Druckschrift 
8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
Entstehung
Seite
702
Einzelbild herunterladen
 

702 6^MN080IN3

gegen 3 Fuß lang, im Fleische des sxarusras». l).-riosums, s. Kugelfliege.

Gymnosophisten (v. gr.), indische,oft die gewöhnliche Kost und Kleidung ver-schmähende (daher wohl der Name) Philo-sophen, schon zu Alexanders d. Gr. Zeit,die die Seelenwanderung annahmen (des-halb und, um in einen reiner» Zustand frü-her zu gelangen, nicht selten sich selbst ver-brannten svgl. Kalanos und Zarmaros)),das Wesen der Philosophie in lobte Con-templation und strengste asketische Uebungzur Tödtung der Sinnlichkeit und Verach-tung aller irdischen Güter setzten. Sie stan-den lange als Rathgeber der Könige undRichter in Ansehen. Als zwei Klaffen vonihnen werden genannt die Brachmanen undGermanen oder Samanäer (s. b.). (äcä.)

Gymnospkrmia (x., bot. System ),nacktsamige, 1. Ordn. 14. Kl. oder derDidynamie des Linn. Syst-, mit unbedecktim Kelche liegenden, nicht mit einer Kap-sel umschlossenen, meist 4 Saamen. Vgl.Angkospermia. G-- sporängium (x.//ect-e,.), Pslanzengattung zur natürl. Fa-milie der Algen. Arten: auf faulem Holze.G.-stikchys (g. /?. -1-.), Pslanzengattungaus der natürl. Familie der Aroiden, zurMonöcie, Tetrandrie des Linn. Syst, gehö-rig. Art: x. »ncexs, in Neuholland.

n o stöniii (bot. Nomencl.), so v.w-k^innoyorisroinii. Gymnvstomum(x. Lellw.), Laubmoosgattung, mit offenerkahler Mündung, hinfälliger, sich von un-ten auf spaltender Hauhe und zahlreichenArten. G. ,-styles (A. Pflanzen-

gattung aus der natml. Fam. der Zusam-mengesetzten, Ordn. Eupatorinen, zur 2.Ordn. der Syngeneste des Lin». Syst, ge-hörig. Arten: nicht sehr ausgezeichnete neu-holländische und südamerikanische Pflanzen.Q^ninorlrecia, nach Persvon, dieKlaffe der Pilze, woran der Fruchlboden,der Schwamm selbst, offen ist, und aneinem gewissen Theile die Samenkapseln(rliecss) hervorbringt, oder mit einer saa-mentragenden Feuchtigkeit, oder einem Sa-menreife besetzt ist. 6.- nolirörax (Zool.),s. Muräne. Gymnothrix (§. L),Pflanzengattung aus der natürl. Fam. derGräser, Ordn. Paniceen, zur 3. Kl. 8.Ordn. des Linn. Systems gehörig. Arten:südamerikanische Gräser. K^mnörui(Zool.), gewöhnliche, aber falsche Bildungfür x^mnanotus, so v. w. Nacktrücken.

Gyn (Schiffb.), so v. w. Gy.

k^nLooöuin (lat., v. gr. Gynä»keion), 1) Wohnung der Weiber bei denGriechen u. Römern (vgl. Andren); es warin dem entlegensten Theile des Hauses an-gebracht, wodurch zugleich den Männern dieAufsicht erleichtert ward; gewöhnlich eingroßer Saal (Oikos), wo die Hausfrau denTag über arbeitete; auf beiden Seiten das

Gyneterla

Schlafzimmer der Frau (Thalamos) u.derAmphithalamos(s. d.); 2) später, Haus,worin, meist von Weibern, für den Kai-ser gewebt wurde. (§-?/».)

Gynäkokosmos (gr. Ant.), so v.w.Gynäkonomos.

Gynäkokratle (v. gr.), Weiberherr-schaft.

Gynako-kratumeni (von Gynäko-kratümenos, der sich von seiner Frauoder überhaupt von Weibern beherrschenläßt, a. Geogr.), nach Plinius ein sarma,tifches Volk, welches um die Mündung desTanais am Gestade des kslus IVIaeoris hau-sete, ein Volk, wo die Weiber Herren waren.

Gynäkologie (Med.), Lehre von derNatur, der Geschlcchtsverhältniffe und denKrankheiten des weibl. Geschlechts. G y-komanie, Liebeswuth der Männer.

Gynakon(a. Geogr.) .Hafenstadt Thra-kiens, in der Nähe von Byzanz.

Gynäkonrtis, so v. w. Gynäceum.

Gynäkonomos (gr. Ant.), in AthenMagistrat, Aufseher über die Sitten, z. B.Prachtliebe der Weiber, zugleich über Hoch-zeiten, Gastmahle, Opfermahle rc., da-mit diese nicht zu verschwenderisch gehal-ten wurden.

Gynäköpolis (a. Geogr.), Weiber-stadt im Delta von Aegypten, zwischenAlexandria und Memphis; jetzt in Ruinen.

Gynäkothoas (Myth.), Frauengast,Beiname des Ares zu Tegea. Als einst dieFrauen dieser Stadl, geführt von Mar«pcffa, die Lakedämonier besiegt hatten,brachten sie dem KriegSgott ein Opfer, wo-bei alle Männer ausgeschlossen waren.

Gynandrik (6^il»nstri»,bot. Sy-stem.), Weibermännige, 20. Kl. des Linn.Syst., Staubfäden mit dem Pistill ver-wachsen. Ordnungen nach der Zahl derAntheren.

Gynändrische Dichogamre (Bot),s. unter Dichogamie.

Gynändros (gr., Anthropol.), Zwit-ter (s. d.), mit verwaltender weiblicherBildung.

6 ^ ll Sn ä ru» (Bot.), s. u. LpiA^nus.

Gynblockstrop (Schiffb.), s. u. Gy.

Gyndes (Gindes, a. Geogr.), FlußAssyriens, der im Osten des Tigris floßund im Süden von Apamea mündete; jetztDiala.

Gvndes (Geogr.), s. Schalt el Hab.

Gynkrium (A- 12-.), Pflanzengat-tung au- der nar. Fam. der Gräser, Ord-nung Avenaceen, zur Diöcie, Triandrie desLinn. Syst, gehörig. Arten: A. xroce-ruin, »»cliaroiäe» , in Süd-Amerika.

Gynetkria (g. ^-1-1.), Pflanzengat-tung aus der nar. Fam. der Zusammenge-setzten, Ordn. Cynareen» zu der Gruppeder Ccntaureen und zur 3. Ordn. der Syn-genesie des Linn. Syst, gehörig.

Gyn-