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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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<4 Gaffori

Gaffört (Franchino), geb. zu Lodi1451? widmete sich der Musik, lehrte siezu Verona, Genua, Neapel und Lodi undst. zu Mailand 1520. Man hat von ihm:Heeoriouni oxu» lrsimonicno 8iscipsi-ti»o, Neapel 1480, 4.

Gag (Geogr.), Insel in Westen vonNeu-Guinea (Australien); hat Halen, istEinkt'hrort der Schiffer, die von Waigiunach Gilolo fahren; wird zu den Moluk-ken gerechnet.

Gagi (a.Geogr.), Stadt in Lykien, ander Mündung des Limyros; nach Dioskori-des durch den Stein merkwürdig, der nachihr Gagat genannt ist. G a g § m i r a,Stadt im Lande der Kaspirier, in Instirintra KaiiAem. Gagänä, Ortschaft inDacien. Gagära, Stadt in Albanien.

Gagas (Geogr.), so v. w. Schaggas.

Gagat (Gagät-kohle, Miner.), sov. w. Pechkohle.

Gagclüda (a.Geogr.), nachPtolemäo-,Nil-Insel in Aethiopien, unfern Tergedum.

Gagäyan (Geogr.), Provinz auf derInsel Manila, Gruppe der Philippinen»bewohnt von den fleißigen Lagalen undeinem rohen GebirgSvvlke.

6»§o (fr.), 1) Pfand (daher 6. 8',-inour, LiebeSpfand); 2) Gehall, Be»svldung.

Gage (Jagdw.), die Gesammtzahl derFalken, welche auf einmal zum Britzen aufeinem hölzernen Gerüste (Trage), vondem GagetrZger hinausgetragen werden.

Gagel (Bot.), 1) das PflanzengeschlechtMyrica (s. 6.); 2) des. die Art: invrica gslo.

Gager» (Hans Christoph Ernst Frei-herr von), geb. zu Klein-Niederrhein beiWorms 1766; ward 1791 fürstl. naffau-usingischer Gesandter In Regensburg, trataber als geheimer Rath und Regierungs-präsident in Nassau» weilburgische Diensteund war einigt Zeit Gesandter der naffaui-schen Höfe in Paris. 1813 ward er zumStaalsminister in Dillenburg ernannt, ver-ließ aber die tcutschen Staaken u. ging, thä-tig für die Befreiung Deutschlands wirkend,nach England. In der Folge ward er vomKönig der Niederlande zum Staatsministerernannt, war bis 1818 nieder!. Gesandteram Bundestage zu Frankfurt und privati-sirt jetzt in Hornau bei Höchst. Seine wich-tigsten, meist anonymen, Schriften sind;die Resultate der Sittengeschichte, 4 Boe.,Franks, a. M. 1808, 18lS; die National-geschichte der Tcutschen, Wien 1813; Bei-träge zur Zeitgeschichte, ebend. 1314; lieberdie Auswanserung der Deutschen, Franks.1817; lieber Leutschlands Instand u. Bun-desverfassung, Stuttg. 1818; Mein Antheilan der Politik, ebend. 1823. (/,».)

Gage« (Jean Bonaventure Dumont,Graf de), geb. zu Mon« 1682; begleitetePhilipp V. nach Spanien und diente in

Gahanbar

der Walloncngarde. Im I. 1740 wohnteer als Generallieutenant dem Feldzüge derSpanier in Italien bei, erhielt 17-tL denOberbefehl über die spanisch-italienische Ar-mee, schlug die Oestreicher bei Campo-Santv, nahm Vocera, Lodi und Mailand,nöthigte 1746 Len Fürsten von Lichtenstrinzum Rückzüge; allein der Rückzug des Jn-fanten Don Philipp nöthigte auch ihn zudiesem Schritte. Nach Philipps V. Lodeübergab er den Oberbefehl dem Marchesede las Minas, erhielt von Ferdinand VI.die Eommandantenstelle zu Biltoria, warddann Generalcapikän von Navarra und st.zu Pampeluna 1754. (L,.)

Gage-träger, s. unter Gage.

Gäggcnau (Geogr.), Dorf im Land-amtc Rastadt des Murg - und Pstnzkreiscs(Baden); hat gegen 1000 Ew. und ein«berühmte Glashütte (240 Arbeiter).

Gagliärdc, so v. w. Gaillarde.

Gagliärdi (Domintco), päpstl. Leib-arzt zu Rom, zu Ende des 17. oder An-fang des 18. Jahrh.; des. bekannt durchseine Xnarome orrinm, Rom 1689, diedes. lehrreich zur Kenntniß der InnernStruktur der Knochen ist.

Gago (Geogr.), so v. w. Cabi.

Gaguin (Robert), geb. zu Colline beiArras, Geistlicher; ward von Karl V111.und Ludwig XII. zu verschiedenen wichti,gen Unterhandlungen gebraucht und st. zuParis 1501. Man hat von ihm: Xnn»Ie»rorum gsllioaruw, Paris 1521,4., u.a.,oft, zuletzt Paris 1758, Fol.; 8« »ree r»e-tric», Paris 1477; 8« orixine er Ao-«ti» liLucorum, Paris I486. (/./.)

Gah (Pers.), 1) Ort; 2) Zeitraum.Im letzter» Sinne wird cs gebraucht: a)von den Abtheilungen des Tage«. In den7 Sommermonaten theitte man den Tagin 5, in den 5 Wintcrmonaten in 4 Gahs;b) von den 5 Zusatzlagen zum Sonnrnsabrevon 360 Tagen. Alle diese Gahs wurdenals weibliche Jzeds, als Töchter Ormuzdsgedacht und mit Anbetungen verehrt. Manbetrachtete sie als die Wohlthäkerinnen derMenschen, sowohl in geistiger als leidlicherHinsicht. (7t. />.)

Gahanbar (pers.), Name von 6 fünf»tägigen Festen, welche Djemtchid zum An»denken der 6 Zeiträume, in welchen Or»muzd alle Wesen schuf, angeordnet hatte.Es waren Mediozerem, Medioschcm,Petefchem, Eiathrem, Mediarem,Hamespcthmedem. Alle G.s warenFreudenfeste. Zugleich wurde» sie als Jzedshypostasirt und angerufen, Mediozeremals Geber des Rahrungssaftes, Medioschemals Urheber der Naturgrüne. Petefchemals Geber der erquickenden Wärme, Eta-threm als Hervorbringer der Pflanzen undKräfte, Mediarem als Quell aller Segnun-gen und Güter und Hamcspelhmedem als