10 Hutcordon Hutrechen
gypten warb er bei dem gegen diesen eben In der kathol. Hofkirche zu Dresden findetdahin gesandten englischen Corps un. man ein Altargemälde und Plafond von ihm.ter Abercrombie auf dessen Verlangen 1799 Hut-kappen, so v. w. Hutüberzüge.angestellt, zeichnete sich in der Schlachtbei H.-knopf, s. unter Hut 2).
Alexandrien 1800 aus, erhielt, als Aber- Hut-korallene (Zool.), so v. w.crombie bei der Einnahme von Abukir ge- ^oorabularis.
blieben war, den Oberbefehl über das eng-lische Hülfscorps, drang mit demselben nachKairo vor und ward, nachdem er den tür-kischen Orden des halben Mondes ausge-schlagen» von seinem König zum General-lieutenant, Pair, Ritter de« Bathordensund Baron von Alexandrien ernannt. Nachdem Frieden von Amiens kehrte er nachEngland zurück. 1807 wurde er an Ruß.land und Preußen gesandt, um diese Mächtezur Fortsetzung des Kriegs zu bewegen, ohnejedoch hier seinen Zweck zu erreichen- Nachseiner Rückkehr brach er mit dem Ministe«rium, trat völlig zur Opposition, sprach1803 zu Gunsten der Emancipation der Ka-tholiken, klagte die Verwaltung 1810 we-gen des mißlungenen Unternehmens aufBließingen an und zeichnete sich in den fol-genden Jahren, besonders wenn die Redeauf die Emancipation kam, als parlamen-tarischer- Redner aus. (Le. u. /v.)
Hut-cordön, sov.w.Cordonb). H.»eifen, ein eisernes Kreuz auf den sonsti-gen dreieckigen Hüten der Cavalleristen, umsie gegen Hiebe zu schützen.
Hutel (Zool-), so v. w. Krugthierchen.
Huteriäner (Hute ersten, Huti-sten), Anhänger eines anabaptistischenSchwärmers, Jakob Hut oder Hüter,aus Schlesien gebürtig, der im 16. Jahrh.In Baiern und Mähren umherzog und end-lich zu Jnspruck verbrannt wurde.
Hut-fabrik, s. unt. Hutmacher. H.»feder, s. unt. Federhut 1) und 4). H. -form, s. unter Hut 2). H.-fut-ter, 1) Glanzleinwand oder Lasset, ,zurBesetzung der inner» Seite eines Huts,wozu noch ein Streifen weichen Leders ge-hört; 2) so v. w. Hutkappe. H.-geld(Bergb. und Landw.), der Lohn des Hut-manns. H. - g er c chtig k ei t, so v. w.Weidegerechtigkeit. H« glänzen (Hutm.),s. Glänzen.
uth, so v. w. Hut.ut-haus (Bergb.), ein Gebäude inter Nähe eines Bergwerks, in welchem ei-nige niedere Beamte wohnen, die zumBergbau nöthigen Geräthe aufbewahrt wer-den, auch die Bergleute vor dem Anfah-ren ihr gemeinschaftliches Gebet verrichten.
Hut Haus (Geogr.), Berg von 2150Fuß Höhe, im sächsischen Erzgebirge, beiBärenstein.
Hüther-field- (Geogr.), so v- w.
* Huddersield.
Hutin (Karl), geb. zu Paris 1715;legte sich zu Rom auf die Bildhauerkunstuxd Maleret und leistete in beiden Vieles.
Hut - litzcn (Technol.), Schnuren, womitdie Hüte aufgestülpt, zur Verzierung ein-gefaßt oder zufammengeschnürt werden.
Hut-macher, zünftiger Handwerker,welcher Filzhüte, Filzmützen, Filzschuhe u.dgl. verfertigt. Sie kommen schon 1350in Nürnberg vor und erhielten 1573 inFrankreich, 1581 im WürtcmbcrgischenPrivilegien (vergl. Hut 2). Oft wirdihr Geschäft, ins Große getrieben, zurHutfabrik. Ueber ihr Handwerk s.Wollet, die Kunst de« Hutmachers, Kö,nigsb. 1767, gr. 4. H.-macher-nadeln,starke Nähnadeln, welche die Hutmacherbei ihrer Arbeit gebrauchen.
Hut-mann, 1) (Bergb.), ein Mann,der den Bergleuten zur Hand geht, dasBerggezehe aufbewahrt und mit im Hut-hause wohnt; 2) (Landw.), so v.w.Hirte.
Hutmann (Hening.), geb'. zu Halber-stadt; ward 1679 Rector zu Jlcfeld, gab unterdem Namen Osmovrirus OUriiri»-nus herauS: Apostolischer Wegweiser zurwahren Gerechtigkeit Goties; auch unterdem Titel: Evangelische Vorstellung derwahren Rechtfertigung, wornach die Recht-fertigung in Aufhebung der Sündenstrafcn,nicht um des Verdienstes Christi, sondernwegen des neuen Gehorsams, den der Reuigeden Geboten GotreS leistet, besteht. Erwurde deshalb 1694 abgesetzt, hielt sich zuKassel und zu Linden bei Wolfenbüttel auf,wo er 1729 starb. Seine Anhänger nann-ten sich Hutmanniliner. (AL-l.)
Hu t-manufactür, so v. w. Hut-fabrik , s. unter Hutmacher. H. - nadeln,Nadeln, welche Frauenzimmer zur Befesti-gung von Band u. s. w. an den Hütengebrauchen.
Hu-tra-schmo-dad (pers. Myth), d.h. gut u. weiten Umfangs geschaffen, auch Pe-roderesch, d. h. glanzvoll, in der Religions-lehre der Perser ein himmlischer Hahn, derinsbesondere gegen den Dew Eschem kämpft.Er ist der Wächter der Welt, Tag undNacht unverzagt gegen die Dews kämpfendund stets siegend. Sein Blick reicht überdie Enden der Erde. Die Sprache derMenschen nennt ihn Kehrkas, den Hahn.Und so wie dieser durch seine Wachsamkeitund sein Krähen den Schlaf der Menschengleichsam beschützt und äußere Gewalt vonihnen verscheucht, so war auch der himm.lische Hahn der Schützer, der auch in Or-muzds Welt die Banden des süßen Schlafslöset und jeden Ueberfall der Dews abhält,sie in ihre Finsterniß zurückwirft. (/>'. L>.)Hut-rechcn, ein Holz mit hölzernen