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8 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 8 / G bis Hältiges Gestein
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Gabel

S) Steirer, Abgabe; 6) (Theo!.), Voll-kommenheit, welche der Mensch nicht er-worbenhat, Gaben der Natur, kbrperl.oder geistige Vollkommenheiten, welche d,rMensch von Natur besitzt; Gaben be-hellig e n Ge > ste«, die durch den heili-gen Geist gewirkte Besserung; 7)(Salzw.),ein Antheil Sohle, welchen in Halle jederGutsherr bekommt; 8) (Med.), s. Dost-.

Gabel, 1) im Allgemeinen ein Körper,der in 2 Spitzen oder Zacken von einem ge-meinschaftlichen Stiele an ausläuft; 2) einBaumast, welcher sich in 2 gleich starkeTheile theklt; 3) (Jägerspr.), die oberstenbeiden Enden eine« Hirschgeweihe«; 4) einHirschgeweih (Aabelgehörn), wo jedeStange nur 2 Enden hat, wie der Hirschim 3. Jahre hat, wo er Gabelhirschoder Gabeler heißt; eben so die 2 En-den des ausgewachsenen RehgehörnS, daherGabelbock; Z) eisernes Werkzeug verschie-dener Art, mit 2, 8 od.4 Zacken od. Zinken;um etwas damit anzuspießen. Die Altenkannten die Gabel beim Essen und brauch-ten dieselbe ausschließlich, indem, da diePersonen beim Speisen lagen und also nureinen Arm frei hatten, die Speisen zer-schnitten auf den Tisch kamen u. man sichdavon mit den Händen und mittelst derGabel zulangte. Die Gabeln, als Zubehörzum Messer, wurde aber erst tm15. Jahrh.bekannt. Im Anfang des 16. Jahrh. wa-ren G.n selbst bei Hofe neu, ja nach Eng.land soll sie zuerst 1503 Thomas Corgateaus Italien gebracht haben. In Spaniensind sie noch jetzt selten. In China kenntman sie nicht u. bedient sich statt ihrer u. derMesser beim Essen kleiner Stäbchen. 6) Inder Landwirthschaft braucht man vetschie,dene große Gabeln, z. B. die Heu- oderLakggabel, mir langem, hölzernem Stielund 2 Zinken, um Garben Und Heu damitauf den Wagen zu langen; die Mistga-bel, mit kürzerem Stiel und 3 Zinken.7) Di« Jäger gebrauchen eine zweizinkige,etwas weite Gabel, um Thiere, besonder«reißende, die in Netzen gefangen sind, da-mit am Halse gegen die Erde zu drücken,oder andere (z. B. Dachse und Füchse) da-mit anzuspießen und aus dem Bau zu ho-len; 8) ein Werkzeug mit 4 bis 6 Zin-ken» an einem langen Stiel befestigt, umdamit Lachse und andere große Seefische,die bei der Ebbe auf das Seichte gerathensind, anzUfpicßen und auf da« Trockne zubringen; 9) (Wachsbleiche), ein 4 Fußlange« Holz, vorn mit 3 Zacken, das ge-bänderte Wachs aus der Pfanne zu neh-men; 10) (Bergbr), ein gabelförmiges Ei-sen, in welchem der Leiiarm des Feldge-stänges liegt; II) (Schmied), 2 Eisen anjeder Seite des Kutschbockes, welche dkeGurte tragen, auf denen das Bockkissenliegt; 12) an großen Pendeluhren dsS

Gabelförmig S

gabelförmige Eisen, zwischen welchem derPendel hängt; 13) (Kupferhammer), eiaWerkzeug, mit welchem die Kesselschalcnunter dem Tiefhammer auf- und nkederge-zogen werden; an der Gabel ist ein Seil-Gabelseil, befestigt, welches über eintRolle geht, und woran ein Steigbügel hängt,so daß der Hammerschmied mit dem Fußedie Gabel und die Kefselschalen regierenkann; 14) f. unter Sridenhaspel; 15)(Jagdw.), s. Forkeln; 16) (Vogelsteller),eine 2theilkge Leimruthe, welche bei demFinken - und Lerchenstechen u. dgl. dem Lock-vogel zwischen die Flügel gebunden wird;17) ein aus zwei Schenkeln bestehendesWerkzeug, zum Feldmeßapparat gehirig;hat am Unteren, genau über dem oberenstehenden Schenkel ein an einem Bindfadenbefestigtes Bleiloth und dient dazu, denPunkt auf dem Meßtisch, welcher den Platz,auf den man gerade steht, bedeutet, genauüber die Stelle zu bringen, die er an-zeigt. Selten sind die Operationen mit demMeßtisch jedoch so genau, daß es nöthsgwäre, sich dazu einer Gabel zu bedie-nen; 18) (Heraldik), so v. w. Schächer-kreuz; IS) (Bauk.), Vereinigungspunkt derWlnkelzrcgel, weiche bei Kapfenstern ditDachdecke bilden helfen, mit der Decke de«Dachstuhls; L0.> so v. w. Kabel; 21) beiden Schwengelbrunnen der Ausschnitt eine«starken Pfahles, in welchem der Schwengelspielt; 22) f. unt. Gabelrad; 23) s. unt.Gabelröhre; 24) s. unt. Kupferhammer,25) (Stellm.), s. unter Deichsel; 26)(Pfcrdew.), so v. w. Strahl; 27) (bot.Nomencl.), s. Eirru» 2); 28) s. Dicho-tomie 4); 29) so v. w. Stimmgabel.

Gabel (blbl. Gesch.), ein Jude, demTobias Geld geliehen hatte. Auf der Reise,die der junge Tobias zu ihm that, ereig-neten sich die wunderbaren Schicksale de«Letzter».

Gabel (G-ogr.), 1) Stadt mit 2000Ew. im Kreis« Bunzlau (Böhmen). INder Nähe ein wichtiger Paß; Gefecht zwi-schen den Östreichern und Preußen 1757.2) Markifleck-n im Kreise Chrudim (Böh-men); hat 600 Ew.

Gabel-anker (Schiffs.), s. unt. Anker.

Gabelberg (Geogr.), so v. w. Furca.

Gabel-bock (Jägerspr.), s. unt. Ga-bel 4). G.-bohrer (Malchinenw.). eineArt Bergbohrer, welcher an die Bohrstangeangeschraobt wird; er endigt in 2 gutver-stählte Spitzen und wird in weichem Ge-stein gebraucht. G. bürsten, kleine Bür-sten, die zum Reinigen der Zinken beidenGabeln (s. d. 5) dienen. G.-deichsel(Stellm.), s. unter Deichsel.

Gabeler (Jägerspr.), so v. w. Ga-H-Ibirsch.

G Lb el fisch (trißl» t»k»plir»ct» -Zool.), s. unt. Panzerhaha. G.. förmig,« L s.