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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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reien u. bgl. erziehen und damit einen auS-gebreitetcn Handel treiben; 2) an Häfen,der Aufseher über die Eßwaaren; 3) inmanchen Gegenden diejenigen Dorfbewoh,ner, welche ein Haus und nur weniges Feldbesitzen (vgl. Bauern, Koffäthe, Häusler);4) so v. w Hausfchlächtcr. 5) (Zool.),so v. w. Gartenammer. (H)

Gärtner, 1) (Karl Wilhelm G.v. Rohr sch orf), geb. zu Dresden 1700;ward 1727 Professor der Rechte in Leip-zig, 1733 Apellationsrath in Dresden,ging 1749 nach Wien und st. daselbst alskaiserlicher Reichshofrath 1760; schrieb:Instirutione» juris criminalis, Leipzig1729; Westfälische Friedenskanjlei, ebend.173133, 9 Bde.; Epkens von RepgowSachsenspiegel, ebendas. 1732, Fol. 2)(Karl Christian), geb. 1712 zu Frei-derg im Erzgebirge; studirte zu Leipzig u.machte dort Gellerts und Rabcners Be-'kanntschaft. Seine ersten Gedichte erschie-nen in den Belustigungen des Verstandesund Witze-, welche Gottscheds Freund,Schwabe, herausgab. Auch arbeitete erunter des erster« Aufsicht an der Ueberse-Hung von Bayle's Wörterbuchs und ver-teutsche einige Bände von Rollins Geschich-te. Ale die Armseligkeit der Goltsche-dischen Schule und der Mangel einer stren-gen Auswahl der Beiträge zu den Belu-stigungen G. sichtbar ward, begann 'erin Verbindung mit I. A. Cramer, Ad.Schlegel und Rabener, zu denen sichspäterhin noch Ebert, Gisecke, Zachariä,Geliert, Klopstock u. Andere gesellten, dieHerausgabe einer Zeitschrift, unter demTitel: Neue Beiträge zum Vergnügendes Verstandes und Witzes, welche allge-meine« Auffehn erregte. Um das I. 1745verließ G. Leipzig und ging als Hofmeisterzweier jungen Grasen nach Braunschweig,wo er zwei Jahre später am dortigen Ca-rolinum als Professor der Moral und Rhe-torik angestellt ward. Er st. als herzogl.braunschweigischer Hofrath daselbst 1791.Außer der bereits erwähnten Zeitschrift,die von dem Verlagsort gewöhnlich denNamen der Bremischen Beiträge führt, hatG. eine Sammlung von Reden, Braun-schweig 1761; die geprüfte Treue, einSchäferspiel, ebend. 1768; die schöne Ro-sette, «in Lustspiel, Leipzig 1782, u. a m.,hecausgegeben. Auch war er^Herausgebervon Giesccke's poetischen Werren und vonI. A- Schlegels Fabeln und Erzählungen.Z) (Joseph), geb. zu Kalw 1732; stu-dirre zu Göttingen Medici», wandte sichaber vorzugsweise der Botanik zu. Nachmehrjährigen Reisen war er einige ZeitProfessor der Anatomie zu Tübingen, er-hielt aber 1768 einen Ruf nach Petersburgals Professor der Botanik und Directordes botan. Gartens; doch kehrte er nach

Gäschtwurm

einigen Reisen, des. in die Ukraine, schon1770 in seine Vaterstadt zurück, wo erausschließlich sich botanischen Studien wid-mete, weswegen er auch von neuem nachEngland und Holland reiste; st. 1791. Erhat sich ausgezeichnete Verdienste um dieBotanik dadurch erworben, daß er über dieUnterscheidung der Pflanzen nach der Frucht-bildung neue und wichtige Aufschlüsse er-theilte und so der Wissenschaft eine eigeneneue Richtung gab. Sein Werk: Zs kruo-tidus er oerninihus, 2 Bde., Stuttgart1789, 1791, mit 180 Kupfertafeln nachseinen eigenen Zeichnungen, ist deshalb klas-sisch. Eine Fortsetzung lieferte sein Sohn(Karl Friedrich) unter dem Titel:Supplsmentum csixoloeiso, Leipj. 1805,4., mit,45 Kupfern. (71». u. 7b'.)

Gärtners (x. Lam.), 1 ) nach Gärt-ner 3) benannt; Pflanzengatt, aus der nat.Familie der Rubiaceen, Ordn. Coffeaceen,zur 5. Kl. I. Ordn. des Linn. Syst, ge-hörig. Arten: lonAiüora, vsAinsra,

exotisch. 2) Pflanzengattung von Spren-gel, in ihrer einzigen Art: g. racemo-a,zu Hiptage (s.d.) gezogen. (6-,.)

Gärtnerinnen (Orden der), poli-tische geheime Gesellschaft, blos aus Frauen-zimmern bestehend, die aus Nachbildungder Carbenari's (s.d.) um 1820 in Neapelund dem übrigen Italien entstanden. Wiediese von den Köhlern, so hatten die G. Or-denstracht, Zeichen und alle Symbole vonden Gärtnerinnen entnommen. Nach der öst-reichischen Invasion nahmen sie zugleich mitden Carbonari'S ein Ende. (l>-.)

Gärtner-messer, 1) sov.w.Baum-messer. 2) ( gssreiopleous 11i., «erzioLa«-,-,., Zool), Gattung aus der Familieder schmalköpfigen Bauchfloffer (Untergat-tung von vsrsvinu,); hat einen zusammen-gedrückten, vorstehenden Bauch, nach obenstehenden Mund, kegelförmige Zähne oben,schneidende u. gekerbte unten, kleine Bauch-floffen, weit hinten stehend. Art: x. srer-nivl», braun, Seiten u. Bauch stahlblau,in Nord-Amerika. (776-.)

Gärtner-säge, sov.w.Baumsäge 1).

Gärtner-schnake (Zool.), s. unterSchnake.

vaesükas (Ant.), 1) mit einem L»s-suin (Wurfspies, leichtes Geschoß, bes.bei den Galliern» doch auch bei den Rö-mern gewöhnlich) Bewaffnete; insbes. 2)Leute in Gallien, die für Sold zu jedemKriegsdienst bereit standen. Mit ihnen sie-len z. B die verbundnen Jnsubrer u. Bojer231 v. Chr. in das Römergebiet ein.

Gäsch, Gäscht, 1) die gährende Be-wegung flüssiger Körper, und der dabeiaufsteigendc Schaum; 2) (Brauer), so v.w.Oberhefen, s. Bierhefen.

Gäscht-wurm (Zool.), so v. w. Schaum-ricade.

GL