Vuttertopf
bas wieder locker gelassene Seil sich aufdie entgegengesetzte Seite aufwickelt. Mitdiesem Abziehen des SeilS fährt man fort,bis man an dem schweren Gange derTonnemerkt, das sich die Butter zusammen be-gibt. Bgl. Buttermaschine. (/>?-.)
Butter-topf (HauSH.), ein steiner-ner, nicht glastrter Topf, in welchen dieButter gedrückt wird, welche längere Zeitaufbewahr, werden soll; es gehört ein De-ckel dazu, welcher ganz genau passen muß.B.-vogel (Zool.), so v. w. Schmetter-ling. B. - wasch - faß (Landw.), dasGefäß, in welchem die Butter gewaschenwird: Z lange Dauben bilden die Füße des-selben, der Boden ist mit einem Zapfen-loch versehen, durch welches das Wasserabgelassen werden kann, womit die But-ter gewaschen worden ist. B.-we ck,eine zum Hausgebrauch in eine gewisseForm von bestimmter Größe und Gewichtgebrachte Portion Butter. Die Form selbstist landesüblich verschieden, entwederdreikantig, keilförmig in die Länge ge-zogen mit zugespitzten Enden, oder sechs-seitig, länglich, striezelförmig, oder cylin-drisch oben abgerundet in Form eines abge-stumpften Kegels, von verschiedener Höhe.
Butter-woche, in Rußland die dengroßen Fasten vorangehende Woche, unge-fähr der Fastnacht der abendländ. Kircheähnlich, indem in derselben zum letztenMal Fleischspeise u. Butter gegessen wird.ES wird in derselben geschmaust, getrunkenund getanzt. Sie ist daher Volksfest, je-doch auch Anlaß zu vielen Ausschweifungen.
Butter-zäpfchen (Bäcker.), Gebäck ausButterteig, der in einzelnen Stücken zopf-ähnlich in einander gelegt ist, gewöhnlichmit Safran bestrichen.
Lurrssälls (fr.), f. Luttasella.
Butt-geseile (Papierm.), s. unterButtarbeit.
Butt-Heil, Buteil, so v. w. Bau-lebung (s. d.).
Buttiglkrra d'Astk(Gcogr.), Markt-flecken in der Provinz Asti des Fürstenth.Piemont ( Köniqr. Sardinien); hat SOOOEw., welche Wein bauen und Handel da-mit treiben.,
Büttiman (Buttima), persischesGewicht, ungefähr 25 Pfd. Vgl. Batmann.
Butt-karre (Provinz.), inOst-Frjes-land, ein platter, vorn schräg in die Höhelaufender Kahn, 8-10 Fuß lang, umdamit während der Ebbe über die soge-nannten Watten zu fahren.
Butt-.krücke (Schöpfkrücke, Papierm.),eine durchlöcherte Scheibe, womit.das Zeugin der Butte und im Rechen umgerührtwird.
Buttlar (Gcogr.), Dorf im Amte! Geisa, Kreis Eisenach (GroßherzogthumWeimar); hat S5o Ew., Poststation; da.
Buttonö Silberknopf 673
bei der Basaltberg Michclsberg mit Capelle.
Buttlarische Rotte, eine kleine1702 zu Schwarzenau im Wittgensteinischenentstandene und 1705 unterdrückte Separa-tistengesellschaft. Eva Magarethe de Ve-stas, geb. von Buttlar, die aus Eisenachihrem Manne entlaufen war, stellte darindie Großmutter oder das Oberhaupt vor,ein Candidat Winter, ein Arzt Appenfel-der und ein Schreiber Ichtershausen zu-sammen die Dreieinigkeit, 2 Fräulein vonCallenberg Gefährtinnen. Sie waren allevorher katholisch geworden, beteten dieButtlar an und- erfüllten ihre Vorschrift,durch fleischliche Vermischung mit ihr wie-dergeboren zu werden. (7>r.)
Butt-'leder (v. engl., Hdlgsw.), s.Butt«.
Buttler (Samuel), s. Butler.
ButtlerS Bier (cerevisia Lultleri,Med.), ein in England gewöhnliches undvermeintlich als Blutreinigung gebrauchtesBier, durch Aufguß von neuem noch trci,bendem Biere auf Betonten, Salbei, Oder-mennig, Löffelkraut, Wermuth, Alantwur-zel und Meerrettig bereitet.
Bult-loch (Papierm.), ein großerTrog, in welchem das Zeug zum Papierezugerichtet wird. Vgl. Rechen.
Buttmann (Philipp Karl), geb. zuFrankfurt a. M. 1764; früher Prinzener-zieher in Dessau, dann in Berlin Secretäran der königl. Bibliothek, dann Bibliothe-kar und Mitglied der Wissenschaften; ward1800 Professor der griechischen Sprache amjoachimthalschen Gymnasium daselbst; schr.eine griechische Grammatik, Berlin 1792,deren 4. Aufl. 1805 jedoch erst eine voll-ständige zu nennen ist, 10. Aufl. 182S.Einen Auszug gibt die Schulgrammatik 1816,7. Aufl. 1824; mehrere Begründung ent-hält die ausführliche griechische Sprach-lehre, deren erster Band 1819 erschien.B.'s Verdienste um die griechische Sprach-kunde vermehrte er noch durch die Überar-beitung einiger von Andern besorgten Aus-gaben zum Schulgebrauch, und durch seinenLexiloguS oder Beiträge zur griech. Wort-erklärung, hauptsächlich für^Homer undHesiod., 1. Bd., B-rl. 1818. Von 1807bis 11 war er mit Wolf zu dem Museumder AlterthumSkunde verbunden. (lV>.)
Button (Thomas), ein berühmterenglischer Seefahrer; erhfelt 1611 vom Kö-nig Jacob I. den Auftrag, die Küsten ander Hudsonsbai zu untersuchen, überwin-terte in einem Hafen unter 57° 10', setzteseine Untersuchungen bis zum 65° fort undentdeckte eine Straße zwischen Labrador u.dem Vorgebirge Chidley» die er jedoch we-gen vorgerückter Jahreszeit nicht genaueruntersuchen konnte. Im Herbst 1612 kamer nach England zurück.
Buttons Silberknopf (Pomol.),
mit-