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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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setzt, anfänglich von blaßgrüner, banngelblicher, bei der Reife von hochrother Farbe.In einer doppelten Rinde, einer gelbendicken und einer darunter liegenden weißli-chen zarten, finden sich, in einem weißlichen,angenehm säuern Mark gehüllt, die Ka-kaobohnen 2540, von der Größe ei-ner Olive, eiförmig, in einer harten, zer-brechlichen Schale einen violcttblauen, safti-gen Kern enthaltend, der leicht in mehrereverschieden gestaltete Stücke sich zerthcilenläßt. Wenn die Cacaofrüchke reif sind,werden sie abgenvmmen, die Schalen zer-brochen, die Bohnen von den fleischigschleimige» llmgebungen gereinigt und inbedeckte Körbe oder Gefäße gelhan, wosie 45 Tage einer Art Gährung unter-liegen, rothbraun werden und ihren vorherbitter» und herben Geschmack verlieren;dann werden sie an der Sonne getrocknetund sind nun zum Verpacken und Versen-de» vorbereitet. Di« gewöhnlichen in denHandel kommenden Sorten sind: s) Car-racas-Cacao, von Carracas, Nicara-gua und Ssconusco, die beste, von runderForm, groß und schwer, fettig, rvth undäußerlich mit einem silbergrauen Staubüberzogen; i>) Cacao vonGuayaquil,minder gut und fettig, aber von derselbenFarbe, groß und platt, mit nur wenigStaub von außen, mit bitterlichem, dochnicht unangenehmem Geschmack; kommt jetztviel auf die europäischen Märkte; c) Ma-ranhao-Cacao, dem vorigen ziemlichgleich» nur etwas geringer in Qualität;Geschmack etwas zusammenziehend; ä)Werbtcc-Cacao, der fetteste von allen,doch kleiner als der Carracas-Cacao, auchebner und glatter, mit hellgrauem, glim-merartigem Staube; e) Surinam scherCacao in 2 Sorten, wovon eine demBerbice-, die andere dem Guayaquil-Ca-cao sehr gleich; k) C. v. Cayenne, ver-schiedenfarbig, unbestaubt und mit scharfemGeschmack; ß) C. von den Inseln (denAntillen, des. v. Martinique), gleicht demvorigen ziemlich, ist aber etwas geringerund'l») C. v. Grenada, der vorzüglichüber England zum Handel kommt, ist inHinsicht der Gute dem von Cayenne ziem-lich gleich. Der brasilianische, Ma-ragna-Cacao ist der schlechteste, kommtaber gewöhnlich nicht in den Handel. DerC. wird bcs. zur Bereitung der Chocolate(s. d.) benutzt. Der stärkste Verbrauch da-von ist in Len südlichen Ländern, auf denColonien, in Spanien, Portugal undItalien. Außerdem wird daS Cacaoöl<C.-butter) daraus gewonnen. Der C.gehört zu den kräftig nährenden Pflan-zensubstanzen, dient daher nicht nur zumdiätetischen Gebrauch (einfach als Gesund-beitschocolate, s.d.), sondern auch in bloßerAbkochung der gerösteten Bohnen, als kaf-

Caceres

fecähnliches Getränk und wird so vonvielen Personen mit Wortheil statt desKaffees genossen, auch in Krankheitenmit Entkräftung und Abzehrungen allerArt als Stärkungsmittel, (>7v. e, N.)

Cacao-bäum (wahrer), s. unter Ca-cao, auch Theobroma. C., wilder, Oara-linoa princsps, s. unter Carolines, auch 6a-nipa inerlanae, s. unter Genipa. C. -bohne, s. unt. Cacao. C. - brod, gerösteteund geriebene Cacao in eine cylindrischeForm gebracht, so daß solche blos durchZusatz von Gewürzen zur Chocolate be-nutzt werden kann. C. - confect (Waa-renk.), eine der vorzüglichsten Confitüren,aus den Kernen der Cacaobohnen, mitfeinem Gewürze, auf den Antillen bereitet.

C.-butter, C.-öl (butg-rum s. oleumüs cacao, Med.), das in den Cacaoboh-nen enthaltene fettige Öl; durch Pressen(von dicklicher, afchgrauer und etwas leber-brauner Farbe), oder durch Kochen (wei-ßer, reiner und reichlicher) erhalten. IhrGeschmack ist angenehm süß, der Geruchlieblich; wird selten innerlich gebraucht,sondern gewöhnlich nur als Salbe widerRiffe der Brustwarzen der Säugenden undder Mundlippen, bei Hämorrhoidalknotenund in ähnl. Fälle». Auch dient sie zuPo-maden, bewahrt auch Metalle, z. B. chirurg.Instrumente, sehr gut gegen den Rost.

C.-malve, 1) so v. w. Cacaobaum, ausdem Pflanzengeschlecht Abroma (s. d.),des. aiöroiria suAusra in Ostindien und inTreibhäusern. C.-mühle (Maschinen«.),eine Maschine zum Mahlen des Cacao; be-steht aus einer Welle, die mit einer Kur-bel, einem Tretrads oder einem Waffer»rade in Bewegung gesetzt wird. C. - nüsse , !

so v. w. Cacaobohnen. C.-öl, s. Cacao-butter. C.-pflaume, s. unter Chryso-balanus, cler. Icaco. 6. zrraejia-räta s. rai>ni»ra, s. Gesundheils-chocolate. C.-seife (Med.), aus Cacao-butter und Natrum bereitet; hat den Vor-theil anderer medizinischen Seifen und wi-dersteht besonders dem Ranzigwerden län-ger. C.-teig (Techno!.), die zu einerTeigmüffe verarbeiteten Cacaobohnen, bes.für die Chocolatcnbereitung.

Cacayüan (Geogr.), einer der Quel- !lenflüsse des Rio Negro (Süd-Amerika).

Caccianlmici (Gerhard), s.LuciusII.

OLccis-pisnziöri (linrini, ital.,Waarenk ), im italienischen Quinquaillerie-handel die Maultrommeln (s. d.).

Caceres (Geogr.), 1) Partibo in derMilte der Provinz Estremadura (Spanien), §und Stadt daselbst am Flusse gl. N.; hat ^8000 Ew., welche Leder (17,000 Stück),Fayance, Scilerwaaren fertigen und mitWolle (C a cer eS, geringe Sorte) handeln-2) C. de Camarinha, so v. w. Ca-incriiieö.

Cacha