578 Byngowsk
ringtsn), geb. 1663; nahm jung Geedienste,ward 1689Eapitän, 1703 Contre-Admiral,nahm 1704 Gibraltar, ward 1706 Bice-Admiral, kam in demselben Jahre dem vonden Franzosen belagerten Barcelona zuHülfe, ward 1703 Admiral der blauenFlagge und verhinderte in demselben Jahrdie Ausschiffung des Prätendenten in Schott-land; 1709 ward er Lord der Admiralität,1717 Baronct und wirkte in demselbenJahre der Landung des Königs von Schwe-den Karl-XII. entgegen; 1718 vernichteteer die spanische Flotte bei Messina undmachte sich zum Herrn des Mittelmeeres,da- er bi« 1720 behauptete; 1721 ward erbei feiner Rückkehr Pair, Ritter de-Bath.vrden« und Cbes der Admiralität; st. alssolcher 1733. 2) (John), 4. Sohn de«Bor., geh. 1703; widmete sich dem Fachseine-Baker-, stieg durch diesen sehr rasch,ward Admiral der weißen Flagge, erhielt1755 den Befehl, mit 13 Kriegsschiffen u.ü Fregatten Mknorca, da- von den Eng,ländern besetzt und von den Franzosen bela-gert war < zu Hülfe zu kommen. Er langteauf der Rhede an., war zweifelhaft, ob erSuccurs in den Platz St. Philipp werfenkönne, begann ein Treffen gegen die schwä-chere französische Flotte, brach es, stark be-schädigt, wieder ab und segelte am Endevon Minorca wieder ab, ohne etwas ge-than zu haben; zwar entschuldigte ihn dasGutachten der ArtillerieofsicierS und Inge,nkeur«, die er bei sich hatte, so wie dasResultat eines mehrmals gehaltenen Kriegs-rakhs, indessen ward er doch bei seiner Rück-kehr arretirt, vor ein Kriegsgericht gestelltund 1757 erschossen. Er siel mehr alsOpfer einer Cabale der engl. Minister,die er zuvor in einem Briefe beleidigt hatteund welche die franz. Macht km mittellän-dischen Meere zu gering geschätzt hatten, alsdurch eigne Schuld. (/.,.)
Byngowsk (Geogr.), Slobode undEisenhütte im Kreise Jrbit, der Statthal,terfchaft Perm (russisch Asien); beschäftigt950 Meister.
BynkershLck (Cornelius van), geb.1763, Präsident de- großen Raths vonHolland, Seeland und Westfricsland, einerder größten Recht-gelehrten seiner Zeit;schrieb: Opnsoul» var. ar^nnrenri, Ley-den 1719, 4.; Oper» ininor», Leyden1780,4.; Oi>»ervarior,nna jnris rornrni,lilrri IV-, Leiden 1710, u. libri IV. po-steriores, ebend. 1733, 4.; t^uaesrionunajnri» pnblici libri III., ebend 1737, 4l;(^uaesrionniri juris priv»ki libri IV,ebend. 1744, 4.; st. 1743. Seine sämmt-lichen Werke gab Wicat in 2 Bden, Lau-sanne 1761, Fol., heraus, neueAufl., Lon-don 1767, Fol.
Byno« (Geogr.), Kirchspiel mit 3300Ew. im Amte und Stifte Drontheim.
Byron
Byns (Anna), Nonne z» Antwerpen(Geburts- u. Todesjahr unbekannt) ; brachtezuerst unter Len Holländern da« didaktisch-moralische Lehrgedicht in eine gewisse Form,welche zwar noch ganz Len dogmatischenGeist des 16. Jahrh. an sich trägt u. mehreiner ControverSpredigt als einem Lehrge-dicht ähnlich sicht, aber doch zuweilenSpuren einer vernünftig-religiösen Den.kungsart zeigt u. nicht ganz ächt poetischerStellen entbehrt. Ihre Gedichte sind:Velo solioons consriAlls ILelerpnen,vol scriltnren en ckoctr^nen, subrilz-clren rlietorz te^Iien die verma-
lecksxds Inipterisclis Lecke etc. , Antw.1553; Oeesrel^clr lletsrpnboeclc ver-clarensts stis inoglientlieiiir Ooürr enOlrrisrns ^Iienacko over ckie sonäixsIVIensclien . Antw. 1567 u. 1602 ; 6on-sti^Iie kst'eipnsn, vol sciiooner scliris-tusren en leerinxon , eine spätere Ausg.der beiden ersten Sammlungen. (5>/,.)
Bynüfken (Rechksw.), s. Benuften.
Byr-a'nbar (Biralbar, Geogr.), letz-ter ägyptischer Ort vor dem Thale vonKosseir, hart an der Wüste; hat Brunnenmit- Schwefelgeschmack.
Byrchänrs (a. Geogr.), s. Burchana.
Byrge (Bnrgius, Bürgi, Justus),geb. 1632 zu Lichtensteig in der Schweiz,Hosmedicus des Landgrafen zu Hessen, Wil-helm IV.; verfertigte künstliche Himmels-globen und eine astronomische Kunstuhr,gilt auch für den Erfinder LeS Proportko-nalzirkels, der Logarithmen (vgl. Neper)und der Pendeluhr; st. in kaiserlichen Dien-sten 1632.
Byrgir (nord. Myth.), der Brunnen,zu dem Bil und Hviki gingen, als sie vonden Göttern an den Himmel verletzt wurden.
Byrlad (Geogr.), s. Brlad.
Byrol, s. Pirol.
Byron, 1) (John), geb. in England1723; machte mit Lord Anson 1740 dieReise um die Welt, litt in der Magella-nischen Meerenge Schiffbruch, ward nachChili geführt und kehrte erst 1745 nach Eu-ropa zurück. Nachdem er sich im Kriegegegen Frankreich (1758 — 62) ausgezeichnetharte, unternahm er auf Georgs III. Be-fehl 1764 eine neue Entdeckungsreise, ent-deckte mehrere Inseln in der Südsee, kehrte1766 über Batavia und das Vorgebirge derguten Hoffnung nach England zurück und st.zu London als Commodore 1786. Die ersteReise beschrieb er selbst unter dem Titel:ssolin Hpions narrarivo, containinA an»ocorint ok tire ereat ckisrresses snüeieckbzr Iiiinsels »nck nir compaiiions in rliscoasr of VataAonia, London 1748 u. 1763,und die zweite einer seiner Officiere unterdem Titel: stolin Lpron'r vopago ronncktlre vrorlä, ebend. 1766,4., franz. n. span,übersetzt, teutsch Lemgo 1769. 2) (Georg
Gor-