732 Kare - Patrepandaron
1170 vom DZnenkönige Waldemar I. zer-stört; jetzt Gar, (s. d.). (77V-.)
Kare-Patrcpändaron (ind. Rel.),eine Art indischer Büßer, zur Klasse derPandarons gehörig, welche der Religionde« Schiwa folgen. Diese K.-P. habenda« Gelübde de« Stillschweigen« gethau.Sie gehen in die Häuser und bitten durchZusammenschlagsn der Hände um Almosen.Man legt ihnen dann gekochten Reis in dieHände, den sie sogleich verzehren. DerName kommt von Kare, Hand, u. Patte,Teller. (N. 7>.)
Kare« (a. Geogr.), Colonic der Kurierin Aegypten, die von Pfammetich Ländereienam Nil und nahe am Meere in der Ge-gend von Bubastu« erhalten batte. Ka-rrsa, ein« der lichadischen Eilande (s. d.).Karr so«, 1) Fluß in Mysien, der demAesepos zuging; 2) Stadt daselbst; die um-her belegen« Landschaft hieß Karesenc.Karrsso«, Stadt auf der Insel Keos,dem Vorgebirge Sumnion gegenüber; frühzerstört.
Kar?thorn (c^prsen testustinaria,Zool.), Art der Porzellanschnccken.
Karfo (a. Geogr.), s. Bethscleukia.
Karfunkel (v. lat. oarburiculua), 1)bei den Alten einige Edelsteine; 2 ) befon,der« dev Rubin; dann 3) nach der Fabeldes Mittelalters ein Stein, feuerrotb undgSldglänzend, der im Dunkeln hellstrah-lend leuchtet, zu welcher Sage der Rubinoder auch bologneser Stein (s. d.) wohlVeranlassung gab, und der dem, derihn bei sich trüge, die Eigenschaft ge-ben sollte, unsichtbar zu werden. Manfabelte, daß ihn die Zeisige in ihr Nestlegten, und daß deshalb dasselbe so seltengefunden werde. Hiervon nahm die my-stisch poetische Schule zu Anfang diesesJahrhunderts Anlaß, den K. zum Bildedes unbekannten Etwa«, das sie nebelndund schwebelnd in überschwenglichem Ge.fühl zu empfinden vermeinte, also imGrunde eine« reinen Nichts anzuwen»den; hauptsächlich wurde in WernersSchriften, besonders in seiner Weihe derKraft, mit dem K. ein verwerfliches poeti-sches Spiel getrieben. Bald erhoben sichGegner gegen dies Bild, wie gegen dieganze Schule, deren nun der viel andeu-tende, nichts wirklich sagende K. zur Ziel-scheibe ihre« Spottes dienen mußte. Bag-gesen lhat die'es besonders in seinemKarfunkel- oder K l i n g k l t n.gelalmanach, Tübingen 1810.S) (Miner.), jetzt der rothe Granat. 4)(Med ), richtiger Karbunkel, s- Anlhrar4).5) HAarfunkelkrankheit, Thicrarzneik.),Krankheit von Haukthieren, die in einerschnell entstehenden Enizündungsgeschwulst,die eben so schnell in Brand übergeht, be-steht und leicht tödtlich wird, wenn dem
Kanaskaki
Brande durch Behandlung der Stelle mitder Fäulniß widerstehenden Mitteln nichtEinhalt geschieht, also ganz dem Anthrax(s. d. 4) entsprechend. Bei P'erden bil-det- er sich gern zwischen den H'nterschen-keln nach innen; 6) so v. w. Brand 39).
Kärgala (Geogr.), Stadt im Kreiseund Gouvernem. Orenburg (asiatisch Ruß-land) , am Fl. al. Nam.; hat L000 Ew.,mit Handel u. Viehzucht. Kärgalinsk,Slobode im Kre's und Gouvernem. Oren-burg (asiat. Rußland); bat 2500 Ew.,Tataren; liegt an der Sakmara.
Kargheit (Moral), s. unter Geiz.
Kargöncs (a. Geogr.), Volk im eu-rop Sarmaiien am Ufer des Borysthenes,den Alanen und Amarobiern benachbart u.in der Folge in die Banda'cn verschmolzen.
Kärgopol (Geogr.), 1) Kreis imGouvernem. Olonez (europ. Rußland), hatden Fluß Onega, den See Lalscha, istmehr eben, mit viel Wald und Sumpf;hat 45,000 Ew., darunter viel Aimincr-leute. 2) Hauptstadt darin, am Onega,hübsche Stadt, mir 26 Kirchen, 3100 Ew.,welche großen Handel mit Talg und Ledertreiben.
Kargowa, Karge, s. Unruhstadt.
Kart (Geogr.), Intel mit Marmorbrü-chen im See -Ladoga der russ. Statthalter-schaft Olonez.
KSria (a. Geogr.), 1) so v. w. Ka-rren; 2) (L aruln portrrs), Stadt u.Hafen am schwarzen Meere in Nieder-Mö-sien, zwischen Drorysopolis und dem Vorge-birge Tirrza; das heutige Ekerre.
Kariäma (Aool.), so v. w. Wehrvogek.
Kariäner (Geogr.), Volk im ReicheBirma (Hinter-Jodien); wohnt auf demDelta des Jrawaddy, ist Hirtenvolk, fried-lich, spricht einen Dialekt der Pegusprache,(Karian, s. u. Indische Sprachen III. d.),hat wenig Religionsbegriffe; sehr gedrücktvon den Birmanen, jetzt meist in die Ge-birge zurückgedrängt.
Kariaskaki (eigentlich Kara-Jskakk,d. i. Schwarz-Jacob), griechischer Häupt-ling in Westhell->«, wahrscheinlich ein Su-l'ole, zuerst bekannt in Mrssvlunghi, woer an der Spitze der unzufriedenen Stilis-ten im April 1824 ein Fort in Besitz nahmund hieraus erst mit Mühe vertrieben wer-den konnte. In der Folge befehligte er inAttika u. machte bei der Belagerung 1825u. 1826 von Meffolunghi mit Gouras vieleVersuche, diesen Platz zu entsetzen. 1826machte er im Verein mit dem OberstFabvier eben solcheVersuchc, um die Akro-polis von Athen zu retten, insurgirte auchWest-Griechenland wieder, schlug ein tüc-kisches Corps bei Machova u. tödtete dort1300 Lüi ken u. siegte auch bei Vowtza, wowieder 1000 Feinde blieben. Er siegte min