Byron
Kordon, Lord), gcb. 1788 in Schott-land; empfing seine erste Bildung auf derSchule zu Harvow und bezog dann die Uni-versität Cambridge. Sein poetisches Latentzeigte sich schon sehr früh in sc'nen Hoursoklälenes«, denen eine bittere Satyre,gegen das ütlinbnrAlr Ilsvievv gerichtet,unter dem Titel: Lnxlistt liarfls anckLoorcst Idevie-wers, folgte. Im I. 1809erschienen seine: Iniirations anll Vions-action» kroin tste nnoiont an<1 rnoäeriiclassios, to^ellior rvirlr original poems.Eine leidenschaftliche Liebe zu Miß LH—l-worth, die nicht erwiedert ward, versetzteihn kn einen der Raserei ähnlichen Zustandund trieb ihn im I. 1809 zu einer Reisedurch Portugal, Spanien und Griechenland.Im I. 1811 kehrte er nach England zurückund begründete seinen Ruhm als Dichtersehr bald durch eine Reihe von erzählendenGedichten: rlie 6iao»r, rlio Öriäs ok, tlis l)r>isair, I.ara u. a. m.Seine im I. 1815 geschloffene Verbindungmit Miß Milbank wurde im folgendenJahre wieder getrennt. Byron machteabermals eine Reise durch die Niederlande,die Schweiz und Italien, hielt sich einegeraume Zeit in Venedig auf und gingdarauf nach Griechenland, wo er an derSpitze der engl. Unterstützungscommission fürdie Griechen stand; er st. zu Missolunghi 1824.Außer den bereits genannten Werken hat ernoch mehrere Novellen und erzählende Ge-dichte: Lepzio, Dlareppa, llon ffu.au,Trauerspiele und dramatische Dichtungen:Dlansroff, iVlarino kalieri I)oAo okVs-nics, Larffsuszralua, tlis tvvo IHosräund Laiu geschrieben, mehrerer kleinernPoesien nicht zu gedenken. Alle diese Dich-tungen, einzeln auch in Deutschland durchMehrfache Übersetzungen bekannt, zeugen voneiner feurigen, unerschöpflichen Phantasie,aber zugleich von Lebensüberdruß u. Men-schenhaß. Seinen dramatischen Dichtungenfehlt cs an einem lebhaften Fortschreitender Handlung. Gesammelterschienen: ?oo-tik«i worüs, 6Bde., London 1815. Seinesämmtlichen Werke sind auch in Teutschlanddurch eine zwiefache Ausgabe, zu Leipzigin 7 Bdn. 1818, und zu Zwickau, unterkncleer eclition osSNAI. classics, 16., ver-breitet worden. (7./. U. 71^.)
ByronsGeogr.) , wie folgende, nach By-ron 1) den., Name mehrerer Vorgebirge inAustralien, als auf der Egmonds-, einer derSalomvnSinselN, Neuholland n. Neuirland.
Byrons-insel (Geogr.), Insel vonkupferfarbigen gutmüthigen Menschen be-wohnt, mit Palmen besetzt; in der Byrons-straße, welche Neu-Lrlünd von Neu-Hanno-ver trennt, im Norden von Neu,Guinea inAustralien.
Byrons Phoka (zffiooa sa^ronirL/umv., Zovl.), Art auS der Gattung
Byssomye 579
Robbe, hat obcn k Schneidezähne (den zwei-ten äußern dicker), starke Gräten de» Hin-terhaupts und der Pfeilnath; findet sich inden Meeren der Ladronen u. Gcivürzinfel».
Byrons-straße(Geogr.), s. Byrons-insel.
Byrons-s und (Geogr.)» Bai in Süd-Amerika, im Norden der ZalklandSinseln.
Byrrhius, von Horaz (Sat. 4, 68)erwähnter berüchtigter Dieb.
Byrrhus, s. Birru«.
D^rrstu» (Zool.), s. Fugenkäfcr.
Byrrus, 1) (a.Geogr.), nach PaulusDiaconus Fluß in Rhätien; wie Männertmeint, der Inn; 2) (Byrrum), s. Birru«.
Byrsa (Byrza, a. Geogr.), nach Einigen,in Bezug auf die von der Dido (s. d.) zer-schnittene RindShaut, vom gr.
Fell, Haut, n. A.vom phLnikischcn Bosra,d. h. Burg, das mitten in Carthago aufeinem hohen Felsen liegende Schloß. Jetztdaselbst ein Thurm.
Byrseus (Myth.), Vater des Orion(s.d.)
Byrsia (a.Geogr.), s. unterBorsippa,
Bys (Joh. Rudolph), geb. 1660 zu So-lothurn; studirt« die Malerkunst zu Romund ward von Kaiser Karl VI. nach Wienberufen, ging dann nach Mainz und st. zuWörzburg 1788. Er war in ländlichenStücken ausgezeichnet; schrieb: Beschreibungder Gallerien zu Pommersfelden, Mainz1719, L. Aust. 1774.
Bysaltes (Myth.), so v. w. BisalteS.
Bysänthe (a. Geogr.), so v. w. Bi-santha.
BysSntius (NumiSm.), s. Byzantinus»
Bysas, s. Byzes.
Bysios (gr. Aut.), delphischer Namedes ersten Zrühlingsmonats, nach Plutarchst. physios (das Auflcbrn der Natur bezeich-nend), richtiger wohl st. pysios (dann sov. w. Fragmvnat). In ihm allein durstedas delphische Orakel um Rath gefragt wer-den. Der 9. Tag desselben, Polyphthus(s. d.), galt als Apollons Geburtstag.
Bysra (Geogr.), kleine Stadt im Sanb-schack und Ejaltt DamaSk (osman. Asten);liegt auf einer Oase und soll das alteBostra sein.
Byssa (Myth.), s. Agron.
L^ssisora (Zoo!.), s. Bartmuscheln,
Byssvcladium (laz'rs. /.,>-/!), unterdie erste »at. Pflanzenfamilie Pilze u. 2.Ordn. Staubfädenpikze als Gattung auf-gestellt. Art: b. senestrale, an beschla-genen Fensterscheiben ivacbsend.
Byssvllth (Mineral.), s. Strahlstein.
Byssomye (dvssoixz-a <7---,., Zool.),Gattung aus der Kamilie Klaffmuschel; hateine längliche Schale mit undeutlichen Zäh-nen , die Fußöffnung in der Mitte des Ran-des, einen Bart und bohrt sich in Koral-len ein. Unter invtilns bei Linne. Art:bohrende B. (lr. püolaäi» niz-tiluspli-
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