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12 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 12 / Kreatos bis Lyttos
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LaaSphe

Str. schwer« eiserne Brücke führt; hat eingräfliches Schloß nebst schönem Garten u.450 Ew.

LaaSphe (Geogr.), Stadt und Haupt-erl der SiandeSherrschatt Sayn-Witzen»stein-Wikgenstein des Fürsten von Sayn-Witgenstein-Witgenstein, im Kreise W<t-genstein des preuß. Regierungsbezirks Arns-berg, an der Lahn und am Fuße einesBergeS, auf dem das fürstliche Residenz-schloß Witgenstein steht, hat ein Ar-menhaus, Eisenhüttenwerke, eine Luchfa-brik und 1350 Ew.

Lab (Saab, Landw.), die innere HautteS Magens eines noch saugenden Kalbes,oder auch der ganze Kälbermagen, welche,so wie daS damit infundirte Wasser (Lab-Wasser), ingleichen die in demselben ver-säuerte Milch, die Eigenschaft besitzt, dieMilch gerinnen zu machen und daher beimKäsemachen (s. unter Käse 1) in Anwen-dung kommt. Gleiche Gerinnung bewirktaber auch die Haut des vierten Magensanderer wiederkäuender Thiere überhaupt,so wie auch die Magenhaut einiger Vögel.Sowohl in England als in Holland undder Schweiz ist di- Benutzung des L S zurKäsebereikung sehr gemein, da« Verfahrenaber verschieden. Die kürzeste Art ist fol-gende, in der Schweiz übliche. Man läßtden Kälbcrmagen, wenn er kalt gewordenist, eine kurze Zeit in kaltem Wasser wäs-sern. Hierauf wird er mit Salz abgerie-bcn, innerlich damit angefüllt und auchvon außen mit Salz bestreut; so erhältman eine Lake in dem Magen, mit welcherer 6—S Monate aufgehoben werden kann.Zuletzt wird er geröstet und, glatt auf einBretchen gespannt, in Schnitten an derLuft getrocknet. Um nun das L. selbstherzustcllen, macht man aus etwa 2 Pfundsiedendem Wasser mit Salz eine Lacke vonder Stärke, daß ein Ei schwimmt, thutdann, wenn sich die Lake abgekühlt hat,einen getrockneten Magen hinein und läßtihn 24 Stunden darin. Dieses L. wirdnun in geschlossenen Gesäßen aufbewahrtund zum Gerinnen der Milch in einer er-forderlichen Quantität zugesetzt; man rech-net hierbei aut die Milch von 10 Kühenetwa 1 Kaffeelöffel voll L. (t-,.)

Laba (Geogr.), so v w. Laa.

Labäea (a. Geogr), nach PtolemäoSStadt in Incki» intim Oangena, unweitJomusa.

Lcibadie (Johann), geb. zu Bourg inGuienne 1610, Jesuit; verließ später die-sen Orden und machte ungemeines Aufsehndurch seine Predigten. Er wollte eine voll-kommnere Tugendübung befördern empfahldie Gemeinschaft der Güter, nach Art derersten Christen, hielt sich übrigens so weitcs seine besonderen Meinungen gestatteten,zu den Lehrsätzen der reformirten Kirche,,

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und nahm das Dogma vom unbedingtenRathschluffe an. Seine Gesellschaft warnach Art eines Mönchsordens gebildet, wo-durch blinder Gehorsam und Gewissens-zwang begünstigt ward. Als er 1650 diekatholische Kirche verlassen hatte, stand erals protestantischer Prediger den Gemeinenin Montauban Orange, Genf, Miltelburgvor, verlor jedoch, verwickelt in viele Strei-tigkeiten und von seinen Gegnern auch oftwohl mit ungerechten Vorwürfen belastet,mehr als einmal sein Amt, fuhr aber inAmsterdam, Bremen re. fort, Jünger zu sam-meln und Versammlungen zu halten, fandeine Zeit lang bei der Aebtissin Elisa-beth zu Hcroorden eine Zustucht und starbzu Altona 1674. Seine Anhänger hiebenLabadrsten, ihnen wurde aber, besonder«auf eine Klage des Magistrats zu Her-vorden, wo diese Secte von der AebtissinElisabeth in Schutz genommen ward, vomspeierschcn Reichskammcrgericht 1671 diefernere Duldung versagt. Der Zufluchts-ort der Secte ward nun Altona und. nachdem Tode L.s, Vinwarden in Fries«land, wohin sich die Labadisten mit ibrendamaligen bedcuiendsten Gliedern, Anna Ma-ria von Schurmann (s. d.), Peter Joonund Peter d» Lignon, zogen, sich da'elbstnoch eine Zeit lang hielten, bis sie sich umda« Jahr 1695 verloren. (77e)

Labä (a. Geogr.), Stadt in Xrabi»kolix, im Lande der Gerrhäer.

Laban (d. i. der Weißes, Sohn Be-tbuelS, Bruder der Rc--kka, Vater derRahel und Lea (I. Mos. 24. 29. 25, 20.28, 5.); über sein Verhältniß mit Jakobs. d. 1.

Laban (bibl. Geogr.), Ort, nach 5. B.Mos. im Süden Palästinas.

li-abünLe g^uae (a. Geogr.), imGebiete von Nomentum (Ost-Italien), ge-gen Eretum hin, mit kalten mmerattsckenQuellen, zum Trinken und Baden benutzt;jetzt Grotta Marozza.

Läbavi (Geogr.), Fluß in Chile, fälltin den Austraiozean; schiffbar für klein«Fahrzeuge.

Läbarum (ein Wort, das man fastau« allen Sprachen abzuleiten vergeben«sich bemüht hak), die vornehmste Standartedes Kai er« Constantin d. Gr. (vgl. Kreuz),eine lange, oben von einem Querbalken durch-schnittene Stange. In den, von den Sei-ten herabhangenden seidnen Zeug warendes Kaisers und seiner Kinder Bildmffegewirkt; auf der Spitze der Pike stand einegoldene Krone mit dem bekannten Mano«gramm d). Eine Abbildung de« L. s.in BaroniuS Annalen, Jahr n. Chr 312.N. 26. Fünfzig erprobte Krieger schütztendas L. (vgl Doiriesrioi). Die folgendenchristlichen Kaiser ließen noch lange da« L.

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