Gansebake
Gänsefüßchen; 2) (Leinw.), eine Art gerin-ger Drillich; 3) (Seitenw.), ein Muster,dem Gänsequge ober Gerstenkorn ähnlich;4) (Numism.), ehemalige, sehr kleine unddünne chinesische, silberne, durchlöcherteScheidemünze; S) so v. w. Gerstenkorn 2).
Gänic-bake (Nahrungsmittel!.), so v.w. Spickgans. G.-blümchen, G.-blu-mr, s. unt. Bellis. G.-braten, s. un-ter Gant. G.-brust (Kochk.), eine ge-räucherte Gan«, wovon blos die fleischigeBrust benutzt ist; bes. berühmt sind die pom-merschen Gänsebrüste. G.-dtstel, s. Sau-distel. G--eier, G.-federn, G.-iett,s. »nt. Gans. G--fleisch, s. unt. Gans.
Gänse-füßchen (Gramm.), ,, —",Anführungszeichen, gesetzt, wenn die Redeeines Andern angeführt wird, daher: zurBezeichnung einer wörtlich niirgerheiltenÄußerung; eines Gesprächs zwischen 2 un-genannten Personen; einer irgend woherentlehnten Stelle; um ein angeführtes Wort,das eben der Gegenstand der Rede ist, nochbesser als durch bloßes Unterstreichen oderDurchschießen vor andern berauszuheben.
Gänse-fuß, 1) der Fuß einer Gans(f. d.); 2) (pss anrerinus, Anat.), dasvom Stamm dcS Gesichtsnerven (s. d ) aufjeder Seite de« Gesichts sich verbreitendeNervengcflecht; 3) (Pomol.), Weinsorte mitdickschaligen und gewürzhaflcn Beeren;wächst bei Tramin in Tyrol; 4) (Bot.),so v. w. Chenopodium (s. d.).
Gänse-garbe (Bot.), so v w Gän-serich 3). G.-gekrZse (Kochk). so v. w.Gänseklein. G.-grün (niercis st'o^s),Farbe des Gänsekorhs; war eine Zeit langModefarbe. G.-hals (G.-köpf,Geogr.), so v. w. Siebengebirg. G--haus (Ant ), s. unter Gans.
Gänse-Haut (cutis »»serin»), diedurch Kälte, Angst, auch in Fiebcrfrost sichzusammenrunzelnde und dadurch rauh wer-dende äußere Körpechaut.
Gänse-kl ein (Kochk.), s. unt. Gans.
Gänsekithig-erz (G. «filber, Mi-neral.), Gemenge von Kobaltbeschlag, Erd-kobalt, arseniksauerm Nickel, gediegnemSilber, Thon u. a., oder sonstige arsenik«und silberhaltige Gemenge; aus Ungarnund vom Harz. G.-köpf (Pomol.),wicthfchaftliche Herbstbirn, länglich, glatt,glänzend, grün, braun gefleckt und punk-tirt, auf der Sonnenseite braunrolh, inder Reife gelb; reift Anfangs Ockober.G. - kra n kh eit e n, s. unter Gans. G.»kraut, 1) das Pflanzengeschlecht Arabl«;
2) potonlilla »nserina und oomaruin;
3) clir^ssntbemnm leuoantlismum; 4)so v. w. Hühnerdarm (s. d. a) u. m. G. -läuse, s. unter Gans G.-latschen(G.-Pfoten, triAoneliites pes silier,',,Petrefaktenk.), versteinerte, gleichschalige,dreiseitige, unten rundliche Muschel mit 3
Gärtner 11
LängSrippen (vgl. Lrigonelliten). G.-le-ber, s. unter Gans. G.-mast, G.-nu-deln (Landw.), s. unter Gans. G. > pap-pel (Bot.), rnalv» rotnnliisolia, s. unt.Malva. G. -Pfeffer (Kochk.), so v. w.Gänseschwarz.
Gänserich, 1) die männliche Gans;2) (Bot.), potentilla »riserins, s- unterPokentilla; 3) (goldncr), »Iclrsrnilla v»l-Asris und srgentins, s. unler Alehemilla.
G än se- sä ger (G.- ta u ch er, Geogr.),s. unter Sägctaucher. G.-schmalz, so v.w. Gänsefett. G.< schwarz, s. unt. Gans.G.-seuchc (Sandw.), f. unter Gans.
Gänse-spiel (Spielw.), Spiel mitWürfeln, zu dem ein Bild gehört, woraufin 63 Abteilungen nach Nummern Gänseund allerhand andere Dinge abgcbilder sind,und wobei Gewinn oder Verlust »pn denZahlen abhängt, die man wirft, u. denenentsprechend man mit einem Satz ai>f demBilde vorwärls oder rückwärts gelangt.
Gänse-stall, G.-steige, s. unterGans. G.-stöckchen (bellis psreirriis,Bot.), s. unter Bellis. G. - thaler (Nu-mism), so v. w. Ludgerthaler. G..trist (Landw.), 1) die Gerechtigkeit, Gänseauf den Aeckern, Wiesen und Angern zuhüten; 2) ein grüner Anger, auf welchemLies gewöhnlich geschieht. G.-wälger,so v. w. Gänsenudeln. G.-weide, so v.w. GLnsetritt. G.-zucht, s. unter Gans.
Gänsfleisch zum Guttenberg, s.unter Buchdruckerkunst (Gesch.).
Gänsin (Zvol.), die weibl. zahme Gans.
Gänze (Hüttenw.), so v. w. Elsen-gänse; s. unter Eisenschmelzen.
Gärbeliren (Hüttenw.), Eisensteinauf dem Rennberde mit hölzernen Häm-mern in eine Masse schlagen und ihn sozum Schmelzen vorbereiten.
Gärben u. s. w., s. Gerben u. s. w.
Gärberstein (Geogr.), Spitze desthüringer Waldes; 2147 Fuß hoch.
Gärd (Geogr.), Härad in der schwedi-schen Provinz Ehristianstadlän, mit derHauptstadt Christianstad.
Gärten, s. Garten.
Gärten des Königs und der Kö-nigin (Geogr.), Inselgruppen von großerAusdehnung, die, jene im Norden, diese imSüden die Insel Cuba umziehen, zum TheilFelsenklippen und zum Tyeil fruchtbar sind.
Gärtner, 1) der die Anlegung undden Anbau eines Gartens versteht und be-treibt. Die G. lheilen sich inGemüse- od.Krautgärtner, welche die gewöhnlichenGcmüseiorten erbauen, in Kunstgöirt-n er, welche die Erzeugung der feiner» Gomü-sesortrn und Blumen allerArl, und die Be-handlung erotischer Pflanzen in Gemächs-und Treibhäusern, so wie Las Anlegep ge-schmackvoller Gärten verstehen, in Han-delsgärrner, welche vorzüglich Säme-reien