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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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309
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Jvrea

Oper» oivni» in äus» partes ssi'rtrihukaouin vir» »uotori», Paris 1647.

Jvrea (Geogr.), 1) Provinz im Für-stenlhum Piemont (Königr. Sardinien),grenzt an Savoyen, wird zu Sl^ QM. ge-rechnet; hat im W. noch hohe Apen (Jse-ran, Soana), bringt Obst, Südfrüchte,Wein (meist zu Branntwein verbraucht),Seide u. s. w.; wird bewässert vom Orco,Dora Baltea u. a.; hat 137,000 Einw. 2)Hauplst. darin an der Dora Baltea; hateinige Befestigung Kathedrale, Priestersemi-nar, 7000 Ew. 3)(Gesch.), I. als Eporedia(s.d.) bei den Römern sehr berühmt, wurdevon Karl dem Gr., nachdem er den Kö-nig der Lombardei Desiderius geschlagenund sein Reich erobert hatte, so wie Sufazum Sitz eine« Markgrakthums erhoben.Asprand war der erst- Markgraf. DerSohn von Ansgar, Adelbert, erzeugtemit Gisela, der Tochter Berengars I., Be-rengar II. (s. d. 2), dieser war der Neben-buhler Hugo's (s. d. 22), Königs von Ita-lien, er entriß diesem die Krone und setztesie auf sein Haupt. Als er in Gefangenschüft des tcutschen Kaiser« SS6 in Bam-berg st., führte sein Sohn Albert II.. Mark-graf von I., noch den Titel als König v.Italien fort, ohne jedoch viel zu vermögen.Sein Sohn Otio stiftete die Grafen vonBurgund. Indessen besaß das Geschlechtjn ununterbrochener Reihe das Markgraf-thum I. bis 10t8, wo dasselbe mit Ar-duin (f. d. 1), erwähltem König v. Ita-lien. beschlossen wurde; denn Kaiser Hein-rich Ik., der ihn beltegte, litt nicht, daß.die Söhne desselben ihm im Markgrafthumfolgten I. blieb nun beim Reich bis 1243,wo Kaiser Friedrich II. den Grafen Tho-mas v. Savoyen mir I. belehnte, u- die-ses Haus blieb von nun an, obwohl nichtohne Wiocrstreben der Markgrafen v. Mont-ferral, rm Besitz von 2- (u. ?, .)

Jvry (Geogr.), Marktfl. an der Eureim Bezirk Evreux, Deport! Eure (Frank-reich); hat 700 (800) E«., welche musika-lische Instrumente verfertigen; hier SiegHeinrichs IV. über den Herzog v. Mayenneam 14. März 15SS; vgl. Hugenotten.

Jwämi (Geogr.), Fürstenthum in derLandschaft Jamaisoit der japanischen InselNipbon, an die Straße Korea grenzend;ist gebirgig, bringt Salz, hat 6 Provin-zen.

Iwan (ruff. so v. w. Johann), I)I. I., Danielowitsch, genannt Kalita, derAlmosenspender, Fürst von Moskau; be-warb sich 1326, nebst Alexander II., umdas Großtstrstenthum Rußland.. Er mußtediesem anfangs nachstehn; doch erhoben ihn1328 die Tartaren, von denen diese Thron-verleihung abhängig war, nach der Abse-tzung Alexanders, der ihm jedoch bis zu des-

Jwan 30S

sen Hinrichtung 1339 esn immer gefährlicherGegner blieb, zum Großfürsten. Er ver-schönerte Moskau sehr und st. 134V, nach-dem er kurz vorher Mönch geworden. 2)I. II., Sohn des Vor., geb. 1335, regier-te Anfangs mit seinen Brüdern Simeon u.Alexander gemeintchaftl-ch, dann aber von135358, wo er starb, allein. Er verweigertezuerst den Tartaren das Schiedsrichterrecht;sonst ohne besondere Auszeichnung. 3)I. III. lauch J. Wasilije witsch sBa-silowitsebj I.), der Große, geb. 1432»Sohn und Nachfolger Basils des Blinden,Großfürsten von Moskau; trat die Regie-rung l462 an, unterwarf sich mehrere be-nachbarte Fürsten, besiegte und unterwarfnach mehrern mißlungnen Versuchen Kasan1470 und das mächtige Nowgorod 1471,vermählte sich, in der Absicht dadurch An-sprüche aus das griechische Reich zu erhal-ten, mit Sophia, Richte des letzten griechi-schen Kaisers Constantia, und nahm dasWapp«, dieses Reichs, den Doppeladler, an;ließ- die Gesandten, welche her Khan dergoldnen Horde, um ihn an den schuldigenTribut zu mahnen, an ihn sendete, löd-ten, zerriß da« Schreiben des Khans undtrat es mit Füßen, schlug den Khan, derhierauf einen Einfall in Rußland machte,1477 gänzlich «nd machte ihn aus immerunschädlich, war jedoch gegen die Schwert-ritter in Likthauen weniger glücklich u. wurdevon Walther v. Plettenberg geschlagen, be-gann 1480 mit Schweden, Ä'eftand u. Po-len einen Krieg, wo er gegen elfteres wenigausrichtete, ober Polen viel Gebiet abge-wann. Durch Abfall des Lartarkbans vonKa^an verlor er kurz vor seinem Tode dasReich, st. 1505. Ihm folgte sein löjährigerSohn Wüsstet (Bafil), zwischen dem unddem Sohn des älter» Sohnes von sich, Deme-trius, er lange geschwankt batte. 4) I. IV.(n. A. I. Wasiljewitsch II.), der Schreck,liche oder der Tyrann genannt, gsb. I5Z0,E-.ikel des Vos-iaen, folgte 15Z3, unter Vor-mundschaft seiner Mutter Helena, seinemVater Wasilei, verlor jene 1538 durch denTod und verlebte daher 8 Jahre untereiner Regentschaft eine schreckliche und blu-tige Zeit. Kaum 14 Jahr alt erklärte ersich vor den Bojaren für mündig ließsich die Krone des griechischen Kaiser»Constantin Momnoachos, von den Metro-polsten von Moskau auffetzen u- nahm denTitel Ezaar u. Selbstherrscher aller Reußenan. Er errichtete die Strelizen (s. d.), eineArt Garde, das erste auf europäische Weiseorganisirte Eorps in Rußland. Gänzliche Zer-störung der tartarischen Herrschaft, Demü»thigung der Schweden und Pole» und Ei-vilisation seines Volks waren die Aufgaben»die er sich stellte. Er nahm, nachdem schoneine Expedition mißlungen war, 1552 Ka-san und vereinte es mit seinem Reiche.

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