Gypser
^ Scheffel gebrannten Gyps. Gyps ist nurein auflösendes und erregendes Mittel; mitNutzen wird er daher auf fettem» trocke-nem Boden gebraucht, auf nassem Bodenwird er nicht aufgelöst und bleibt ohneNutzen, auf kalkigem Boden ist er schäd-lich. Ueberhaupt saugt zu häufiger Gebrauchdes Gypsc« das Feld aus. Ob er bei tro-ckenem Wetter auf die Pflanzen gestreutderen Wachsthum befördere, ist von denOekonomen noch nicht entschieden. Vorzüg-lich gut wird Gyps, wenn man ihn denWinter hindurch an einem vor Regen ge-schützten Orte oft mit Mistjauche begießtund im Frühjahre, mit etwas Asche ver-mischt, ausstreut; 2) etwas aus Gypsformen. Bgl. Gypsarbeiler. (ö^L.)
Gypser, s. Gypsarbciter.
Gyps-erde (Miner.), s. unter Gyps.G.«strich (Baut.), s. unter Estrich. G. -figuren, s. unter Gypsarbeiter. G. -form (Technol), s. unt. Form 7). G. -gebirge (Geol),G ebirge, dessen Haupt-masse Gyps ist; sie haben oft große Höh-len, und. da wo ste ausgehen, findet sich oftSalz. G.-gießer, s. unt. Typsarbeiter.G.-guhr (Miner.), so v.w. Gypserde, s.unk. Gyps l). G -halold, bei Mohs Ge-schlecht aus der Ordnung Haloide, mit denArten: prismatoidische« GypSha-lokd, so v. w. Gyps, und prismati-sches G.» so v. w Anhydrit.
Gyvsilis (a. Geogr.), Eiland im Sr-
NU» Xrabicus.
Gyps kalk (Bauk.), so v. w. ge-brannter Gvps, s. Gyps Z) u. Gypsbrennen.G > k e il ( Miner.), spathiger Gyps vonMonimarkre. G.-kraus, s. Gyp'ophila.
GypS-kugeln (Mjner.), Kugeln mitGypskryltallen angefüllt; sind bisweilenhohl, bi-weilen durchsichtig. G.-leber-stein (Miner.), so v. w. StinkgypS, s.unter Gyps l). G.-malerei Frescoma.lerei (s. d.) bei wel-ter Gyps Grundlage ist.
Gyps-macmor (Technol.), aus Gypsbereitete Masse, die nach tem Erkalten,Schleifen u. Poliren dem natürlichen Mar-mor sehr gleicht. Man bereitet auf ineseArt Platten, die sowohl als Tiichblätler,als zum Uct-erziehen von Wänden u Fuß-böden, benutzt werden können, oder auchals Säulen zu Kaminen u. s. w- Er kannweiß und bunt in verschiedener Art bereitetwerden; in Italien ist es sehr gewöhnlich;taugt aber nicht an Ort«, die der Feuchtig-keit LUsg-s'tzt sind. (/>,.)
Gyps-mehl (Miner.), l) so v. w.Gypserde, s. unt. Gvos, 2) auch gebrann-ter und gepulver'er Gyps. G -Mergel(M n ral. , Mergel, dem e Niger Gvpszugeiügl ist. G. - mdrtel, s. unter Gyps2- und 3). G.-wühle, s. unter Gyps-
brennen. G. - ofen , i. u»'. Gyosbrennen.
Gypiöphila <A. ii..), PflrnzengaNung
EncycloxLd Wörterbuch. Achter Band.
Gyrrou 705
aus der nat. Fam. der Cacyophyleen, zur10. Kl. 2. Ordn- des Lin». Syst, gehörig.Einheimische Arten: A. repvn,. psnicri-Ista, fsstißiats, muralis, suxisrsAL, ge-meine Pflanzen.
Gypsos (a. Geogr.), Ort oder Inselin Ober-Aegypten oder Aethiopien; unterden Kaisern Deportationsort.
GypS. puppen, s. unt. Gypsarbeiter.G.-rosen (Mineral.), s. unt. Gyps l).G.-sand, so v. w. verwitterter Alabaster.G.-schlagen, s. unt. Gypsbrennen. G.,sinter, tropfsteinarriger Gyp«. kn ver-schiedenen Gestalten sich findend. G., spath,s. unter Gyps 1). G. > stein, s. u. Gyps.G.-tisch, ein gewöhnlicher Lisch mit einer3 Zoll hohen Einfassung, auf welchem derGypsbrei zu Stukkalurarbeitcn u. dgl. be-reitet wird.
6^xsui» (Botan., Miner, u. Chemie),s. Gyps.
Gypsum <a. Geogr.), f. Gypsos.
Stratus (bot. Nomencl.), so v. rv.^nnularu» (s. d ).
6 xrsäIvo ( Zool.), sov. w. Edelfalke 2).
6^ri (Anat.), Windungen, besonder«6. cerebrale,, Gehirnwindungen, s.unt. Gehirn. Vgl. Darmkanal.
O^rinite» und kvrltiu» (Zool.),s. Drchkäfer.
Gyrocarpus (^. ckary.), Pflanzengat-tung aus der nalün. Fam. der Tbymeleen,Gruppe der Burideen, zur Polygamie, Mo.nöcie des Sinn. Syst, gehörig. Arten:americsnu» und ssiaiious, in Sud,Ame-rika and Ost-Indien heimliche Bäume.
Gyriskne (a. Geogr.), Ortlchaft derOrekaner, in Ilisparria karraccineiiri,;das heutige Guisona.
O^roxöna ( ß^rogonite», Zool.),bei Lamark diejenig-n Numulilen. derenSchale an der Spitze durchbohrt ist FossileArt: rnessicsAimuIs.
Gyromantlr (v. gr ), Wahrsagungaus oder mit gezogenen Kreisen.
Gyrophöra (ß. ^cä.), Pflanzengat-tunq au« der natürl. Familie der Lichenen.Ordn. Istiotlialsrrii. Arten: großentheilseinheimische, an Steinen und Bergen wach-sende Flechten.
6yröpu, (Zool), s. Sprenkelfuß.
Gyr.ovägi (Mönchs« ), 1) Mönche,die im 5. Jahrh. ihre Klöster verließenund unter dem Vorwände frommer Buß-übungen im Lande herumzogen sich dengrößten Ausschweifungen überließen, jaselbst Straßenraub begingen und nur durchdie schärfsten Gesetze unschädlich gemachtwerden konnten; 2- Presbyterianer, we'cheim Lande Umberschweiflen u. lehrten, ohneeine bleibende Stätte zu haben. <M-t.)
Gyrron (Myth.), Bruder de« Phle-gyas, Gründer von Gyrtone in Thessalien.
I p Dasselbe