Kardka
Kärdia (a. Geogr.), Stadt ln Thra-kien, auf der Westseite des Chcrsonesos, amLinus insl-s, alt und in den Zeiten vonHellas Vlüthe mächtig. Sie stand auf derSeite der Makedonier, wurde aber in derFolge von Lysimachos zerstört, der aus ih-ren Trümmern seiwLysimachia aufbaute.In ihr zeigte man das Grab der Helle (s. d.).Sie war der Geburtsort des Geschichtschrei-bers Hieronymus und des Eumenes. Jetztliegt sie völlig in Trümmern.
Kardiestel-gcld (RechtSw.), s.Bauermiekhe 1).
Kardiorde (v. gr., Math.), eine Li-nke der 4. Ordnung von herzförmiger Ge-stalt. Castilliani hat (in kftilos. rrans.)174l ihr den Namen gegeben, nachdemschon frühere Mathematiker, bcs. Carr((s. d- 5) sich mit ihr beschäftigt hatten.Sie ist eine Epicyklo'r'de (s. d,), welchedurch die Wälzung eines Kreises auf einemihm gleichen von einem Punkte auf demUmfange jenes beschrieben wird; auch istsic als Verwandte der Conchoide (s. d.) an-zusehen, da eine gegebene gerade Linie aufeinem Kreise, so wie bei der Conchoideauf einer geraden Linie fortgeführt wird,indem zugleich ihre Verlängerung durch ei-nen gegebenen Punkt geht. (4'/.)
Kllrdofan (Geogr.), so v. w. Sennar.
Kardüchi (a. Geogr.), Volk in der asia-tischen Landschaft Assyrien, wild und räu-berisch, wie das Volk, das jetzt in ihrenWohnplätzen hauset, die Kiurden, vielleichtihre Nachkommen. Von ihnen hatten dieKarduchischen Berge, eine Fortse-tzung der Gvrdyäischen, den Namen.
Kärduel (Geogr.), so v. w. Kartb-weli.
Kardüsc (Kriegs«.), so v. w. Car-touche.
Kardus-garn, 1) s. unter Garn 3);2) Garn, welches zum Zusammennäben derCartouchen gebraucht wird. H - kiste(Seew.), eine kleine Kiste, worin mandie Cartouchen neben der Kanone hat. K.»koker, hölzerne Büchse, worin die Car-touchen zu dem Geschütz geholt werden.K.-lack (Waarenk.), die schlechteste SorteSiegellack zum Einpacken. K.-nadel(Artill.), Nadel, womit die Cartouchen zu-sammengenäht werden. K. - st o ck, einStock, auf welchem die Cartouchen ge-formt werden. K.. tabak (Hdlgsw.), eineArt geschnittenen Tabaks, in Form vonCartouchen gepackt; vgl. Tabak.
Kardytos (a. Geogr.), Stadt in dersyrischen Prov. Kyrestika, deren BewohnerKardytenser hieße».
Kardzag (K-Ui-Sza llas, Geogr.),Markifl. in der Landschaft Groß-Kumanien(Ungarn); ist Congregationsort, baut vieleMelonen, hat 8500 (9000) Ew. Die Um-gegend ist reich an Schildkröten.
Karen; 73t
KarLchel (Aool.), so v. w. Saatkrähe.
Kareck (Geogr.), so v, w. Khareck.
Karedschlten (muhamm. Religsw.),eigentlich: die draußen sind, nämlich außer-halb des Jslamismu«, ein« religiöse Secteder Muhammedaner, gestiftet von Ab-dullah Jbn Wehheb, 659 n. Chr.Sie behaupten, durch große Sünden geheder Glaube verloren. Jyr Haupkftind warAli, welcher durch sie das Leben verlor. (^».)
Karei (Geogr.), Provinz und Volkin Inch,» intra Csngem, das heutige Ti-nevelly in Carnatik.
Karr len (Zeugm. u. Kattunm.), Zeu-gen dadurch eine glatte Oberfläche geben,daß man die Haare absengt. Das Zeugwird dabei auf der Karci-maschine, ei-nem hölzernen Gerüste, ausgespannt undder Appreturkohlenkasten (s. d.) darunterhingczcgen. Man hat mancherlei Verän-derung bei dem dazu gebörigen Apparatvorgenommen; so werden Kattune auch da-durch gesenget, daß man sie über metallene,hoble und heiß gemachte Cylinder hinweg-zieht. (/H)
Kardlens Lfre und nedre Härad(Geogr.), Distrikte im Kreise Kuopio derStatthalterschaft Finland (europ. Rußland),jener mit den Kirchspielen PieliS amSee gl. Nam. und Fibelits (mit Marktim Januar), dieser mitJlomants. Ka-rtelle», so v. w. Kuopio.
Karen (ind. Mykh.), Sohn der Kunti,der Gemahlin des Pandu, den sie vor die-ser Vermählung von dem Gotte der Sonnegebar. Sie ließ da« Kind in einer Wüste,wo es ein Holzhauer fand. Die große»Talente K.« bewirkten, daß der weiseRhischma, Pandu's Onkel, ihn an Kindes-statt annabm. Er commandirte am 16.Tage die Armee der Kurus in der Schlachtmit den Pandus gegen Artschunen und sielvon der Hand desselben. Seine treffliche»Eigenschaften bewirkten, daß seine Seeleunmittelbar in Wischnu's Paradies einging,ohne weitern Wanderungen unterworfen zusein. (7t. D.)
Karene (a. Geogr.), kleine Stadt r»der asiatischen Landschaft Aiolis.
Kardnfisch er M ee rb uscn(Geogr.),so v. w. Karisches Meer.
Karenz (a. Geogr.), heilige Stabtauf Rügen, in welcher Rugiävit, Porävitund Porenut verehrt wurden. DaS größereGLtterhaus zu K. war in einer Umzäunung,die statt der Wände mit Tüchern behängtwar, eingeschloffen; auch der Tempel selbsthatte keine Wände, sondern purpurne Vor-hänge, und das Dach ruhte auf Säule».RugiävitS Bild war von Eichenholz^ un-behülflich und kunstlos, übermenschlich großund dick, so daß die Schwalben Nester insein Angesicht gebaut hatten. K, ward
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