Hutsalz Hutten - 11.
Nägeln, dt« Hüte daran zu hängen. H. - dirend, verlor er bei der Einnahme vonsalz, so v. w. Hut 9). Pavia sein sämmtliches Vermögen, flüch«
Hutsche, 1) (Zool.), so v. w. Elster; tete sich nach Bologna u. Rom u. lernt« hier2) (Bergb.), so v. w. Husche. die Verdorbenheit des dortigen Clerus kennen,
Hutschel-bäcker (Bäcker), so v. w. dessen Verachtung gegen sein Volk und Va-Pfuschcr. terland sein Herz empörte und in ihm die
Hu-tscheu-fu (Geogr.), Stadt in der Ansichten erweckte, womit er später thäti-Provinz Tse-kiang (China), am See gl. gen Antheil an der Reformation nahm.Nam.; hat Gerichtsbarkeit über 5 Städte, Nachdem er nach einem kurzen Aufenthaltfertigt die besten Pinsel im Reiche. in Teutschland, den er in Verbindung mit
Hut-schlange (Zool.), so v. w.Bril- Celte«, Reuchlin, Pirkhaimer, Dalberg,lenschlange (nsja). Agricola (s. d. a.) u. mehrern andern edeln
Hut-schleifen, Bandschleifen; dienen und ausgezeichneten Teutschen verlebte, wie-zur Verzierung an Damenhütcn. H.-schmü- der nach Italien ging, setzte er sich so sehrcker, so v. w. Baretmacher. H.-schnu- Verfolgungen aus, daß er sich genöthigtren, Schnuren von wollenem Garn, mit sah, sich wieder nach Teutschland zu wen»Lahngvld vermischt; auch von Gold, Sil- den, wo er, vom Kaiser Maximilian zuber, Seide, Arlesgarn. Die Hutschnu« Augsburg als Dichter gekrönt, sich beson-renmacher, welche sie verfertigten, wa- ders an Camerarius anschloß und sich vor-ren ehemals in Nürnberg ein zünftiges nahm, in seinem Geburtsorte der Eiissam-Handwerk. keit und den Mulen zu leben, als die Auf-
Huts Pforte (Geogr.), Thal bei findung der Schrift über die Schenkung des
Longwood (s. d.) in St. Helena, wo Na- Kaisers Constantin an den Papst vonValla
poleon auf seinem Wunsch begraben ward, sein Herz von Neuem entzündete, so daßH ut-st affsrer (Technol.), sonst in grö- er dieselbe drucken ließ und sie Leo X. de-ßern Städten zünftige Handwerker, welch« dlcirte. Nach einer Reise nach Frankreichdie Hüte aufstaffirten (s. d.) u. verkauften; wandte er sich nach Mainz, begleitete denjetzt wohl allgemein mit den Hutmachern Kurfürsten nach Augsburg, erließ an dievereint. H.-stein, sov. w. Grenzstein. deutschen Fürsten eine ermuthigende Auffor-Hut-steine (Petrcfactenk.), die hohen, derung zum Krieg gegen die Türken, zog
kegelförmigen, seitlich etwas gedrückten in den Krieg gegen Ulrich von Würtcm-
Echiniten. derg, schloß mit Franz von Sickingen und
Hut-stepper (Techno!.), so v. w. Götz von Berlichingen (s. b.) eiy Bündm'ß,Hutstaffirer. H.-stock, sov. w. Hutform, trat wieder als Schriftsteller auf und un-Hutt (Johann), geb. 1773; bekannt terstützte mit edelm Mulh Luther auf dasdurch mehrere, mit Beifall aufgeführte Lust- Kräftigste, indem er ihm unter dem teut-spiele: Das war ich; der rechte Weg; die schen Adel mächtige Beschützer erwarb undProbe; der Buchstabe u. a. m., gesammelt ihn selbst bei dem Kaiser vertheidigte. UmWien 1805—12, 2Bdchn., n. Aufl. 1824; so heftiger vom Papst verfolgt flüchtete erst. 1809 als Kanzlist bei der k. k. Polizei- zu Sickingen und nach Lessen Tode, auchdirection in Wien. von Erasmus (s. d.) hart angefeindet, nach
Huttkloy (Geogr.),StadtanderKistna, Basel, Mühlhausen und Zürich und fandim Districte Bejapoor des vorderindischen endlich eine sichere Zufluchtsstätte auf derStaats Satarah; hat Befestigung, großes Insel Ufnort oder Ufnäe im züricher See,Karavanserei (für 500 Personen mit ihrem wo er 1523 an der syphilitischen Krank-Bieh), ansehnlichen Handel und Fabriken, heit starb. Seine pros. u.poet. Schriften hat15,000 Ew. neuerdings Münch in des teutschen Ritters
Huttel-beeren, so v. w. Elsebceren Ulrich vonHutten sämmtl.Werken, LLHle-,(s. d. 1). Berlin 1821, gesammelt. Seine Biographie
Hutten, 1) (Ulrich oderHulderich schrieben: Schubart, Leipz. 1791; Tischer,von), geb. auf dem Schlosse Stackelberg Leipzig 1803; vgl. Panzer, Ulrich v. H.,in Franken 1488; zog, nachdem er zu Ful- in literarischer Hinsicht, Nürnb. 1798. S)da, Köln, Frankfurt a. d. O. Philologie (Jakob), aus Schlesien, Schwärmer imstudirt hatte, 1509 mit dem Kaiser Maxi- 16. Jahrh., Schüler von Stark u. Hauptmilian nach Italien, verlor hier seine Ge- der Wiedertäufer in Mähren. Er lehrte,sundheit, indem er von dem damals allge- daß Gott zu allen Zeiten eine Nation aus-mein im Lager herrschenden syphilitischen gewählt habe, die ihn richtig verehre, undUebel, dessen Heilung noch nicht bekannt diese sei das Volk, das er in Mähren umwar, afsicirt wurde und lebte zurückge- sich versammele, predigte ferner Gemeinschaftkehrt zu Rostock, Frankfurt a. M., Braun- der Güter; daß Jesus Christus nur Pro-schweig, Wittenberg, in Böhmen u. Mäh- phet gewesen sei, daß alle äußern Zeichenren, u. besonders zu Ollmütz, dessen Bischof der Reinheit des Christenthums enrgegenihn protegirte. 1514 wieder nach Italien und daß die Lehren der katholischen Kirchegehend und mit Widerwillen die Rechtest»- von der Messe, dem Fegefeuer und Anru-fung