! Cabres
Staatsrath Peter IV. von Aragsnien; legtediese Stelle, um dem Neide und den Ver-folgungen der Höflinge zu entgehen, niederund ward Mönch. Auf Bitten des Königsunterzog er sich 1349 der Verwaltung derRcgierungsgeschäfte von Neuem, siel jedochin Ungnade und ward 1364 zu Saragossaenthauptet. Von seiner Unschuld späterüberzeugt gab Peter seinen Enkeln alle! Würden und Güter zurück. 2) (Ber-nardo de), Günstling König Martins vonSicilien; wollte sich 1410, nach dessenTode, der Krone bemächtigten und führtedeshalb einen Krieg mit Martin« Witwe,Blanka, die ihm ihre Hand verweigerte.Er ward gefangen und schmachteteim Kerker, bis ihn Ferdinand, MarlinsNachfolger, unter der Bedingung, Sicilienzu verlassen, in Freiheit setzte. 3) (Louisde), geb. zu Eordovo; nahm Kriegsdien-ste, ward aber berühmter durch seine ge-schichtlichen Werke: A'raraäo <1o Iristorr»,par» enkenäerl» ^ escrivirl», Madrid1611, 4.; Ilisrori» äi IZIipe sexnnäc»,rez- äs Lsp»i>», ebend. 1619, Fol. 4)(Don Juan Thom. Henriqu ez de),Admiral und Staatsrath unter Karl II-,der ihn auch zum Herzog von Medina del RioSeco ernannte. Nach Karls 11. Tode fieler aber in Ungnade und ward von Philippvon Anjou verbannt. Von dieser Zeit an' vertheidigte er die Sache Ostreichs, verlor' aber darüber seine Güter; st, 1705 zuLissabon.
Cabres (Cabras, Bocksinsel, Geogr.),Insel unweit der Insel Thomas in West-Afrika; ist bergig, reich an Limonenbäumen^ und Böcken.
, Ca brr ja (Waarenk.), eine Hansart dessüdlichen Amerikas, woraus man Garn,Stricke und Matten verfertigt, die häufignach England und Holland gehen.
Cabriöle, s. Capricle.
l)sbriol«r (fr., Wagend.), ein leichtesSrädriges Fuhrwerk, welches blos mit einemPferde bespannt wird.
C »dritten-fcllchcn (Waarenk.), rö-mische Lamm- und Zicgenfellchen.
! Cabrol (Barthol.), geb. zu Gaillac beiAlbi, königlicher Anatom an der Univer-sität zu Montpellier i. I. 1595; bekanntdurch sein -slpl,»6or »naroiniglie, Tour-> non 1594, 4., u. mehrm., zuletzt Lyon u.auch zu Genf 1624; lateinisch. Genf 1604und Montpellier 1606, 4., und mehrm.,noch ausgenommen im Ooljegluin ->nar.Zascäini, Lvveriiii, Oaiirolii, Hannover1654, 4.; Franks. 1668, 4.; holländischvon Plemp, Amsterd. 1548, Fol. (t?ä.)
Cab roll (Teogv.), Grafsch. im nord-amerikanischen Staate Lennessi am Missi-fippi; seit I8L0 abgetheilt.
Cabsa, s. Cabessa.
Cacao 69 t.
Cabul, s. Chabul.
Cabul (Cabulistan, Geogr.), so v.w. Alghanistan.
6äd,i1us (Kriegsw.), im Mittelaltereine Art großer Ballisten.
Cabura, s. Chabura.
Caburerba, älterer Name des Baums,von dem der peruvianische Balsam (s. d.)kommt (iriz-rox^Iou peruilerum).
Caburlahan (Geogr.), s. Calamiancn.
Caca (Myth.), Schwester des Cacus.Sie verrieth dem Hercules den Diebstahlihres Bruders, worauf ihr ein Sacellummit Altar und immer brennender Flammenebst Jungfrauen als Priesterinnen geweihtwurden.
6»a» (ital., fr.), Kothabgang, bes. v.Kindern. 6»c» äs O»uplrin, gelb-grüne Farbe, ehemalige Modefarbe.
6»sal>ns (lat., a. d. Gr. 4°r),1) Kochgeschirr; 2) (Pharmac.), dergl. vonMetall und dann verzinnt, zum Abkochenvon Arzneisubstanzen. 3) so v. w. ^u.aIsrveris, s. Kcffclfang und Gottesurtheil.6. agiläricus, ehemals eine Art Tau-cherglocke (s. d.). 6. ev»su»t»rii»»,eine kupferne Hohlkugel zu schneller Ent-leerung des Recipientcn der Luftpumpe.
Cäcaca (Geogr.), Stadt und Felsen-schloß im Reiche Fez in Afrika.
6acaIraks (span., Waarenk.), dieErdnuß, Samen von srrcliis Ir^poxasa,vgl. Arachis.
Cacälia (aas. L.), Pflanzengeschlcchtaus der nat Fam. der Zusammengesetzten,Ordnung Euparorinen der 1. Ordn. derSyngenesie des Linn. Syst. Von ihrenzahlreiche» Arten, theils Sträucher, theilskrautartig, in dem mittägigen Europa,oder noch wärmer» Gegenden heimisch, sindmehrere, wie s. alpin», antenpli<ir1>iiiir>,flcoiäes, Iiastar», Irlsini», sa^ircata, s»-racenis», sonclrikoli», kiia^solens INGärten als Zierpflanzen ausgenommen.
Cacälla, spanischer Augustiner, KarlsV- Hofprediger, wegen freimü'higer Leh-ren zu Valladolid von der Inquisition1558 verbrannt.
Cacllmo (Geogr.), Parlamentsstadt inder Intendantur Palermo auf Sicilien; hat6500 Ew., liegt am Meere.
Cacänus, s. Caganus.
Cacäo (c»c. Al-Ä.), als aufgestelltePflanzengattung verworfen, als Art unterTheobroma und Genipa (s. b.) gehörig.
C acklo (span., Waarenk.). Die Früchteeines Baumes der Tropcngegendcn, llisobi o-,„» c»c»o, s. Theobroma; doch mögen diegeringern in den Handel gebrachten Sortenzum Thcil auch v. and. Arten (rlreobr. dico-lor, Kuiaiiensis) kommen. Die Früchte deswahren CacaobaumS sind gurkcnförmig,fleischig, 6—8 Zoll lang und 2 Zoll breit,zugespitzt, furchig und mit Warzen be>