6 Gabler
»ingen, 1783 als Professor der Philosophienach Dortmund. 1785 erhielt er eine Pro-fessur in Altorf und kam 1804 als 2. Pro-fessor der Lheol. an Paulus Stelle nachJena, wo er 1826 al« erster Professor derLheol. (seit 1812) und großherzogl. wein»,geh. Kirchen- und Conststorialrath starb;einer der ausgezeichnetsten Theologen derneuern Zeit, hat er sich um die Theo-logie, besonders durch gründliche und vor»urtheilsfreie Exegese des R. T. große Ver-dienste erworben; er schrieb: Entwurf ei-ner Hermeneutik deS N. T., Altorf 1788;Historisch-kritische Einleitung ins N. T.,ebend. 1789; gab Eichhorns Urgeschichte,2 Bde., Altorf 1791 — 93, und als Nach-trag zu derselben: Versuch über die Mo-saische Schöpfungsgeschichte, ebend. 1795,heraus, so wie mit Hänlein, Ammon undaulu«, später allein unter verschiedeneniteln: Neues thcol. Journal, Nürnberg1796 —1811, 16 Bände, der Band zu8 Heften; außerdem eine Menge Pro-gramme, Abhandlungen u. s. w., die alleZeugen seiner gründlichen Gelehrsamkeit u.seines Scharfsinne« sind. (/-.)
Gabler (Zool.), sov.w. rotherMilan.
Gadlon (Geogr), so v. w. Gabel 1).Gabo, so v. w. Cabo 2). Gabölto,Marktflecken in der Gespannschaft Sarosch,Kreis diesseits der Theiß (Ungarn); hat8 Sauerbrunnen.
Gäbolus (röm- Gesch.), Name vonPersonen aus einer, zum Sicinischen Ge-schlecht« gehörigen Familie. Nur ein G.wird von Tacitus erwähnt, ein Prätor,der durch Agrippina sein Amt verlor, nachHeren Lode «S aber wieder bekam.
Gllboon (Geogr.), Fluß im westlichenAfrika, südlich vom Cameronenfluß. DasReich, das um ihn liegt, heißt Gabenund ist wenig bekannt.
6 » bra n k vr vn r u in » 1 n u » (a.
Geogr.), Meerbusen auf der Ostküste vonAlbion; die heutige Bridlington - Bai.
6»k r«r, «z-lv» (a. Geogr.), WaldinGermanien unter dem Sudetagebirge; schieddie Sitze der Sueven von den herkynischenStämmen. Wahrscheinlich ist der Böhmer»Wald ein Überrest desselben.
Gabri (a. Geogr.), nach PliniuS Volks-stamm in Asten, hinter dem Lalus IVl»eoti«.
Gabria« (a. Lit.), so v. w. Babrius.
Gabriel, 1) so v. w- Stärke Gotte»;L) (jüd. Mykh.), einer der 7 Erzengel;s. Engel (Dan. 16, 9. 21. Luk. 1, II.19. 26.); noch den Rabbinern, die nochvon ihm erzählen, der Engel des Feuers,Donner«, deS Tode» und Reifens derFrüchte. 2) (Mphammed. Myth.), einerder 4 Engel der Offenbarung und Auf-zeichnung der göttlichen Rathschlüsse, wel-cher Muhammcd bei Abfassung deS Koran-inspirirte.
G.ican
Gabriel, 1) (a. Lit.), praeksetusurfli in Constantinopel; ein Epigramm vonihm in der griech. Amhologie. 2) Fürstvon Siebenbürgen, s. Balkon 3); 8) s.Bakhuschua 2); 4) G. de St. Anto-nio, s. Antonio, Geistliche rc. 5).
Gabrikle, weiblicher Name, nach Ga-briel gebildet. G. d'EstrleS, s. EstreeS.
Gabrielssten (Kirchengesch.), anabap-ttstische Partei in Mähren, welche mit ei-ner andern Partei (Huliarianer, f. d.) hef-tigen Streit über Annehmung des altenTestaments führte. Sie hatten diesen Na-men von Gabriel Schilling erhalten,der an ihrer Spitze stand.
GabrkNll, eine berühmte italienischeFamilie, die von Gubbio in der Mar? An-cona stammte und sich z» Florenz als eif-rige Guelfen an der Spitze des SiaateSauszcichnete. Die ^berühmtesten sind; 1)(C a n te), 1302 Podesta von Florenz; pro-scribirte die Weißen, eifrige Gibcllinen u.besonders Danke und Petrarca'» Vater.2) (Giacomo), 1335 Beherrscher vonFlorenz; machte sich durch seine Grausam-keit verhaßt. 3) (Giovanni de Can-tino), bemächtigte sich 1350 der Ober-herrschaft in Florenz, verband sich alsGuelfe mit Giovanni Visconti, Erzbischofvon Mailand u. Häuptling der Gibellinen;wurde von Aegidio Albornas seiner Würbeberaubt. 4) (Cante II.), war 1379Capitano von Florenz während der Revo.lution de» Ciampi. 5) (K at ha rin a), geb.zu Rom 1730, berühmte Sängerin; tratzu Wien und Petersburg auf und st. zuLucca 1796. (Ar.)
Gabrlni (Niccolo), s. Rienzi.
GSbrioS (a. Lik-), so v. w. Babrius.
GabriS (a. Geogr.), so v. w.TabriS.
GäbriuS (a. Lit.), so v. w. Babrius.
GabrZmagus (a. Geogr.), Ort inin Noricum, 30 Milliarien von Sabatincaund 40 von Oviiabis; jetzt Windisckgastcin.
Gabronit (Min.), so v. w. Scapolith.
Gabrosrntum (Gabrocrntium,a. G.ogr.), Ort in iZricsnnia roinana;nach Reichard daS heut. Trumborough amFirth ef Solway.
Gabs (Geogr.), Stadt im afrikanischenReiche Tunis, am Flusse gl. Nam. und andem Meerbusen die kleine Syrte; baut vielLawsvnia (s. d.)zur Schminke für hie afri-kanischen Frauen.
Oa Huron» (fr., Schl'ffb.), 1) so v.w. Backen 2); 2) VerstärkungSHLlzcr derRaden.
Gacan (Cajan), 1) G. 1-, König derAvoren; fiel 559 in das Gebiet SiegberlS,König« von Australien, ein, wurde jedochzurückgcschlagen. Bei einem 2. Einfälleerzwang er aber einen bedeutenden Tributvon dem fränkisch-u Könige. 2) G. II.,belagerte 612 Friaul, nachdem er den lvm,
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