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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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10 Gährsiock

auf setzrn zu können, damit derselbe in deradern Wärme besser aufgehe. G.-stock(Brauw.), so v. w. Gährbottich.

G ä h rung (ksrinsntstio), 1) (Chem.)»die von selbst erfolgende Entmischung vege-tabilischer und animalischer Substanzen,wenn solche in gehöriger Verdünnung einermäßigen Temperatur der Atmosphäre aus-gesetzt werden. Es entstehen dann unterneuer Vereinigung von einander gewichenerStoffe neue Produkte. Nach dielen unter-scheidet min besonders dreierlei G.en: dieWeingährung, Eistggähcung u. faule Gäh-rung oder Fäulnlß (s. d. a.). Die erstegeht in die zweite, diese in die dritte über;doch erfolgen auch beide letzter», ohne dievorherige, oder auch mit schnellem Hin-durchgehen durch sie, und ohne daß jene ebenbemerkiich sich darstellen. Ls Bildlich iei-denschafll. Aufregung einer Bolksmaffe. (5>i.)

Währung« chcmie, Chemie, auf dietechnische Leitung der Gährungen und Be,Nutzung von Gährungsstoffen angewendet.G.-gefäß (Weißg.), s. unt. Gähren 3).G.-mittel (Chem.), s. Gäbrungsstvff.

Gährungs-stoff (kermenturn,Chem.) findet sich nicht in der Natur, son-dern ist ein Product der Währung vonFlüssigkeiten, die viel Kleber und Zuckerenthalten. Während der Wein- und Essig-gährung scheidet er sich sowohl anderOber-fläche der gährendcn Flüssigkeiten, als amBoden der Gesäße (als Hefe) ab. Umihn rein darzustellen, wäscht man die obereBierhefe (s. d.) mit kaltem Wasser aus u.preßt und trocknet den Rückstand. Dieserrst grauweiß, fest, brüchig, geruch- undgeschmacklos, verliert durch Ausirocknen Ham Gewicht und läßt sich dann lange auf-bewahren. Durch trockne Destillation gibter kohlensaurcs Ammonium; in Wasser u.Alkohol ist er unauflöslich, Kalilauge aberlöst ihn unter Entwickelung von Ammoniumauf. Er verwandelt den Zucker in Wein-geist, diesen in Essig und bedingt so die«einige und saure Gährung. Eine großeZahl von Pflanzen, besonders Trauben undsüße Früchte (auch die Milch), enthalten,außer Auckerstoff, auch G., der sich dannbeim Gähren in aufquellendcn Flocken auS-scheidct. In andern Früchten, Getreide-arten, Kartoffeln u. s. w. scheint er wäh-rend der weinigen Gährung erst gebildet,zu werden, daher dieselben ohne Zusatz an-deren G.s nicht gähren. Vgl. Zymon. i/4.)Gälen (a. Geogr.), so v. w Galen.Gaelen (Alexander van), Maler, geb.1670 kn Holland; bildete sich in Teutsch-iand und England, zeichnete sich vorzüglichin Schlacht, und Zagdstücken aus und st.1728.

Wällen, 1) einen Hellen Schall vonsich geben ; 2) die Ohren gällen. wenn manein anhaltendes klingendes Getöse in den-

Gänseaugen

selben empfindet; 3) (Bergb.), sg v. w.Ergällcn (s. d.).

Gültige« Gestein (Bergb.), Härte-Gestein, welches keine Ablösung hat.

Gänge, 1) (cknotus, Anat.), I) eigneröhrenförmige Organe, durch welche eineFlüssigkeit, besonders eine abgesonderte,an einen bestimmten Ort gelangt; 2) so v.w. Kanäle (s. d.); 3) (fistulöse G., Chir.),s. Fistel 1); 4) (Jägerspr.), besonders vonHunden, doch auch von andern Thkcren,schnell und flüchtig; S) G. und gebe, sov. w. gangbar, gewöhnlich; 6) s. Gang.

Gänge anschlagen (Bergb.), s. An-schlägen S). G. auftreibcn, s. Auf-treiben l0). G. durchschnetden sich,so v. w. Durchfallen 2). G. erbrechen,einem Gange Lurch Entblößen, Erschürfenund Ersticken nachgraben. G. faNen ein-ander in die Vierung, wenn ein junggemutheter Gang zu einem älter gemuthekenhintukcmmt.

Gänge.Häuer (Bergb.), so v. w.Gangbäuer.

G änge hereinwerfen (Bergb.), ei-nen Gang (s. d. 24) mit Schießen gewinnen.

Gängeln, 1) den Gang leiten; 2) zumGehen anleikcn; daher Gängel-band(Laufbänder), Band um die Brust oder anSchnürielbern von Kindern, um den Kin-dern laufen zu lehren, und Gänge l< wa-gen (Laufbank), Gestell mit Rädern, inwelche man Kinder bringt, um sie sicherlaufen zu lassen; beide entbehrlich, wo dienöthige Sorgfalt für die physische Erzie-hung der Kinder nicht verabsäumt wird.

Gänge mit Querschlägen über-fahren (Bergb.), einen Querschlag zueinem Gange außer der Vierung treiben.G. rammeln sich, G. streichen ineinander, sie vereinigen sich. G. ver-st ürzen, den Anfang eine« Ganges durchirgend ein Mittel unsichtbar machen.

Gängig (Jagdw.), von Hunden, so v.w. Gänge 4). G- machen, so v.w. Fäh-rig machen.

Gänse (Gänsevögel, »neoriüo»,Zoot.), Familie au- der Ordnung derSchwimmvögel; zeichnen sich durch breiten,starken, geraden, zarthäutigen Schnabel,dessen Ränder blätterig sind, und dessenobere Spitze einen Nagel hat, durch ganzeSchwimmhäute und kurze Füße aus; lebenmehr im Süßwaffer, gehen schlecht, schwim-men gut, nähren sich aus dem Pflanzen -und Thierreiche. Dazu die Gattungen:Taucher (naerAus) , GanS (»nser), Ente(»n»s)> Schwan (o^gnue» (s. d-a.). (^-.)

Gänse-adler (Zool.), so v. w. Fisch-adler cknd Schreiadler. G.-apfel (Po-mol.), Wirthschaftsapfel, sehr kurzstielig,gelb, auf der Sonnenseite roth; reift imOecember.

G änse- aug cn, 1) (Buchbr.), so v. w.

Gänse-