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10 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 10 / Huß bis Karkos
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Hydepark

befehl ausgefertigt, als er nach Englandentkam. Später ward er beschuldigt, Mit-wisser des Attentats der Höllenmaschine zusein, was er jedoch leugnete. Er kam nachFrankreich zurrück, lebte in großerBerborgen-heit zu Lyon, erhielt 1805 auf Vernkn-bung seiner Freunde die Erlaubniß, seineAngelegenheiten ordnen und nach Spaniengehen zu dürfen. Von da begab er sichnach New-Bork, wo er neben Moreauwohnte und seinen ganzen Einfluß beidiesem General anwcndete, um ihn zubewegen, 1813 nach Europa zu gehen undgegen Napoleon zu fechten. 1814 kehrte ernach Pari« zurück und wurde zu diploma-tischen Sendungen gebraucht. 8m 1.1815folgte er dem Könige nach Gent, wurdedann Deputirter vom Departement de laNievre, wo er sich zu den entschiedendffenUltraroyalisten hielt, erhielt 1816 den Gra-fentitel und den Gesandtschaftsposten in denvereinigten Staaken, den er bis 1822 be-kleidete. Nach Frankreich zurückgekehrtward er von dem Departement Nievre wie-der gewählt und Gesandter in Lissabon.Dort unterstützte er die rechtmäßige Regie-rung in ihren Operationen gegen den Auf-ruhr des Don Miguel. 1824, als der eng-lische Einfluß zu bedeutend ward, verließ erseine Stelle und trat wieder in die Kam-mer ein, wo er mit Chateaubriand einerder eifrigsten Gegner Villele's war u. des-halb seinen Gesandtschaflsposten verlor.Neuerdings ward er unter den Ministerngenannt, die das Villelische Ministeriumersetzen sollten. Dies hat sich jedoch nichtbewährt. Er sitzt jetzt unter den Deputir-ten der rechten Seite; schrieb: Lloxoflisroriqiis äu Lenöral Moreau, New -Bork 1814.

Hydepark (Geogr.), s. unter London.

Hyder (v. gr. Hydra, s. d), eineSchlange, ein Drache. .

II > <1 e I s (Aool.). s. Sumpfpflanzenkäfer.

Hyderabad (Geogr.), 1) (Staatdes Rizam« von H.), Staat in Decanin Werder-Indien, abhängig von den Bri-ten, wird auf 4465 QM. geschätzt, mit10 Will- Ew., meist Jaghiren; liegt zwi-schen den britischen und mahrattischen Län-dern und besteht aus den Provinzen Hyde-rabad, Beider und Berar, außer rin genAnlheilen an Aurungabad und Bejapoor.2) Provinz dieses Staates; ist hochl'egend,bat fruchtbare, gut zu bewässernde Tdjler(Flusse: Godavety, K'ssna, Man'era), lei-det aber viel, wenn Trockenheit eintritt;br'ngt Reis und anderes Getreide, Baum-wolle, Zucker, Mohn (Opium), ferner E'e-phanten, Raubihiere, Zuchtvieh (brdeutendeViehzucht), Eisen, Edelsteine (keine Dia-manten); man fertigt baumwollene undandere Zeuge; theilt sich in 16 Districte.o) Hauptstadt darin, im Bezirk Golconda

'Hydra 19

am Moussy liegend; ist Sitz des Nizam«und eines britischen Befehlshabers, hat ei-nige (schlechte) Befestigung, ansehnliche Pa-läste, Bazars, Moscheen, Eknw. angeblich200,000, zum Theil sehr reiche, zum Theilbettelarme Leute. 4) So v. w. Hydra-bat. (,>>.)

Hyder Aly, geb. 1728, der Sohneines Muhammedanischen Statthalters dermyforischen Bergfestung Bangeloore; zeich-nete sich als Befehlshaber eines kleinenHaufens bei Mehrern Gelegenheiten aus,stieg, zu höheren militärischen Würden, warddadurch nach d,r Oberherrschaft lüstern undverdrängte 1759 seinen rechtmäßigen Herrn,den Rajah von Mysore und dessen Familieund wurde, wenigstens dem Namen nach,Beherrscher von dessen Staat, indem erden rechtmäßigen Herrn in glänzender Ge-fangenschaft hielt und ihm den Titel einesRajah« ließ. H. führte nun 176265 Kriegmit den Mahratten, eroberte Salicut, Bednor,Onor, Cananor rc., so daß er 1766 ein Ge.biet von 3850 QM. besaß. In diesemJahre starb der Rajah von Mysore, u. H«bemächtigte sich nun ganz der Herrschaft.176769 und 1780 führte er mit der eng-lisch - ostindischen Compagnie Kriege undward hierin von den Franzosen thätig un-terstützt. H. A. schützte Künste und Han.del und jede Religionspartei, welche seineGesetze befolgte. Durch Milde hatte ersich beliebt gemacht (vgl. Indien, Gesch,).Er st. 1782, noch vor Beendigung des letz,tcn Kriegs. Ihm folgte sein Sohn LippoSahib (s. d.). (7.,.)

Hydernaggur (Geogr.), s. Bednore.

Hydrssa (a. Geogr.), Stadt im Bin-nenlande der kleinasiat. Landschaft Karlen,nach Hydkssos, Bellerophons und derAsteria Sohn, benannt.

Hydnocärpus (fl. Pflanzen-

gattung aus der natürl. Familie dcrRham-neen, der Polygamie, Dtöcie des Linn. Syst«Einzige Art: fl. inoirriSns» ceylonischerBaum, mit berauschend giftigen Früchten.

1Iz:cln<-p1i c>r a(Iool.), s. Hügeikoralle.

Hydnum (fl. 7..), Pflanzengattung au«der natürl. Familie der Pilze, OrdnungSchwämme. Arten zahlreich, gewöhnlicheßbar: fl. iinflricatum u. fl. repanZum,in Nadelholzwaldungen; andere gemeine Ar.ten: fl. bsrfla ssovis, B ar tschw a m m',auf alten Baumästen; fl. csxnr Meckusus,keulenartig, aui abgestorbenem Holze; wirdin Italien häufig gegessen; fl. erinaovum«groß, auf alten Eichen; soll auch eßbarsein, u. m. (Su.)

Hydvr (gr.), Wasser, wovon viele dervorhergehenden und folgenden Zusammen-setzungen gebildet sind.

Hydra (gr.), 1) Schlange, Drache; L)(Astron), s. Wasserschlanqe (Astron.); 3)(Zosl.), s. Armpolyp. Da« Geschlecht fl.

B » 7..