Byzantinische Hisiorwgraphcn
Nische Kaiser, s. Byzantinisches Reich. 2)so v. w. Byzantische Schriftsteller (s. d.).3) (Lz-r.iiiikiu», Ilcr-Uintor, Rumism.),Goldmünzen der griechischen Kaiser seitConstantia, Z Unze fchiver, von gutemGolde, also 4 Thlr. wcrth. Dieser Münz-fuß ward beibehallen, als man späterhinanfing, Goldmünzen zu prägen, selbst1297 wurden noch Bcsanß'dor von Philippdem Spanier in Frankreich geschlagen; 2)überhaupt im Mittelalter so v. w. Gold-münzen.
Byzantinische Historiographen,s. Byzantinische Schriftsteller.
Byzantinisch« Kunst (Kunstg.).Zur Zeit der Theilung des römischen Reichswar schon die alte ächte griechische Kunstverfallen. Dennoch gaben noch die Vereh-rung der Heiligen in den Kirchen und dieBildsäulen, welche die Schmeichelei denKaisern, Bischöfen, Feldherren und andernGroßen errichtete, der b. K. genug Spiel-raum ; nur daß man mehr auf Kostbarkeitdes Stoffs, als auf Reinheit und Einfach-heit der Form achtete und goldene undsilberne, oder mit buntgefälbtcn, mit präch-tigen mit Perlen und Edelsteinen überla-denen Gewändern bekleidete Bildsäulen hö-her schätzte, als die schönste Statue vonMarmor oder Bronze. Nach und nachverfiel die Bildhauerkunst in Ost-Romganz; sie stellte rohe und barbarische, nachdem Porträt ähnliche, nicht veredelte,sondern erniedrigte Züge u. keine freienStellungen, sondern einförmige Nube dar,und mit dcm Vergessen der Handgriffe derTechnik ging sie ganz unter. Hierzu, sowie zu dem ganzen Verfall der b. K., trugder Bilderstreit (s. d.) im 8. u. 9. Iahrh.sehr viel bei, durch den die Statuen inden Kirchen zertrümmert und die Gelegen-heit, neue zu verfertigen, benommen ward.Nur in Fertigung von Basen, Altären,heiligen Gefäßen erhielt steh eine schwacheSpur der alrgriechischen Sculplur. Längerdauerte die Mosaik, da kostbar verzierteKreuze nicht verboten waren und man vonden Verzierungen der Gewänder derKaiter-statuen her in derselben geübt war. Derdurch diese Verzierungen verwöhnte Ge-schmack gefiel sich auch darin, Begebenhei-ten durch bunte Steine dargestellt zu se-hen, und wirklich stand daher diese Kunstin Byzanz in vorzüglicher Blüthe, wiedenn Instinian Scene» aus dem vandali-schen Kriege darstcllen ließ und man dasganze Dach deS Palatiums mit Gold undSteinen, welche die Leidensgeschichte Jesusdarstellten» auischmückte. Roch jetzt befin-den sich in der Sophienkirchc Bruchstückeder Mosaik jener Zeit. Am längstendauerte die Malcrkunst in Byzanz fort.Das Grundübel des verdorbenen Geschmacks,Pracht der Schönheit vorzuziehen, blieb
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auch auf sie nicht ohne Einfluß, und sieahmte in Goldgrund und blendenden Far-ben mehr die Mosaik nach, als daß sieselbstständig verfuhr; Geschmack und Sin»für das Schöne war ihr fremd, an Fein-heit und Eleganz der Zeichnung, richtigesLZcrhältniß und Übereinstimmung der Figu-ren war nicht zu denken, und kurze dick«Körper, steife, gewaltsame Bewegungen,übertrieben große Augen, Verkürzung undZusammendrückung der Obcrtheile, in dieBreite Ziehen der untern Theile des Ge-sichts, auffallende Röthe mit zu schwarzemSchatten der Fleischthcile, dicht anliegendeHaare, hochgewölbte Angcnbraune», un-zweckmäßige, höchst faltige oder eng an-liegende Bekleidung charakteristren die by-zantinische Malerschule. Dennoch hat siedas Verdienst, daß sie zuerst von der An-tike abgehend Musterbilder der christlichenKunst darstellte, welche bei Darstellungvon Christus, den Madonnen und Heiligenspäter Muster geworden sind. Bei dem Bil-derstreitc gingen viele griechische Maler,die in ihrem Vaterlavhe brodlos gewordenwaren» nach Italien und veranlaßten hierdie Stiftung der altitalische» Malerschule.Bei Gelegenheit von Kirchenbauen gingenandere nach Teutschland und waren dortdie Ursache des Erblühens der ältestenteutschen (niedcrrheinischen oder altköllni-schen) Schule, welche sich noch >veit stren-ger, als die Italiener, an die byzantinischenMuster hielten n. ihnen besonders in pyra-midalischer, regelmäfiger Anordnung, Far-benpracht, Goldgrund u. s. w. naehfolglen.Erst Joh, von Eyk verließ den betretenenPfad, um eine» eignen einzuschlagen. Nochmehr wirkte di« byzantinische Bau-kunst (ihre Charakteristik s. unter Kau-styl) auf das Ausland ein. Au ihr wardie griechische und römische Baukunst durchdasselbe Slreben nach Pracht und durch dieSchwäche, so Großes ausznsühren, wie dieAlten gebaut hatten, berabgesunken- Aucheie christliche Religion halte auk diese Um-bildung bedeutenden Einfluß. Byzanz blieb»ach Untergang des weströmischen Reichsdas Musterbild aller Baukünstler, die vonhier aus ganz Europa durchwanderten, umKirchen;» bauen. Die Curie», Paläste, Thea-ter, Säulenhallen von Byzanz, bes. aber dieSophicnkirche diente» bierbci zu Mustern. Infremden Ländern weckten aber die von by-zantinischen Baumeistern anfgeführten Ge-bäude neue Ideen, u. so erzeugte die b. K.im Süden den arabisch maurische», im Nor-den den teutschen, (gothischen) Banstyl. (tb)
Byzantini scher Baustyl, s. unterBaustyl und Byzantinische Kunst.
Byzantinische Schriftsteller(Byzantinische Historioriogra-phcn, Byzantiner, a. Lit.) bilden einenCyclus von Constantin d. Gr. bis zmn
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