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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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572
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572 Butternnß

Butter-nuß (Pomol.), f. unt. Nuß.

Butter-öl (oleum dutz-ri, Med.),veraltetes Mittel, aus geschmolzner But,ter, die mit Ziegelmehl zu einem Teig ge.knetet worden, durch Destillation bereitet;es sollte äußerlich besonders zum Erweichendienen.

Butter - Pfennige , die Gelder,welche sonst für die Erlaubniß, in der Fasten-zeit Butter zu essen, an die katholische Kirchebezahlt wurden. Sie wurden in einen bes. Ka-sten (Butterkasten) aufbewahrt u.zumBau von Brücken, Kirchen, Thürmen unddergl. verwendet; vgl. Butterbrief. B. -rahm, s. Rahm. B.-ringel (Backerei),Gebäck aus Butterteig mit Zucker in Rin-gclform.

Butter-rolle (Landw.), I) eine Ma.schine, durch welche das Butterschlagen imButterfass- erleichtert wird; sie besteht auSeiner zu drehenden Welle, mit einer Vor-richtung 1 oder 2 Butterstcrle zu heben,und so zu buthern; 2) so v. w. Butter-tonne. (/'-'?!-) -

Butter-ruß (fuli^c» binz-ri, Med.),ward sonst durch Verbrennen eines in un-gesalzne Butter gehaltenen Dochte« undAusfangen des aufsteigenden Rußes in einemTrichter erhalten; er sollte, in Augenkrank-heiten dienen, unterscheidet sich aber inNichts von anderem Ruß aus Fettstoffen.W.-säure (»nisteChcm.), nachChevreuil (s. d.), das riechende Principder Butter, in Alkohol auflöslich; bildetmit salzfähigen Basen eigne Salze (bur^-rnres). Ihr Element: Buterin (s. d); außerderselben soll die Butter noch 2 andereSäuren: die Caprin- und Caproin-säure enthalten. Der Geruch des Käse«soll vorzüglich von der Entwickelung derButtersäure und, wenn die Fermentationverlängert wird, von der Umänderung derCaprinsäure herrühren- B.-salz (Waa-renk.), das von den Holländern bereitetekleinkörnige Salz, welches zum Tischge-brauch dient und in großer Menge auf demRhein nach andern Gegenden TeutschlandSverfahren wjrd. Es ist Boysalz, welches dieHolländer v. Frankreich u. Spanien holen,aufs Neue aufiösen u. wieder rafsiniren u.kcystallisiren. B.-schminke, Orleans od.anderer gelber Färbestoff der bei Bereitungder Butter (beirügerisch) zur Färbung derButter angewcndct wird. B.-schnitt, 1)so v. w. Butterbrod (s.d.); 2) (Bäckerei),Buttcrteig, der dünn geweigert) in kleineviereckige Stücke zerschnitten, mit Eiweißbestrichen und Zucker bestreut und so ge-backen wird. B.-schwarz, s. Burgundi-sches Pech. B.-stecher (Technol.), 1)ein langes, hohles Werkzeug von Holz od.Metall, unten mit einem Widerhaken, mitwelchem man ein wenig Butter vom Bodeneines mit Butter gefüllten Gefäße« nehme»

Bnltertvnne

kann, «m sie zu kosten; 2) ein hölzernermit Zähnen versehener Spatel, um dieButter damit dünne auszustcchen; 3) eineArt Messer von Silber, Porzellan, Hornund dergl., mit welchem bei Tische dieButter aus der Büchse oder von dem grö-ßeren Stücke geschnitten wird. B. - sterl(B.-stempel, Landw), das Werkzeug,mit welchem in dem Butterfasse der Rahmzu Butter geschlagen wirb; es besteht auseiner 1 1; Zoll dicken Scheibe von har-tem Holze, in welche 4 6 große Löchergebohrt sind; in der Mitte derselben ist einhölzerner Stiel befestigt, welcher, wenndas Butterfaß in die Butterrolle gestelltwerden soll, mit Blech beschlagen und mitLöchern für den Bolzen versehen ist. B--stiel (Bot.), Name zweier Arten vonGalium (s.d.), als gelber von A. vernnrund als weißer von §. rnoliuKo. B.-stollen (Bäckerei), Gebackene« von But-terteig in Gestalt eines Stollens. B. -striezel, 1) Gebäck von Butterteig inForm eines Striezels, sechsseitig, länglich,mit braungebacknsr Rinde; 2) ein Butter-weck (s. d.) von der gedachten Form. B.-tcig, Teig aus gleichviel Butter undMehl, mit Milch und Eiern, woraus dannverschiedncs Gebackncs, Pasteten und dergl.bereitet wird. Vgl. Blättergebacknes.

Butter-tonne (Leier, Butter,rolle, Landw.), ein Butterfaß in Gestalteiner Tonne, durch welches der Länge nachein Cylinder geht, mit dessen Enden csauf 2 Ständern ruht; an dem einen Endedieses Cylinders ist eine Kurbel angebracht,um das Faß damit herumzudrehen. Bis-weilen liegt da« Faß fest, und nur derCylinder dkeht sich, es ist daher auch dieinnere Beschaffenheit der Buttertonnen ver-schieden, indem die Schaufeln oder dieHölzer, welche eigentlich den Rahm schlagen,bald an dem Cylinder, bald an dem Fasse,bald an beiden zugleich angebracht sind.Auf das Loch, durch welches der Rahm indie Tonne geschüttet wird, muß der Deckelganz genau paffen; er kann entweder miteinem Keile fest angedrückt oder mit ei-nem Vorlegeschloß zugeschloffen werden.Die Buttertonnen ersparen Kraft und Zeit;in den größten kann man 50 Pfund But-ter auf einmal verfertigen, aber sie sindmit großer Schwierigkeit reinlich zu erhal-ten, da das Innere Derselben nicht derLuft ausgesetzt werden kann und die darinverfertigte Butter dann leicht einen übel»Gtschmack annimmt. In Kurland setztman die Buttertonnen durch ein Seil inBewegung; das Seil ist mit dem einenEnde an die Tonne befestigt und wirdum die Tonne gewickelt; indem man dasandere End- des Seils ergreift und esschnell von der Tonne abzieht, bekommtdieselbe eine» so starken Umschwung, daß