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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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310
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I10 Iwan

Das nämliche geschah mit Astrachan. Erbesiegte auch 1561 die Kadardci. Auchsibirische Stätnme besiegte er, und ei-nige derselben wurden ihm zinsbar. Er such-te während dieser Zeit die andere Hälfte desPlanes zu vollführen, nämlich die Civilisa,tion seiner Staaten. Anfangs hatte er dieTeulschen hierzu ersehn, später wendete ersich an die Engländer, die eben I55Z durchSeb. Cabot (s. d.) einen Seeweg nach Ruß-land gefunden hatten, u. schloß mit ihnenHandelsverträge. Dies, so wie seineHeirathMit der kabardischen getauften Prinzessin er-regte die Unzufriedenheit des Volks, under mußte strenge, olt grausame Mittel er.greifen, um Len Ungehorsam zu strafen oderEmpörungen zu rächen. Sa wurde er ausLiesland und Finnland, das er angegriffen,zurückgeschlagen, rächte sich aber durch einfürchterliches Blutbad unter seinen schuldi-gen Bojaren. 1563 hielt er ein tartari-sches und ein türkisches Kriegsheer, die aufdem Do» und der Wolga nach Persien ge-langen wollten, auf und strafte kurz dar-auf den beabsichtigten Aufruhr Groß-Now-gorods auf das Blutigste und Fürchterlichste.Ein Ueberfall der kcimmischen Llarraren.der 1571 Statt fand, und wo die Feindeden Czar vor Moskau schlugen und dieseStadt eroberten und verbrannten, bewogihn, das in Liefland beschäftigte KriegSheerin diese Provinz zurückzurufen u. gegen dieTartaren zu verwenden. Um Liefe Zeit ent-stand in Rußland das Gerücht, daß I. sichmit Elisabeth, Königin v. England, vermäh-len, die Regierung aber seinem Sohn Iwanabtreten u nach England gehn wolle. I.benutzte dasselbe, um sich von seinem Volkeeinen neuen Eid der Treue leisten zu las-sen. Von 1577 beschäftigte sich der Czarmit einer ernstlichen Unternehmung gegenLiefland und die Pohlens doch empfing ihndessen König so kräftig, daß er sich zurück-ziehen und im zapolczkischen Frieden 1582nicht nur seine bisherigen Eroberungen,sondern auch ein Stück seines Gebiets ab-treten mußte. 158Z schloß er mit Schwe-den einen dreijährigen Waffenstillstand. Indie letztenJahre seines Lebens fiel auch dieEnt-deckung Sibiriens durch den Kosaken Jer-mack (s. d.), was Rußland die bedeutende Er-oberung dieser Landes zuwandte; doch hatteer auch das Unglück, daß er seinen ältestenSohn und präsumtiven Thronfolger durcheinen Schlag im Jähzorn tödtete, und daßdie Kasaner sich 1S8Z empörten. I. st. 1584.Trotz seiner vielen Fehler und seiner Grau-samkeit war er ein großer Regent, der seinLand cultiviren und beglücken wollte, dieBuchdruckerkunst in Rußland einführte undein neues Gesetzbuch gab. 5) I. V- (oderI. III., oder als Czar I. II.), zweiterSohn des CzaarS Alcxci, jüngrer Bru.der des Czars Feodor III., älterer des nach»

Ix»

maligen Kaisers Peter b. Gr.; wurde vonseinem Vater, wegen in die Augen fallenderUntüchtigkeit an Körper und Geist, vomThron ausgeschlossen, jedoch bi» zum Todseines Bruders Feodor erhielt denselben Pe-ter, dem der Vater ihn anfänglich be-stimmt hatte, nickt. Nach dem Tode Feo-dors 1632 folgte Peter der Gr. als zehn-jähriges Kind; doch stiftete die Halbschwe-ster Peters und rechte Schwester J.s, So-phie (s. d.), einen Aufstand der Strelitzenan, in dem sie den I. zum Czar ver-langten. I. begehrte aber, im Gefühlseiner Schwäche, Peter zum Mitregenten,was gewährt ward; doch ließ sich Sophiaauch zur Czarcwna und Mitregentin erklä-ren. 1689 brach jedoch Peter mit Sophienund zwang sie, ins Kloster zu gehn. I.behielt aber den Titel Czar bis an seinenTod 1696. 6) I. VI. (als Czar I.

III. genannt), geboren 1740, Sohn derMecklenburgischen Prinzessin Anna (Schwe-stertochter der Kaiserin Anna) und des Prin-zen Anton Ulrich von Braunschwerg-Wol-fenbüttel, wurde nach dem Tode der Kai-serin Anna 1740, unter Vormundschaft desHerzogs von Kurland, Ernst Johann vonBiron, zum Nachfolger derselben und Kai-ser ernannt; allein die Mutter des Prin-zen stürzte den Herzog und ndthigte ihn,ihr die Herrschaft zu überlassen. Doch indemselben Jahre erhielt Peter des GroßenTochter, Elisabeth (s. d. 4), durch eine Re-volution den kaiserl. Thron und ließ I.mit seinen Eltern als Staatsgefangene aufdas Schloß in Riga, dann nach Dünamün-de und zuletzt nach Oranienburg bringen.Ein russischer Mönch befreite I. aus demKerker u. floh mit ihm nach Smolensk, I.wurde aber angehalten und nach Schlüffel-burg gebracht, wo er 1764 getödtet wur-de. (7^. u. 7.?.)

Jwllnich (Gcogr.), so v. w. Jvanich.Iw an o rrs ktsch e Inseln, s. unt.Jal-gubische Inseln. Iwanow sch er Kanal,in Rußland; verbindet durch den Don undWolga da« schwarze mit dem caspischenMee»»e; angefangen v. Peter dem Großen (s. d.)171X1, nicht ganz vollendet. JwanowskoiOsero, Landsee in den russischen Statt-halterschaften Jaroslaw und Riäsan; ausihm entspringt der Don; bei ihm fängt auchder neue Kanal, der die Ostsee und dascaspische Meer verbindet, an.

Iwrdien (nord.Myrh.), Waldgöttinnen,die in Grotten wohnen und die Gabe derWeißagung besitzen, den griechischen Hama-driaden entsprechend.

Jwogäsima (a. Keogr.), Insel zu Ja-pan gehörig, bei Kiusi, reich an Schwesel-gruben.

Ix» (Iool.)< nach Leach Gattung aus derFamilie der Spinnenkrebse, der Gattungleuvoei, nahe verwandt, doch mir großer

walzen-