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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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GasoS

" G ä s o < (a. Geogr.), Fluß in Klein-Asien, der bei Priene vorbeifloß und sichin einen Binnensee ergoß; jetzt Saursum.

Gäste (Schiffsw.), f. Gasten.

Gästrikland (Geogr.), d. i. Gast-frciland , Landschaft in der schwedischen Pro-vinz GeflebvrgSlän; ist 58§ QM. groß,har mooriges und bergiges Land, doch auchfruchtbare Ebenen; bringt Getreide, Flachs,besonders Eisen und Kupfer. HauptstadtGefleborg. (^>.)

(Zsesuin (lat.), s. unter Eaesatao.

Gaeta (Geogr), Seestadt und Festungin der Provinz Terra di Lavoro (Neapel),auf einer Erdzunge, deren 2 Hügel sehrstark befestigt sind, eine der besten Festun-gen (das italienische Gibraltar); hat Ha.fen im Meerbusen gl. Nam., Bischof, 14,900Ew. G- bekam nach der Sage (Birgil.Aenei« 7, 1), nach der Cajeta, desAeneas Amme, die daselbst begraben seinsoll, den Namen Cajeta. Auf jeden Fallwar es eine alte, vor Rom gegründeteStadt. Nach dem Untergang deS römischenReichs hatte G eine Zeitlrng republikani-sche Verfassung und ward später von Her-zögen beherrscht, die den Papst als Ober-herrn anerkannten. 1435 nahm König Al-fons von Aragonien die Stadt ein u. legtenoch mehrere Werke, so die Citadelle an.Es blieb nun bei Neapel. 1702 stürmtees der Lstreichifche General Daun nach drei-monatlicher Belagerung, 1734 eroberten esdie Spanier u. Sardinier, unter des nach-maligen Königs Karl von Neapel persönli-cher Anführung, nach fünfmonatlicher Bela-gerung, 1806 vertheidigte der Prinz vonHessen-Philippsthal G. aufs tapferste ge-gen die Franzosen, und die Festung ergabsich erst nach einer Belagerung von mehrals 5 Monaten, nachdem der Prinz schwerverwundet nach Sicilien übergeschiffr war,1815 und 1821 hielt es sich eine Zeit langgegen die Oestreicher. Merkwürdig ist, daßhier Karl von Bourbon (s. d. 1), der beider Erstürmung Roms durch die TruppenKarls V-, als im Kirchenbann verstorben,in einem Glasschranke getrocknet aufbe-wahrt wird. Auch der Prinz von Heffen-Philippsthal liegt hier begraben. (-^5-. u.

Gaeta, Herzog von, s. Gaudin.

Gaetänus, s. Cajetanus.

G 8 tara (a. Geogr.), so v. w. Gangara.

Gäten (Gärtn. u. Land-.), das zwischennützlichen Pflanzen wachsende Unkraut Her-ausreißen; bei pcrennirenden oder solchenPflanzen, wo die zerstückelten Wurzelnneue Stöcke werden, müssen auch die War-zeln sorgfältig mit herausgenommen werden.Das Gäten geschieht meist mit einer kleinenHacke, in den Baumschulen mit einer Ga-bel, welche kurze Zucken hat.

Gät> hacke (Gärtner), so v. w. Aus-gäkhacke. Gäk-Haue (Weinb.), das

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zweite Behacken der Weinberge.

Gät-kraut, so v. w. Unkraut.

Gätsch (Brauer), so v. w. Oberhesen;s. unter Bierhefen.

Gllrtuli (a. Geogr.), großer Volks-stamm im südlichen Dflauritsicka tinAirsna,wahrscheinlich das Stammvolk der heutigenBerbern. Wie diese, nahmen sie die Ge-genden auf und um den Atlas ein, warenein wildes kriegerisches Volk, das aber einewenig gereqetle Verfassung hatte und inden afrikanischen Kriegen der Römer esbald mit diesen, bald mit ihren Feindenhielten und nie ganz bezwungen wurden.Nach Skrabo waren sie Nachbarn der Ga-ramanten, des letzten Volks, das die alteGeographie kannte; sie theilten sich in G.Darä und G. Nigri (Melanogätüli,von weit dunklerer Farbe). Ihr Land hießGätülien. (71k.)

Gätülicus (a. Lit.). Unter diesen Na-men hat die griechische Anthologie 9 Epi-gramme- Ob ein G. der Verfasser der-selben sei, ist noch nicht bewiesen.

Gäüchos (gr., Myth.), so v. w. Afpha-liäos.

Gafälva (Geogr.), Bezirk in der Ge-spannschaft Kokelburg (Ungarn); hat 16Ortschaften.

Gafat(Gafates, Geogr.), Volk inOber-Abyssinicn (Afrika); wohnt am Nil,ist zahlreich, hat eigene Sprache, betet meh-rere Götter, bes. den Nil an.

GLffarel (JacqueS), geh. zu Mannesin der Provence 1601, Bibliothekar desCardinals Richelieu; ging 1626 und 1632auf dessen Befehl nach Italien, um Manu«scripte und Bücher zu sammeln, und st. zuSigvnce, in der Diöccs von Sisteron, 1681.Man hat von ihm: ^bäita äivänas cab,m^'iteri-r äekensa, Pari- 1625; 6u-riosites inouie »ur la »culptwrs kslis-insni^ue ties kerssits etc., cbend. 1629, u.m. lat., 2 Bde , Hamb. 1676—78, u. m.

Gaffarrlli (Gaetan), s. Caffarelli.

Gaffel, so v. w. Zunft, Innung; da-her Gaffelherren, Abgeordnete desRaths, welche den Versammlungen derHandwerker beiwohnen, u. Gaffel-knecht,so v. w. Zungmeister oder ein Diener einerZunft. Gaffel-meister, so v. w.Obermeister.

Gafscl-baum (Schiff-.), ein Baumhinter dem großen Maste, mit einem ga-belförmigen Ausschnitte, welche« den gro-ßen Mast von hinten umfaßt. G.-schnik,s. unter Schnik. G.-segel, ein schräggeschnittenes vierseitiges Segel, das miteiner Seite an den Mast, mit der obernaber an einen Baum befestigt wird, derden Mast mit einer Art Gabel umfaßt u.das Segel oben ausspannt.

Gaffern (Salzw ), von einer beschä-digten Pfanne tropsenweis auslaufen.

Gaf-