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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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708
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78» Haaken

ten, als vom Papste nicht bestätigte Prie,ster, anzuerkennen, ward deshalb gefangengesetzt, jedoch durch die Erhebung Tyrolsunter dem Eandwirth Hofer befreit.Seme Meinung breitete ein BauerManzl, genannt der Manhart (daherManhartistcn, fälschlich Mainhar»dran er), weiter aus, indem er oder seinWeib predigte und wie H. religiöse Ge-bräuche vornahm, Glocken weihete u., s. w.Die Secte erhielt sich, wiewohl schwach,bis auf die neueste Zeit. (/^>.)

Haaken u. Zusammensetzungen, f. Haken.

Haal (Geogr.), so v. w. Hall 4).

Haal und Zusammensetzungen (Salzw.),so v. w. Halle.

Haalen (Schiffs.), etwas der Längenach herbei ziehen. Vgl. Hissen.

Haamstede (Geogr.), s. u. Schouwen.

Haane (türk.), so v. w. Han.

Haanepotjc (Schiffb.)/ein länglichesHolz mit mehrern Löchern, durch welchedie zum Besahnstakelwerk gehörigen Lauegeführt werden.

Haap aniemi (Geogr ), Dorf amHaapawesi in den Lappmarken,, des rus-sischen Gouvernements Finland; Hatte Ge-stüte und sonst Militärschule kür Egberten,welche jetzt, nach einem 1809 geschobenenBrande, nach Friedrichsham verlegt ist

Haar, 1) als thierisches und pflanzli-ches Organ, s. Haare tu. 2); 2) ein Ueber-zug von Haaren; 3) überhaupt eine zarteKaser; 4) des. eine Faser in Wolle oderSeide; S) (Tuchm ), die rauhe Wolle aufschon bereitetem Tuche; 6) so v. w. Haar-seide; 7) (bildl,), etwas Geringes an Grö-ße, oder nach Schätzung, dann als Haar-breite; 8) (Bergt).), in Zusammensetzun-gen ein Mineral, welches in Gestalt derHaare, gewöhnlich gediegen gewachten ist,z. B. Haarerz, Haargold; 9) in Baiernu. Oestceich so v. w. Flachs. (/'</,.)

Haar (Geogr.) , so v. w. Haarstrang.

Haar (nord. Myth.), so v. w. Harr.

HSSraba (bibl.Geogr.), so v. w. Be»tharaba.

Haar abschneiden. I) Das H. istnicht nur zur Förderung de« Haarwuchsesbei schwachem Triebe, sondern auch zurBeförderung der Ausdünstung bei zu star-kem Haarwuchs und Koplkrankhetten, des.beim Grindkopf von Nutzen; dbch ist esauch *ür manch» Constitutionen, die besonder«zu Erkältungen geneigt sind, nicht gleich-gültig, zumal wenn zugleich, wie dies zu-weilen die Mode erheischt, der Kopf mirverschnittenem Haar bloß getragen wird, u.hat dann leicht Augenübel u. andere krank-hafte Zufälle zur Folge. 2) (Geschichte).Das Abschneiden de« Haars war dei denAlten, des bei den lange Haare schätzendenVölkern, eine beschimpfende Srrafe, z. B.gegen Kriegsgefangene, straffällige Sklaven

Haardallcn

ausgeübt. Bei den Langobarden war esEtraie für Diebstahl unter 5 Schillingen,nach dem Sachsenspiegel für Drebstahl un-ter 3 Schillingen, am Tage verübt. Nachdemselben galt diese Strafe, nebst Stäu-pen oder Prügeln (Strafe an Haut undHaar), für eine geringere; daher Ge-richtsbarkeit zu Haut und Haar,da« Recht, geringere Strafen zu «rtheilen,im Gegensatz von Gerichtsbarkeit zuHals und Hand das Recht, auch grö-ßere, selbst Lebensstrafe, zu erkennen (vgl.Haarscharen). Bei den Franken war in derersten Zeit lange« fliegendes Haar ein zur kö-niglichen Würde unumgänglich nöthizes Zei-chen, u. es war daher das erste, waS nachder'Entthronung fränkischer Prinzen geschah,daß man ihnen das H. Abschnitt u. sie insKloster schickte. Gleiches geschah mit Prin-zen, die Anspruch auf den Thron machten,jedoch von andern Bewerbern verdrängtwurden. (^-.)

Haarabziehen (Friseur), Manipu-lation des Friseurs, um Haare zureinigen;das Haar wird mit einer Bürste zwischeneine Hechel eingeschlagen, die andere Hecheldarauf gesetzt u. beschwert u. beide Hechelnsodann an beiden Enden befestigt, damitsie nicht weichen. Vgi. Haarpastete.

Haar-affe (I-siopz-An ///(--.,rlirix gool.), Gattung aus d»r Fa-

milie der Meerkatzen; hat kurze Schnaure,kahles Gesicht, lange Hände, keine Gesäß-schwielen, Schwanz von der Länge des Lei-bes. Art: Duk (s. d.).

Haar-aläün (Mineral.), so v. w. Fe-derlalz (s. d 1).

Haar-amethssst (Miner), so v. w.Faserquarz; s. unter Faserkicsel. H.-ar-beiten (Handlgsw.), alle aus Menschen-oder Thierhaaren zum Luxus bereitete Arti-kel; wie Bänder, Locken, Ringe, Wulsteu. s. w.; sie sind größtenteils das Werkdes Friseurs.

Haar-arttzrien (Anat.), s. Capillar-arrcricn. H.-aus fallen (Med ), s. unk.Haare 1). H.-bänder (Anat.), die Ci-tiarfortiätze (s. d.).

Haar > ba.llen (Thierarzn.), Massen InForm einer glaltqed,rücklcn Kugel, die manhäufig in den Magen de« Rindviehs, derKälber, Scha'c und mehrerer Thiere fin-det, und die aus Härchen besteben, diefilzartig mit Sand, Stroh oder Kalkerdeuntermischt, durch den Magensaft der Thierein eine zusammenhaltende Masse gebrachtsind. Sie entstehen, indem die Thiere ihreeigenen Körper belecken, oder bei noch sau-genden Thiere», indem der Körper derMutter- von ibnen beleckt wird und so diesich lösenden Haare niedergeschluckt werden,die dann sich mit den andern Stoffen, d:esie im Magen staden , verbinden. Sie sindmeist unschädlich; doch können sie auch, in

Menge