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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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Byzantiuiu

ist; unter den Römern erhielt sie den Na-men Metropolis ». nahm einen Umfang von40 Stadien ein; unter den oströmischenKaisern ward sie die glänzendste u. präch-tigste Stadt der Erde, der Sitz de« Luxus,aber auch der Gelehrsamkeit, die sich imMittelalter fast allein in ihren Mauernbarg. Zu Justinions Zeilen hatte sie vomgoldnen Thorc bis zum Meere eine Längevon 14.075 und eine Breite von 6140'.Sie war in 7 Hügel abgetheilt, die 14Quartiere ausmachten; ihre Obrigkeit äh-nelte ganz der von Rom; sie hatte einenSenar, ihre Bürger waren in Curie» undTrlbus abgelhcilt, an der Spitze de« Cle>rus stand ein Patriarch. Ihre beiden größ-ten Plätze waren das ^ngnstirsnnr mitdem ^lilliareuin arrrenm und der Con-stantinsplatz mit der herrlichen Porphyr-säule. 2 große kaiserliche Paläste erhobensich, einer am Meere, der andere im We-sten der Stabt, lindere Prachtwcrke wa-ren die Sophicnkiiche, das Capiiol, derHippodrom, die Bäder des Lerxes. Border Stadt nach Norden stand eine präch-Vorstadt, dabei das Lustschloß Pentapyryion;die Stadtmauer Makrontichos war 20'stark. Jetzt heißt sie im Orient Jstambul,im Occidcnt Ccnstantinopel. 2) (Gesch.).Sie ward von Byzes (s. d.), einemHäuptlinge der Megarec, (650 v. Ehr.)angelegt und von dem Sparter Pausaniasnach der Niederlage deS Leexes vergrößert.Sie mußte mit den Thrakiern, Galliernund Bithyniern öftere Kriege führen undwar im peloponnesischen Kriege der Zank-apfel der streitenden Parteien. Im make.donischen Kriege trat sie mit den Römernin ein Bündniß und hielt cs auch im syri-schen Kriege gegen König Antiochos mitihnen. Der Kaiser Severus zerstörte sieaber. Constantia stellte sie wieder her,

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baute sie nach dem Master Alt-Roms undweihte sie zum Sitz des römischen Kaiser-thums ein (331 n. Ehr.). Nach ihm wardsic Constantinopel benannt. Nach derThei-lung de« römischen Reichs (395) war siedie Residenz der griechischen (vström.) Kai-ser, bis zur Einnahme durch die osmani-schen Türken (1453). Vgl. Byzantinische-Reich. (7/o. et 71/.)

v z' rünri,i»(Nmn.), s. Byzantiner 3).

Byzanz (Geogr.), s. Constantinopel U.Byzantium.

Byze (Myth.), eine von d. ErasinoS Töch-tern, beidemBritomaxtiS zuArgoS einkehrte.

Byzes, 1) König der Bebryker, vomtroischcn Jlos überwunden. 2) König vonMegara, als Erbauer von Byzanz genannt.8> (Kstlrgsch.), Bildhauer von NaxoS um750 v. Chr., der die Kunst, Marmor zuhauen und zu schneiden, erfunden baden soll.

Bsizia, 1) (a. Geogr.), s. Bizya. 2)(n. Geogr.), s. Wisa.

Bzance, Bzenec (Geogr.),s.Bisen;.

Bzowski (lat. Lroviu», Abraham),geb. 1567 zu ProSczovice in Polen, Priorder Dominicaner zu Krakau; st. 1637 inRom; ist hauptsächlich bekannt durch dieFortsetzung der Annalen von Cäsar Baro-niu« (s. d. 2), wovon 9 Bände (13r2Ir)zu Köln von 16161630 u. zu Rom 1672erschienen. Außerdem gab er eine Hisrori»ocslesinsrics als Auszug aus Laronll»Iinal. in 3 Lhln., Fol., Köln 1651, äsreknrs gesti» xumilior. poirtiksiirri, Köln1619 und 20 heraus, auch dloiyevdstor8»nctoi'»ir> prokessions irieäicorurn, Rom1612, 1621, 12., u. Köln 1623, Fol., u.m.

Bzura (Geogr.), Fluß im KönigreichePolen; entspringt bei Agiere in der Woi-wodschaft Masovien, nimmt die Rawka u.andere Flüsse auf und fällt in die Weich-sel (linkes User) bei Kamionka Wyszogrvd.

C.

Die Schreibart mit dem (L, R und Z haben wir am passendsten fürunser Werk nach folgenden Grundsätzen anzuordnen gemeint.

1) Mit dem K sind geschrieben: s) tentsche oder ins Teutsche durchlangjährigen Gebrauch völlig eingebürgerte Wörter, z. B. Kaffee, Kammer,Kanzlei; 6) griechische und aus dem Griechischen stammende Wörter und Eilgennamcn, letztere selbst dann, wenn sie unter einer andern Beugung bekanntsind, so: KyroS, Kimon, Kyklopcn, statt: Emus, Eimon, Cyclopcn; >)hebräische, syrische, türkische, arabische, indische' und überhaupt orientalischeWörter, z. B. Kalcb, Kahahissar, statt: Calcb, EahahiffaL.

2) Als Ausnahmen hiervon werden mit dem <L geschrieben; a) naturhi.sterische Benennungen, welche zwar aus dem Griechischen stammen, aber inSystemen und naturhistorischen Schriften ohne Ausnahme mit dem (L geschrie-ben werden, so: Ealophyllum, Cytisus, statt: Kytisos, Kalophyllum;

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