12 Hutwerfer
fung der Helligen Erfindungen der Satan-wärm. Er ward zu Jnsbruck verbrannt;seine Anhänger (H u tte n i an er, Hutti-ten) wurden erst vom Kaiser Ferdinandunterdrückt. 3) (Johann Georgl, geb.1755, Rector zu Speler 1776, zu Tübin-gen 1790, Professor am Kloster Denken-dorf; gab Plutarch« Schriften, Tübingen17Sl —1803, 14 Bdc., m. Anmerk.; Cä-sars Werke, Tübingen 1797, u. a- her-aus. (A^ä. u- 7.e.)
Hut-werfer (Bot.), die kruptogami-sche Pflanzengattung Pilobolu« ls. d).
Hut-überzüge, Ueberzüge von Wachs-taffent oder Wachstuch in verschiedenen Far-ben , um die Hüte gegen Staub und Nässezu schützen.
Hutung (Land«.), s. Hut 20 u. 21).
Hut. zeichen (Hukm.), ein messtngenesZeichen, welches an aufzufärbende Hüte ge-hängt wird.
Hutzel (Haush.), getrocknete Aepfel-und Birnschnillchen.
Hut-zinn (Waarenk.), das malakkischeZinn, welches in Form kleiner Kegel ver-kauft wird. H. - zucker, s. unter Zucker.H.-zurichter (Tecbnol.), unzünstigePer-sonen, welche die Materialien, besondersden Filz, für die Hutmacher vorbereitet,.H.-zwang, so v. w. Hutgerechtigkeit.
Huundalen (Huurdalen, Geogr.),Fabrikort und Glashütte in Aggerhuus-vogtei des Stiftes Aggerhuus (Norwegen);hat 2200 Ew.
Huuskarle (Gesch.), Hausvölker; be-ständig im Dienst bleibend« Kriegsmann-schaft Knuts des Großen, die gewisse Vor-rechte hatten und eignen Gesetzen unter-worfen waren; wohl eine Art Garden.
Hurham (John), einer der geachtestenenglischen Aerzte der vorigen Jahrh.; Arztzu Plymouth und Mitglied der königl Ge-sellschatt zu London; st. hochbejahrt 1763;hinterließ: OiaseivLtionss cko »er« errrinriais epiclsrriieis, 2 Bde., London
1744 und 1752, Fortsetzung, von seinemSohn, ebd. 1760; Lsssz- on fever« aiiääiseases, London 1730, teulsch übersetzt,A»gsb. 1755; IVleäicsI »ncl cstemic»!okservstinn» »pon sntimonz-, London1725, teulsch übers.. Bayreuth 1759, u.m.Seine Werke, als Oper» piiz-sico-nre-ciioa erschienen, gesammelt von G. L. Rei-chel in 3 Bdn.. Leipzig 1764 Seinen Na-men führen noch in Apotheken: H. s gold-farbiger Spi e ß gl a nzsch wefel (sirl-xliursirrarirm Iluxllsmi) U. H s Spieß-glanzwein (vincim «ntirnoniatuni11>>xl>srni), s. Spießglanjgoldschwefel undSpießglanzwcin. (p-.)
Huy (Geogr.), 1) Bezirk in der Pro-vinz Lüttich; har 7 Canlone. 44,500 Ew.
2) Hauptstadt darin, an der Maas undHoyoux; hat 5200 Ew., in der Nähe ein
Hliysmann
Bad; war sonst Festung. Sie wurde inden Kriegen zwischen Frankreich, Hollandund Leutfchland mehrmals erobert, so 1693vom Marschall von Luxemburg, 1702 vonden Holländern, die ein Besatzungsrechtdort prätendirten, das weder dem Landenoch dem deutschen Reiche etwas kosten sollte.Als beide aber dagegen protestirten, schleif-ten sie 1715 die kaum vollendeten schönenWerke und gaben die Stadt zurück,
Huydecöper (Balthasar), geb. zuAmsterdam 1694; bekleidete mehrere Stel-len daselbst und st. 1778. Wegen seinerBemerkungen über Ovids Metamorphosen,die Vondel übersetzte, und über die altegereimte Chronik des Melis Stocke aus dem13. Jahrh. erhielt er den Namen des hol.ländischen Aristarchs. Er schrieb auch 5Trauerspiele in holländischer Sprache undGedichte, Amst. 1789, 4. (Le.)
Huy faß (Jagdw.), Zuruf, daß dieHunde das Wild fangen sollen.
Huygens (lat. Hugsnirr»), 1) (C o n-stantin), geb. in Haag 1596, Secretärdes Prinzen von Oranien u. Präsident deSRaths; ausgezeichnet in beschreibenden unddidaktischen Gedichten. Sein vorzüglichstesführt den Titel: Horcnblooinen, Haag1658, Amst. 1672. Gesammelt sind dieholländischen 1687, 4., die lateinischen:^lornenr» stesilitoris, Leyden 1610. Erst 1687. 2> (Christian), geb. in Haag1629; studirte zu Leyden die Rechte, wandtesich dann zur Mathematik, bereiste Däne-mark, Teutschland und England, lebt«dann in Frankreich, wd er von Ludwig XI V.einen Jahrgebalt genoß, und st. in seinerVaterstadt 1695. Ihm verdankt man di«Anwendung des Pendels an der Uhr (1676),so wie der Evoluten und der Cycloid«
( s. b ). Dadurch ward es ibm leicht,die Gesetze der Mittheilung der Bewegungdurch Stoß, die Theorie der Schwung-bewegung und die Gesetze der Ccntral-kräste zu entdecken und zu vervollkomm-nen. In der Optik stellte er eine neueTheorie von der Bewegung des Lichts auf,verbesserte die Teleskope, untersuchte denRing und die Gestalt des Saturn genauerund entdeckte den 6. Trabanten desselben-Seine Schri'ten und Abhandlungen erschie-nen am vollständigsten als Oper» irieclr»-uies» Aeometrica, »stroiiairiic» etmi»cell»nea, ex eck. 6. ss. 'sOrsvesancle,in 4 Bdn., Lcydcn 1751, 4. (Ae.)
Huys (H. der Briten, Gecgr.), s.Hu's. Huis der Briten.
Huy Sau (Jagdw.), so v. w. Huß Sau.
II uz-> ä c, «X (holl., Waarenk), grobeholländi sche Hausleinwand; ging viel nachWest Indien.
Huysmann (Cornelius), geb zu Ant-werpen 1643, einer der vorzüglichsten Land-schaftsmaler, war auch in Figuren u. Thie-
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