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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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325
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Jaen

Jaen (Geogr.), I) Provinz und Kö-nigreich im südlichen Spanien, hat 209jQM., nördlich durch die Sierra Morena,östlich durch die Sierra de Cazorla sehr,südlich durch tue Sierra Nevada wenigergebirgiges Land, wird vom Guadalquivir(Hauptfluß), Guadelimar, Escobar, Gua-diana menor, Jaen, Porcuna bewässert; hatin den Thälcrn heißes, auf den Gebirgenangenehmes Klima, zum Lheil fruchtbareund gut angebaute, zum Lheil heidige, mitwohlriechenden Kräutern besetzte Gegenden;dringt Getreide, viel Gemüse, Wein, Del,Südfrüchte; Wild (Wölfe, Geflügel), al-lerhand Mineralien (Bist, Kobalt, Salz);man zieht Vieh (Pferde, Schafe, Schwei-ne), Seidenwürmcr, treibt etwas Handel;hat 220,000 Ew. In I. wurden 1767vom Minister Olivarez Kolonien von Teut-schen, Franzosen und Niederländern ange-legt. 2) (Gesch,), das Königr. I. wurde vonden Mauren bei ihrem Ein'all erobert u, er-hielt sich, obgleich das kleinste, am wenigstenbevölkerte u, schwächste Königreich der pyren.Halbinsel doch bis 1231, wo König FerdinandIII. von Kastilien, die Hauptstadt eroberteund so bas Reich störte. Seitdem führtendie Könige von Kastilien und dann vonSpanien den Titel; »Könige von I., dochgehört es jetzt zu dem Gouvernement An-dalusien. Z> Hauptstadt darin am Fl. gl-N., hat einige Festungswerke, altes verfal-lener Castell, reizende Umgebung und vielOelbercitung; ist Bischofssitz u. hat 27 500Ew.

Jaen deBracomoraS (Geogr.),Stadt im Columbia Deparl. Affuay (Süd-Amerika); hak etwa 5000 Ew. u. ist 1549von Diego Palomino gegründet- Die Um-gegend ist reich an Cacao, Tabak undBaumwolle.,

Jänisjärwi (Geogr-), See kn demrussischen Gouvernement Finland, fließtdurch den Jananus in den Ladogasee ab.

Järf (Jarp, Zool.), so v. w. Vielflaß.

Järopolk, Järoslaw, s. Jaropolk,Jaroslaw.

Jäsche (Gottl. Bens.), geb. um 1773in Schlesien; studirte unter Kant in Kö-nigsberg, wurde später Privatdocent da-selbst, seit 1803 ordentlicher Professor derPhilosophie zu Dorvat, in neuerer Zeitauch russischer Scaa;«rakh; schrieb: Ver-such eines faßlichen Grundrisses der Rechts-te. Pflichtenlchre, Königsb. 1796; Stimmeeines Arctikers über Fichte und sein Ver-fahren gegen die Kantianer, ebend. 1798;Einleitung zu einer Architektonik der Wis-senschaften Dorpat 1816; Grundlinie derEthik ob. philosophische Sittenlehre, ebend.1824; Der Pantheismus nach seinen ver-schiedenen Hauptformen rc., Berlin 1826.Auch gab er heraus: Kants Logik, Kö-nigsberg 1800. (31ll.)

Jaga 324

Jaeser (Jazer, n. JosephoS Jazo-ros, n. Ptol. Gazoros, b. Geogr ), Stadtin Gilead, ursprünglich den Moabiterngehörig, dann aber dem Stamme Gab zu-gethcilt, nach dem Eril wieder mvabitisch,nach Eusebios (der sie Asor, Azor undJaser nennt), 10 Will, westlich von Phi-ladelphia und 15 von Hesbon.

Jaössigu (Geogr.), Fürstenthum aufder japanischen Insel Niphon, gebirgig,waldig, doch auch mit viel Ackerland.

Jäten, s. Gäten.

Jailzer (bibl. Geogr.), Ort in demöstlichen Palästina oder in der LandschaftPerana, der nach Jerem. (48,32) an einemSee, nach Eusebios an der Quelle einesFlusses lag. Nach Seetzen Jadsjus.

Jafa (Geogr.), 1) von einigen Geogra-phen als eigne Landschaft in der arabi-ichcn Provinz Jemen angegeben; 2) (sonstJoppe, s. d.), Stadt im Sandschack Ghasades Ejalets Damas (türk. Asien), liegt ammittelländischen Meere, hat einige FestungS.werke, kleinen aber sichern Ha'en, 1200Ew. (vor dem Einfall der Franzosen 67000); ist Landungsplatz der Pilgrime nachJerusalem. Hier vorgebliche Vergiftung derfranz. Verwundeten und Niederschießen von15002000 türkischer Gefangenen auf Na-poleons Befehl; vgl. Buonaparte. Jaf-fa, 1) so v. w. Jafa; 2) s. unterRivoli (Neu-Holland). Jaffna (Jafna),Insel (Halbinsel), ganz nahe bei Ceylon;kann zur Ebbezeit vom Festlande aus zuFuß besucht werden, ist sehr zerschnitten,gesundes Klima, bringt allerhand ostindi-sche Product«. Ew. meist Hindus, dochzum Katholicismu« übergegangen. Haupt-stadt Jafnapätam, hat ein gut angeleg,tes Fort, 5000 Ew., geschickt in Fertigungvon Metall- u. Baumwollenwaaren. (7^>.)

*Jafeu (spr. Dsch...., Geogr.), Re-gerreich zwischen dem Senegal und Gambiaim afrikanischen Reiche Senrgambien, we-nig bekannt.

Iafnbar (Gleichhoch, nord. Myth.)»einer der Namen Odins auf seinen Wan-derungen und der mittelste der 3 Namen,die er sich gab, als er durch ZaubereiGylfen (s. d.) in 3 Gestalten auf 3 Hoch-sitzen erschien und ihm Antwort ertheilte.

*Jaga (Jagam, spr. Dsch....), beiden Brahminen das Opfer, welches sie derSonne und den Planeten bringen, zugleichdas größte ihrer Opferfeste, im Anfängedes Frühlings gefeiert. Es wird einfreier Platz gewählt, dieser gereinigt undgeweihet, in der Mitte eine Hütte errich-tet, die wenigstens 100 Brahminen 'assenkann, um dieselbe herum stehen die übri-gen Brahminen, oft niedrere tausend; inder Hütte ist die hc.lige Feuerstelle umeine Säule (Jubam) herum, das Feuer

wird