Haarband
Menge angehäuft, indem die Verdauungdadurch gestört wird, Abmagerung desThicres zur Folge baden. (?-.)
Haar-band, 1) ein aus Haaren ge,klöppelteS oder geflochtenes Band; 2),(Pe.ruckenm.), ein Band von verschiedenerBreite, gewöhnlich von Seide, woraufHaartressen (s. d.) genäht, sind; wird vonFrauen, statt einer Haartour (s. d.) überder Stirn, am öftersten mit Locken frifirt,um den Kopf herumgesteckt oder gebunden,unter einem Häubchen getragen. 8) EinBand, Las Haupthaar damit zusammenzu-bindea, einzuflechten oder zu schmücken.
Haar-bauch (trielroZssrer äc/rn.,lrioliopocius /.acch,., Zool.), Gattung ausder Familie der Schmalfische (bei AndernUntergattung von ohseroäon); hat in derBauchfloffe statt des Strahls, einen einzi,gen weichen Faden, länger als der ganzeLeib. Art: der gekinpt« H. (r. luen-ruin), der Mund steht nach oben, der Un-terkiefer vor. (55>.)
Haar-baum (Mühlenb.), so v. w.Fachbaum.
Haar-beeren, 1) so v. w. Brombee-ren ; 2) auch wohl Himbeeren (s. b.).
Haar-b ei nigeAahnbi«ne,H.Epi-charis (Zool.), s. unter Lpioflaris.
Haar-bereiter, unzünfkige Personen,welche Menschen- und Thierhaare für ver-schiedene Handwerker durch Reinigen, Aus-sieden u. dgl. vorbereiten.
Haar-besen (Haush.),so v.w. Borst-besen.
Haar-beutel, l) (Kleidermoden), einplatter, von schwarzem Lasset, unten gewöhn-lich breiter als oben, auf beiden Seiten zusam-mengenähter Beutel, einen Finger breit unterdem Auge, biß gegen die Mitte mit plattenSchleifen besetzt oder einer Rose ähnlich; istmit Watte, auch wohl Werg ausgefüttert,damit die gehörige Höhe herauskommt. DieH. waren Anfangs bestimmt, den zusammen-gelegten Haarzopf oder das Hinterhaareiner Beutelperücke hineinzustecken. Nachder verschiedenen Mode waren die H, grö-ßer oder kleiner. Sie kamen in Frankreich-unter Ludwig XIV. auf, welcher sie seinenBegleitern aus der Jagd statt des gekräu-selten Haare« gestattete. Zu jener Zeitmachte man auch H. für Len Pferdeschweif.Jetzt sind sie allgemein außer Gebrauch ge-kommen; 2) (Sprichw.), so v. w. leichterRausch; wie es heißt, kommt das Sprich-wort von einem Major der alliirten Armeeim siebenjährigen Kriege her, welcher, wenner stark getrunken hatte, zuweilen einenH. cinband. H.-beutel-perücke, sob.w. Beutelperück«. H.-bleichen (Perü-ckenm.), die zu hellblonden Perücken nöthi-gen Haare werden gebleicht, indem man sieder Sonnenhitze aussetzt u. mit Lauge vonBuchenholzasche begießt; die rohen Haare
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küssen sich am besten bleichen; die Arbeitverrichten unzünftige Personen, Haarblei»ch er. H. - blumc (Bot.), s, Trichosanlhe«.
Haar-braren (Jägerspr.), der Ii«mer eines Hirsche«, wilden Schweines, s»genannr, weil an demselben der Schwanz sitzt.
Haar-braun (Miner.), Nelkcnbraunmit aschgrau gemischt, z. B. Holzzinn, fa-seriger Baryt.
Haar-breit, von geringer Erheblich-keit; s. Haar 7). H.-brüch (Chir.), s.unter Knochenbruch.
Haar-bürste, 1) (Bürstenm.), eineBürste von verschiedener Gestalt, mit. kur-zen scharfen Borsten, um das Haupthaarglatt zu bürsten, auch die Haut unter, de»Haaren von Schuppen zu reinigen; 2)(Uhrm. u. Metallarb.), Bürste von Ziegen-haaren zum Ausputzen des Uhrwerks undBlankmachen silberner u. goldener Waaren.
Haarburg (Geogr.), so v.w. Harburg.,
Haar-busch, s. unter Federbusch 2).
Haard, so v. w. Haardt.
Haar-Lecken (Handlgsw.), grobe, meistaus Roßhaaren, gewöhnlich mit Zumischungschlechterer Haare verfertigte Gewebe vonverschiedener Güte, die zum Einpacken vonWaaren, zu Schiffsdocken, zu Fußteppichen,zu Abwehrung der Kälte im Winter, zumDurchseihen in den Brauhäusern und, instrengen Mönchsorden und von Büßendender katholischen Kirche, zu härenen Klei-dern, Kutten, Leibgürteln rc. gebrauchtwerden. Sie kommen vorzüglich von Ruß-land und Polen, von Hamburg, Lübeck,auch von Nordhausen. (l^e.)
Haar-draht, der feinste Golddraht.
Ha ar-d rufen (Miner.), die nadel- u.haarförmigen Krystalle des späthigen Kalk-steins.
Haardt, 1) (Forstw.), «in großerStrich Schwarzholz. 2) (Geogr.), Ge-birgszug im Rheinkreise (Baiern). Z) Dorfdaselbst, unweit Speyer; hat Schloß (ehe-malige Sommerresidenz der Pfalzgrafen amRhein) und Weinbau. 3) Höhenzug desSchwarzwaldes, im Würtembergischen.
Haare (xili), 1) (Anat. u. Physiol.),bilden als feine, fadenartige, mehr oderweniger elastische, verschieden gefärbte undgestaltete Organe den, insbesondere Säug-thieren eigenen Hautüberzug. Ln sich ve-getativer Natur erscheinen sie im Thierrei-che schon auf den untersten Stufen, undzwar, wo entschieden eine eigene Oberhautsich bildet, daher schon bei Würmern; beid?n Krustenthieren dringe» sie an einzelnenStellen, wie bei Flußkrebsen, an den äußernKinnladen, den Füßen, aä den Rändern derSchalenschildcr, durch die harte «chale durchu. sind in einzelne Büschel geordnet. Höchstausgebildet sind sie bei Jnsccten, wie Rau-pen, Spinne», Hummeln, Bienen, die miteinem weichen Hautorgan versehen find, bei
welchen