2) Atinius, s. Atinius1). 3) G. Fabius, 190 v. Chr. Pritor,Befehlshaber der römischen Flott« in Asien,dämpfte auf Kreta ausgedrochene Unruhen,verbrannte des AntivchoS, Königs von Sy-rien, Flotte, wodurch er viel zur Beendi-gung des Krieges mit diesem beitrug, underhielt einen Triumph deshalb. 184 warder Consul. 4) S. Pomponius Labeo. 5)Einige andere, weniger bedeutende. (6«L.)
Liiberda» (Aool.), s. unter Kabeljau.
Labrrius (Dec), römischer Mimendich-ter, besonders wegen der Freimütigkeit ge-rühmt, mit der er die herrschenden Fehlerseiner Zeit darstellte. Auf Cäsars Verlan-gen mußte er, ein geborner Ritter, in sei-nem 60. I. im Theater auskretcn u. seineSchauspiele selbst als Acteur vocstcllen (die-ser Veranlassung verdanken wir einen Pro-log sbci Macrobiusj, der sich durch dieWahrheit der darin herrschenden Empfin-dung und durch den treffenden Ausdruckgleich vortheilhaft auszeichnet). Als ihndeswegen die Ritter nicht mehr in die Ritter-sitz« (eqiierrria, s. d. unter equcs) zulie-ßen. stellte Casar die durch sein Agiren ge-wissermaßen verlorene Ritterwürde ihm wie-der her. Außer dem Prolog sind uns nurdie Titel von 43 Mimen und einige Verseaus denselben übrig; herausgeg. von R.Stephanus in d'rsum. xoee. lar. und vonBecher, Lclpz. 1787; von Ziegler in: stsinimi» Hom.^Gött. 1789. Vgl. Mimenund Wieland zu Hör- Sat. 1, 10» 6 (woauch eine U-bersetzung des Prologs). Be-kannt ist L. auch durch seinen Wabllpruch:Donsiiciurn stansto scoepir, oui stivnoäellir. (6-A.)
Laberus (a. Geogr.), Stadt auf Hi-bcrnia; jetzt Killair, n- And. Keils.
kaberweknting (Geogr.), 1) macht mitZaiz kosen ein Hohcitsgertcht im Land-gericht Pfaffenhofen des baicrschen Regen-kreiscs aus, hat 4 QM-, 1800 Ew., ge-hört