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4 (1835) Universal-Lexikon oder vollständiges encyclopädisches Wörterbuch : . 4 / Boa bis Cardimelech
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571
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Buttermere Water

Land«.), im weitern Sinne gehören dazudas Butterfaß, die Butlerrolle, die But-tcrtonne, im engern Sinne die zusam-mengesetzteren Maschinen, durch welchedas Buttern erleichtert oder verbessertwird. Man hat deren verschiedene Artenin Vorschlag gebvacht. Die PeßlerscheB. ist eine Buttertonne, deren Eylinder,durch einen Fußtritt, wie bei einem Spinn-rade, bewegt, Schwingungen macht, welchedurch einen Pendel oder Schwungflügel inGleichmäßigkeit erhalten «erden. Die Hol-ländische B. ist ein Butterfaß; mit einemSchwungrade wird die Bewegung hervor-gebracht, ein Lenker, in welchen die Kur-bel des Schwungrades greift, zieht denButtersterl auf und nieder. Dieser ähnlichist Riems B., bei welcher der Lenker dieStempel von 3 Butterfässern zugleich inBewegung setzt. Ähnliche Maschinen habenRauschenplat in Göttingen u. der Eng-länder Raley vorgeschlagen. Rown-tree'sB. besteht aus 2 in einem stumpfenWinkel zusammengestoßencn Röhren, welchean dieser Stelle in einem Gerüste an einemZapfen aufgehängt werden; in den Röhrensind durchlöcherte Boden angebracht; sinddie Röhren mit Rahm angefüllt, so wer-den sie verschlossen und an dem Zapfen auf-und abgezogen; durch diese Schwingungenund durch das Anstoßen des Rahms an diedurchlöcherten Boden wird die Butter aus-geschieden. Man hat auch vorgeschlagen,die Buttermaschinen durch ein Pferd in Be-wegung zu setzen, dieses die stehende Welleeines Kammrades, das Kammrad von un-gefähr 80 Zähnen greift in einen Trillingvon 6 Stöcken, dessen horizontale Wellein einer Kurbel endigt, welche den Butter-sterl auf- und niederzicht. Ernsts B.zeichnet sich vorzüglich dadurch aus, daßman durch Zuziehung von kaltem oder war-mem Wasser dem Butterfass«: eine gleich-mäßige Temperatur geben kann. (TH-ä.)

ButtermTre Water (Geogr.), gro-ßer Se« in der Grafsch. Cumberland (Engl).

Butter-milch, die nach dem Buttern(s. d.) zurückbleibende Flüssigkeit; sie ent-hält Milchzucker (s. d.), dabei aber immernoch einige butterige und käsige Theile,zugleich auch etwas unter der Entmischungder Milch gebildete Essigsäure, die ihreinen säuerlichen Geschmack gibt. Sie isteins der erquickendsten Getränke im Som-mer und auch Kranken, bcs. Schwindsüch-tigen, meist zuträglich; doch muß hier häu-fig erst der Magen an sie gewöhnt werden.Man genießt sie auch mit Brod, das ge-brockt oder gerieben in sie gethan wird,oder auch, indem man ihr Rahm beimischt,einige Eidotter in sie schlägt und sie auf-kochen läßt, mit Semmel oder Wetßbrodals Buttermilch suppe. Sie dientauch statt der Hefen zum Brodbacken.

Buttern 571

B u t t e r - m k l ch - erz, Butter»milch-silber-erz (Mineral.), s. Sil-ber-Horner;, thoniges.

Butter-milch-essig (Waarenk.),Essig aus Buttermilch bereitet; gibt demstärksten Weinessig nichts nach, nur daßer sich durch einen gewissen brandigen Ge-schmack von den andern Esstgartenunterscheidet. Er wird aus den Al-pen verfertigt. Die Buttermilch wird zuMolken gekocht, solche durch grobes Leinengereinigt und im Schatten getrocknet, wo-durch sie hart u. zähe wird. Diese Stückemit Wasser aufgelöst bilden den Essig.

Butter-mühle, s. Buttermaschine.

Butter-mulde, 1) (Hausw.), einemuldenförmige Butterbüchse; 2) (Landw.),eine hölzerne Mulde, in welcher, wennman nur wenig Butter verfertigt, die But-ter statt in dem Butterwaschfaffe gewa-schen wird.

Buttern (Butter schlagen, Butterrühren, Butter ziehen, Landw.), ausRahm Butter verfertigen, indem manden Rahm eine Zeit lang in Bewegungsetzt und dadurch die fettigen Theile vonden wäßrigen und schleimigen scheidet; esgeschieht dies in dem Butterfasse und inder Buttertonnc. Bei zu großer Kältewürde man keine Butter bekommen, undman muß deshalb das Butterfaß währenddes B.s in die Stube nehmen; aber auchzu große Wärme verhindert das Entstehen(das Kommen) der Butter, und man mußdaher während des Sommers das B. imKeller oder sonst an einem kühlen Ortevornehmen, oder das Butterfaß in ein Ge-fäß voll kalten Wassers stellen. Verhindertdie natürliche Zähigkeit der Milch von alt-milchenen Kühen das Kommen der Butter,so thut man Salz unter den Rahm. Istim Frühling und Herbst der Rahm zu kalt,so hilft man sich durch Zugießen erwärmterMilch. Zucker, Alaun, Asche und Seifein das Butterfaß gebracht, verhindern dasEntstehen der Butter gänzlich. Nach denverschiedenen Umständen braucht man zumButterschlagen 12, selten 3 Stunden.Hat sich die Butter in größere und kleineKlumpen vereinigt, so werden die größer»herausgenommen und, um die kleinern zusammeln, die Buttermilch durch ein Haar-sieb gegossen. Alsdann wird die Butter,um sie von der noch darin befindlichen But-termilch zu reinigen, gewaschen, d. h. mitfrischem Wasser so oft durchknetet, bis dosWasser hell abfließt; um die Butter vonetwa in den Rahm gefallenen Haaren zureinigen, wird der Butterklumpen breitgedruckt und mit einem Messer nach allenRichtungen durchschnitten. Zum Salzender Butter rechnet man auf eine Kanne (2Pfd.) 34 Loth Salz, was man dann rechtgleichförmig zu durchknetcn sucht, (ck'.)

But.