Gace
bardischen -Herzog Gisulf getidtet hatte,bemächligte sich der Stadt durch Bcrräthe-rei der Romelda, Gisulfs Gemahlin, diegehofft hatte, seine Gemahlin zu werden.Er heirathete sie zwar, ließ sie aber amTage nach der Vermählung hinrichten. 8)G. Hl-, siel um 598 in Thrakien ein,schloß aber bald einen Waffenstillstand mitdem Kaiser. Bei einem 2. Einfall verlorer feine halbe Armee und 7 seiner Söb.nean der Pest u- mußte sich zurückziehcn. (Oe.)
Gace (Charles Auguste de Matignon,Graf de), gcb. zu Paris 1645; zeichnetesich auf Candia unter dem Herzog La Feuil-lade und in den Niederlanden aus, wurde16SZ Generallieutenant und erhielt 1708den Oberbefehl in Flandern. Im I. 1708befehligte er als Marschall die nach Schott-land vestimmten Truppen, welche den Kö-nig Jacob wieder auf den Thron setzensollten. Da aber dieses Unternehmen miß-lang, kehrte er nach Flandern zurück,wohnte unter dem Herzog von Bourgogneder Schlacht von Oudenarde bei und st. zuPari« 1729. (Le.)
6 » dc e (fr )» 1) (Bau?.), eiserne Rin-ge. mit welchen Dachrinnen an die Wandbefestigt werden; 2) eiserne Rührstangen,mit welchen der gebrannte Gyps umge-rührt wird.
Gochsen 1) den Ton einer Gans nach-ahmen; 2) (musikal. Techn.), der durchdas Überschlagen des Rohrs oder Blatteshervorgebrachte, dem Gänsegeschrei ähn-liche, unangenehme Ton der Clarinette od.de« Oboe. D:e Ursache ist in der zu dün-nen Ausarbeitung der Röhre und Blätterzu, suchen; doch liegt auch die Schuld andem Spieler selbst, wenn er den Athemnicht gehörig einzutheilen versteht. (<-c.)
Gacke (Zool.), bei Oken 8. Zunft au«der Ordnung der Keimvögel, kenntlich anden sehr großen, hohlen, leichten Schnä-beln; sie haben Kletterfüße oder 2 ver-wachsene Zehen, meist schönes Gefieder;sind getheilt in die Sippschaften Keim-
acke (Sippe: Hülleng ackc, so v. w.
uceros), Geschlechtsgacke (Sippe:Geschrötgacke, so v. w. rstsmpiiss-ro»), Lunzengacke (Sippe; Lungen-gacke, so s. w. peittacus). (77>.)
Gacon (Franqois), französischer Dich-ter, geb. 1667 zu Lyon; widmete sich An-fang« dem geistlichen Stande und trat indie Congregstion des Oratoriums. AusLiebe zur Dichtkunst oder vielmehr zur Sa-lyre verließ er denselben, ward indeß gleich,wohl 1727 Prior von 27otrs-Dame 8sLoiilon in der Näh« von Beaumvnt surOise und st. das. 1729. Unter seinen Sa-tyren ist die bekannteste: podr« »,n« karäou äisoour« satz-rique« eur route» so»t«» 8« »ujecs, 2 Bse., Köln 1696, 12.Außer mehrern, zum Lheil mitrclmäßigeu
Gadaka 7
Gedichten bat er auch ein« ÜbersetzungAna-kreons (1712 und 1754, 12.) herausge-geben. (D§.)
Ga cs (Beogr.), so v. w. Katsch.
Gacska (Geogr.). Fluß in der kroati-schen Mllikärgrenre (Oestreich); entspringtauf dem Berge Jancha, theilt sich in 5Arme, welche einen See und Wasserfallbilden, sich aber endlich unter der Erdeverlieren.
Gaczina (Geogr.), so v.w. Gatschine.
Gab (bibl. Gesch.). 1) Sohn Jacob«und der Beischläferin Zilpa, Rahels Magd;hatte sieben Söhne (Siphon, Haagi,Suni, OSni fauch Ezborj, Eri,Arad, Ariel fArelij). «einStamm (Gaditer) war beim Auszugaus Aegypten 40 650 Mann stark, hatteden Bsrkrab beim Einzuge ins gelobte Land,bekam die reichen Gegenden jenseits de«Jordans zum Erbtheil, in welchen dasGrab Mosis war; er reicht« in Osten bi«zum Gebirge Goland im Norden bis zumSee Genezareth, im Westen bis zur GrenzePalästina's. Sie trieben vorzüglich Vieh-zucht und reinigten sich von dem Verdacht,eigne Heiligthümer errichten zu wollen.2) Prophet zu Jetten Davids, diesem sehrergeben; widerrieth die Zählung deS Volks,kündigte ihm die Straf« de« Herrn dafüran. Er halte eine (verlorne) Lebensbe-schrcibung Davids aufgesetzt, doch ist siewahrscheinlich eine der Hauptquellen de« I.Buchs der Chronik. 3) Götze der Israeliten(Jes. 65, I I.) neben Mcni(s.d.); vielleichtGlücksgöttin; die Rabbiner nehmen ibn,nicht unwahrscheinlich, für den Planet Ju-piter, der auch in der arabischen Astno-logie für den Glücksstern gilt. Dann wäreG. so v. w. Bel, die Hauptgottheit de-alten Babyloniens, die auch Jupiter be-deutete.
Gad (bibl. Geogr.), 1) einer der 12Stämme Israels in Nordgilead (s. Gad 1).2) In der Bibel der Fiuß Arnon, so weitder Stamm Gad ihn begrenzte.
Gad ätsch (Geogr), 1) Kreis im Gou-vernement PuUawa (europäisch Rußland);srucklbar. 2) Hauptstadt darin am Psiol;hat 2800 Ew.
Gadägale (a. Geogr.), Stadt inAfrika, an der Grenze Aegyptens.
GadameS (G«deines, Geogr.), I)Oase in der afrikanischen Wüste Sabara;ist meist eben, gut angebaut; 2) Stadtin derselben; ist befestigt, hat zum Be-herrscher einen Kaid, der unter Tripolisteht, treibt einigen Handel, war sonstsehr bedeutend.
Gädara (Ml. Geogr.), 1) Stadt inJudäa, im Südosten von Joppe und nichtweit vom Meere (1. Makk. 15, 28). Bitdahin verfolgten die Makkabäer die vor ih-nen fliehenden Feinde (1. Makk. 4. 15.).
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