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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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Gylongs Gymnasium 699

chm Krieg mit der andern Secte, und ihreMacht erhielt die höchste Stufe, als der Kaiservon China sich für sie erklärte- (7l. 7).)

Gylongs (Lam. Rel.), gemeiner Geist-licher. Vgl. Bogdo Lama.

Gymer (nord. Mylh.), s. Äger.

G y m n a d r n i a (x. 7t. 7l-.), Pflanzen-gattung aus der nat. Fam. der Orchideen,Ordn. Keropazcn, nicht allgemein aner-kannt, und theils unter Orchis, theili un-ter Satyrium (s. b.) gestellt.

Gymnäsophrstäfa. Geogr.), falsch fürGymnosophisten (s. d.), von alten Geogra-phen irrig für einen Völkerstamm in lnäiaIntra Sanxeni, zwischen dem Flusse Gangesund Bibaris angenommen.

Gymnändra (g. 7>a77.), Pflanzengat-tung aus der natürl. Fam. der Personaten,Ordn. Rbinanthcen, zur 2. Ordn. der Di-dynamie des Linn. Syst, gehörig. Arten:x. rltsic», inceßrikolis, nördliche Ge-birgspflanzen u. a.

Gymnanthrra (§. 7?. 7lr.), Pflan-zengattung aus der nat. Fam. der Contor-ten, Ordnung Ajklepiadeen, zur 5. Kl. 2.Ordn. des Linn. Syst, gehörig. EinzigeArt: x. niriäs, in Neu-Holland.

Gymnasiast (v. gr.), Schüler aufeinem Gymnasium.

Gymnäsium(lat., v-gr.), 1) (Gym-nasia, d. h. ein Ort, wo Leibesübungenvsrgenommen werden), öffentliches Ge-bäude (zuerst zu Lakedämon), in demdurch Spiele und körperliche Uebungfür die Bildung des Körpers und durchUnterricht für die des Geistes, kurz fürUnterweisung in allen Künsten des Friedensund des Krieges gesorgt wurde. Mit derAbnahme der G. en in Griechenland warder Verfall der Nation genau verbunden.Keine Stadt in Griechenland hatte nichtwenigstens Ein G. Früher war das G. eingeebneter, eingeschlossener Platz mit ver-schiedenen Abkheilungen zu verschiedenenSpielen (z. B. zu Elis), hernach mitPla-tanen-Alleen des Schattens wegen bepflanzt,die sich später in Säulengänge verwandel-ten. Diese bekamen in der Folge verschie-dene Abtheilungen; Weise singen an, derJugend hier Unterricht zu ertheilen, undfür diese wurden besondere Gebäude, Ere-drä, angelegt, die seither daneben befindli-chen Bäder wurden mit den G.en verbun-i den, und zeitig füllten die viererlei Jim-I wer, Säulengänge, Stadien, Alleen, freie

k Spatziergänge einen sehr beträchtlichen

Raum. Als in der Folge bei den Römernauch öffentliche Bäder hier angelegt wur-den, die bald den Hauptthcil des Gebäu-des ausmachten, kam für den Namen G.der: Thermen (s. d.) auf. Nach Vitruv(derjedoch natürlich hier nicht die Beschreibungaller G.en gibt, sondern die von einem,als Muster, als man auch noch keine G.en

in Rom kannte sdas erste G. in Rom sollNero erbaut Habens), war das G. folgen-dermaßen gebaut: In einem Viereck oderOblongum (2 Stadien im Umfange) warein Pertstyl angelegt, 4 Säulengänge, Zeinfache und 1 doppelter; hinter dem einfa-chen die Exedrä der Weisen, hinter demdoppelten die Vorbereitungszimmer zu denUebungen, die Bäder und das Ephebeion(s. d.), rechts davon das coriceurn, danndas Kanisterion, endlich, im Winkel desPorticus, das Lutron (kalte Bad); rechtsvom Ephebeion das Eläothosion, worandas b'riAiüarium stieß, daneben das war-me Bad (s. unt. Bad). Außer jenem Peri-styl befanden sich 3 Säulengänge, 1 miteiner -Doppelreihe und, links und rechtsdavon, 2 einfache Reihen; in beiden letz-ter», in etwas vertieftem Fußboden, dieStadien (s. d.); längs der Umfassungs-mauer des ganzen G., und der äußerstenSäulenreihe eine 10 Fuß breite Gallcrie(Xystum) für die Zuschauer. Der Raum inner-halb des inner» Peristyls war frei, nur miteiner Plakanen-AUee durchschnitten, die Ru-hesitze enthielten. Zunächst den Säulengän-gen waren Spatziergänge (Peridromides, Xy,sti), zugleich Uebungsptätze für Athleten beiHellem Wetter. Am Ende dieser Spatzier-gänge.befand sichda« große Stadium zu öffent-lichen Spielen (jene dienten nur zu Pri-vatübungen). Wie diese Angaben Vitruvszu verstehen, lehrt Vieth in Encyklop derLeibesübungen, Berlin 17S4, 95, 2 Bde.Geziert waren die G.en mit Sratüen, Al-tären, Hermen, Gemälden rc., reichlicherals andere Orte. Berühmte G.en warenzu Elis, Olympia, Sparta, Theben, Athen(hier 5, unter denen die 3 berühmten:Akademie, Lykcton, Kynosarges). StattG. findet man auch den Namen Palästra(so bei Vitruv), obgleich dies nur eigent-lich der Theil des G s war, wo die Uebungdes Fünfkampfs (Pentathlion, s. d.) ange-stellt ward. In den G.en übte sich der Knabeunter Anweisung des Paidotribes instark u. gelenk machenden Kämpfen vom 7.Jahre an; wer dagegen ein Kämpfer vonProfession (Palaistes, Athletes) werden woll-te, fand in der Palästra bei dem Gym-nastes Anleitung. Die Aufsicht üher dieG.en und die Verpflichtung, junge Leutezu den Festchören für seine Kosten in dennölhigen Leibesübungen unterrichten LU las-sen, mit besonderer Wachsamkeit über dieGesetze des Anstande« und die Re'nigkeitder Sitten, hatte in Athen der Gymna-siarch, ein reicher Bürger, der, vermögeder Leiturgia (s. d.), gewöhnlich auf I Jahrvon seiner Phyle gewählt, dazu verpflich-tet war. Zum Zeichen seines Amtes undseiner richterlichen Gewalt trug er ein Pur-purgcwand und einen Stab, auch durste eröffentliche Spiele anstellen. Bei den Römern

schränk-